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Claus Reitan (oe1 Mi, 11.06.2014, 07:00)
Morgenjournal (I)

ORF fragt, keiner antwortet: Wie heikel die Debatte um Integration ist, insbesondere um alles, was mit dem Türkischen zu tun hat, zeigte einmal mehr ein Beitrag zur Frage der Matura im Fach Türkisch im Morgenjournal. Die ORF-Kollegen baten um Auskunft in der Sache, erhielten aber - zumindest zum Zeitpunkt der Anfrage - weder in der Gemeinde Wien noch seitens der Unterrichtsministerin eine Antwort. Schade - Politiker sind doch so gerne in Medien präsent, oder? Die Auseinandersetzung um Zuwanderung ist ja zu führen, oder? Und wir sind doch alle für Integration, nicht wahr? Es gäbe übrigens einige gute Gründe für eine weitere Fremdsprache als Maturafach, gerne auch Türkisch: von der Pluralität über die Diversität bis zur weiteren Öffnung Österreichs und seiner Wirtschaft. Aber der Reporter meinte, ohne Etablierung des Türkischen als Maturafach bleibe diese Zuwanderersprache diskriminiert. Da lässt sich nur sagen: Nein, bitte nicht schon wieder ein Vorwurf der Diskriminierung! Es wird nicht diskriminiert. Die türkische Sprache wird an Arbeits- und Sozialämtern, in Ambulatorien und bei Schuleinschreibungen angeboten. Diskriminiert wird sie nicht. Über Sprachenvielfalt in Österreich lässt sich gerne diskutieren - vor allem auf der Grundlage deutscher Sprachkenntnisse aller, damit Staats- und Gemeinweisen gedeihen.

Do, 12.06.2014, 14:19 | Andreas Lindner

Aber dafür wurde wieder ein Generalgelehrter von 'SOS-Mitmensch' für eine ausführliche Stellungnahme gewonnen und konnte hier Erleuchtendes zum Komplex Bildung und Integration verkünden.
Mi, 11.06.2014, 23:09 | Maurus

Die Patientenanwältin hat uns Ärzte unterrichtet, dass jeder Mensch im Spital ein Recht hat in seiner Muttersprache angesprochen zu werden. Na dann noch viel Vergnügen in Österreich!
Do, 12.06.2014, 11:26 | Karli Kraus

Patientenanwältin, in welchem Bundesland?
Mi, 11.06.2014, 14:12 | Marcel

Und zweitens: In welchem Karrierebild soll denn Türkisch gesprochen werden? Der Partner in Paris, Madrid oder Rom wird es kaum tun. Außerhalb der Türkei auch kaum wer...
Mi, 11.06.2014, 14:09 | Marcel

Ich habe hier schlicht und einfach zwei Bedenken: Dass innerhalb der Familien noch mehr Türkisch gesprochen wird als bisher, und das auch in der nächsten Generation.



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