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Werner Reichel (oe1 Do, 05.06.2014, 12:00)
Mittagsjournal

Rechte und religiöse Gruppierungen aus West- und Osteuropa treffen sich unlängst im Palais Liechtenstein. Ö1 berichtet ausführlich darüber. Obwohl es schon skurril ist, dass eine Schweizer Zeitung das Treffen in Wien publik gemacht hat und nicht der ORF mit seinen Hunderten von gut bezahlten Journalisten.

Nach dem Artikel im Tagesanzeiger springt jedenfalls auch Ö1 auf und berichtet im Mittagsjournal über das Treffen, seine Teilnehmer und die Hintergründe. So wurde etwa der Vordenker der Rechten in Russland, Alexander Dugin, vorgestellt. Dabei hat man nicht mit Superlativen gespart. Da war nicht nur von Rechtsradikalen und einer klandestinen Runde, sondern auch von ultrarechten Gruppen die Rede.  Man dürfe die Gefährlichkeit dieser Netzwerke nicht unterschätzen, so die Mahnung von Ö1. So weit so gut.

Wenige Tage später berichtet Ö1 im Mittagsjournal über die Festnahme eines Imams in Graz wegen Terrorverdachts. Der islamische Geistliche soll zumindest acht junge Männer aus der Steiermark radikalisiert und für den heiligen Krieg in Syrien angeworben haben.

Vier dieser Kämpfer, die sich der Al-Nusra-Front angeschlossen hätten, sollen bereits ums Leben gekommen sein. Besonders brisant: . Der Al-Nusra-Front wird auch Mehdi Nemmouche zugerechnet, der im jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen ermordet haben soll.

Trotzdem berichtet der ORF, ganz im Gegensatz zu dem Treffen rechter Gruppen in Wien, völlig nüchtern und unaufgeregt. Nichts mit mehr mit „Ultra“, keine ausführlichen Hintergründe oder eine Einschätzung der Lage von Experten. Es wird vor allem betont, dass laut Ermittlern für Österreich ohnehin keine Terrorgefahr bestehe. Man soll die Gefahr also nicht überschätzen, so die Botschaft. Na dann.

Fr, 06.06.2014, 17:49 | Tullius Augustus

Diese Al-Nusra Brigaden erwecken wirklich den Eindruck als ob sie direkt aus der Hölle gekommen wären: schwarz-vermummte schwerbewaffnete Männer. Warum nicht in Grün =Farbe des Islam, sondern Schwarz?



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