ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (ORF2 Sa, 28.06.2014, 21:20)
Sarajevo Concert 2014 - Gedenkkonzert der Wiener Philharmoniker

So also hat der ORF die 100 Jahre zurückliegende Ermordung von Franz Ferdinand gesehen: Dieser habe durch seine Reise nach Sarajewo eine "Provokation" gesetzt; Gavrilo Princip war ein "Freiheitskämpfer". Das hörte man vor dem Konzert aus Sarajewo ausgerechnet auf jenem Sender, der seine absolut letzte Existenzberechtigung daraus ableitet, dass es ohne den ORF keine österreichische Stimme im Fernsehen gäbe.

Was bitte ist daran österreichisch? Gibt es nach diesem Eklat noch irgendeinen Menschen, der die Schmähs dieses ORF glaubt? Muss nicht endgültig jetzt eine Diskussion darüber anheben, warum man für diesen ORF noch eine Gebühr zahlen muss?

Faktum ist, dass der ORF der einzige Sender außerhalb Serbiens ist, der komplett und ohne die andere Seite auch nur zu Wort kommen zu lassen, die serbische Sprachregelung vertritt. Rettung des ORF ist wohl nur, dass der allergrößte Teil der Fernseher ja nicht Sarajewo, sondern die Fußball-WM beobachtet hat. Zunehmend viele freilich auf dem deutschen Sender; denn selbst beim Fußball war der ORF-Kommentator unerträglich parteiisch.

So, 29.06.2014, 03:27 | DMD

Dass der ORF die Reedeuction-Sichtweise der Allierten vertritt, ist nicht wirklich überraschend.
Sa, 28.06.2014, 22:48 | Patriot

Der ORF hätte auch einmal die österr. Sichtweise von 1914 berichten sollen: Österreich fühlte sich als katholische Ordnungsmacht am Balkan - im Gegensatz zu den orthodoxen Serben & Russen.
Mo, 30.06.2014, 08:14 | anton m. rehberger

...und war auch Schutzpatron der bosnischen muslime
Sa, 28.06.2014, 22:07 | 13

Wahrscheinlich hat der ebenfalls nach Bosnien gereiste Heinz Fischer diese unglaubliche Sichtweise diktiert . . .



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