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Werner Reichel (oe1 Mi, 06.08.2014, 12:00)
Mittagsjournal

Ö1 als Sprachrohr der Gewerkschaft. Im Visier von ÖGB und Staatsfunk diesmal die Baubranche. Gewerkschafter und  Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske dürfen sich über die vielen neuen Selbstständigen, pardon Scheinselbständigen, beklagen. Hintergrund: Baufirmen beschäftigen zunehmend Subunternehmer. Entgegen den journalistischen Grundregeln kommen ausschließlich die Arbeitnehmervertreter zu Wort.  Die Geschichte wird ausschließlich aus ihrer Perspektive präsentiert.

Die Meinung und Ansichten der Subunternehmer, von Vertretern  der Baubranche oder zumindest der Wirtschaftskammer  werden schlicht ignoriert. Schließlich könnten sie ja die überzogenen Forderungen der Gewerkschafter, die extrem hohen Lohnkosten oder die bürokratischen Hürdenund den hohen administrativen Aufwand von Firmen , die Arbeiter beschäftigen,  als Gründe für diese Entwicklung anführen. Deshalb lässt man sie erst gar nicht zu Wort kommen. Sie könnten das holzschnittartige  Bild vom bösen Unternehmer und den geknechteten Arbeitnehmern zerstören.

Do, 07.08.2014, 07:50 | Karli Kraus

Volksmund: "Wer viel fragt, geht viel irr`" :-)
Aber zum Nachrichtenschema ORF Sbg. z.B: Gericht/Polizei; Unglücke; Meldung je SPÖ oder (rote) AK oder Grüne; Wetter; Verkehr.
und das jeden Tag!
Mi, 06.08.2014, 17:06 | Gluthammer

Es gilt auch hier der alte ORF-Grundsatz: Warum jemand anderen fragen? Zu viel recherchieren haut die beste Geschichte zusammen (frei nach dem rasenden Reporter Egon Erwin Kisch vor 100 Jahren).
Mi, 06.08.2014, 16:15 | plussieben

beim Bau kann die Gewerkschaft ja ihre Forderungen noch oft durchsetzen. Alle anderen Unternehmen gehen einfach vor ihren Forderungen weg. Aber das wird beim ORF natürlich nicht erwähnt.
Mi, 06.08.2014, 15:50 | Blauwal

War das nicht der Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch im Ö1-Mittagsjournal vom Mittwoch 6. August?



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