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Werner Reichel (ORF1 Mi, 20.08.2014, 23:20)
ZIB 24

Roman Rafreider interviewt den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). Es geht um die Sparmaßnahmen beim Bundesheer. Nagl kritisiert diese massiv. Während des Interviews meint „ORF-Sicherheitsexperte“ Rafreider beiläufig: „Die Gefahr, dass wir angegriffen werden, ist enden wollend.“  Er stellt sich damit als Journalist und  Interviewer nicht nur klar auf die Seite jener, die das Bundesheer mit fadenscheinigen Argumenten zu Tode sparen wollen, sondern er demonstriert  auch sein etwas naives Weltbild.

Nein, eigentlich braucht der Staat Österreich kein einsatzfähiges und halbwegs gut ausgerüstetes Heer. Keine Gefahren für die innere und äußere Sicherheit weit und breit. Leben wir doch in einer rundum friedlichen Welt. Naja gut, aber die IS und der Flächenbrand im Nahen Osten sind ja ganz ganz weit weg und haben mit Europa oder gar Österreich überhaupt nichts zu tun. David Cameron ist mit seinen Warnungen ja nur ein böser Kriegstreiber, der den Briten und Europäern unnötige Angst machen will.

Es ist natürlich auch völlig ausgeschlossen, dass die (ebenfalls unter Einsparungen leidenden) Polizeikräfte vielleicht einmal nicht mehr ausreichen werden, um Konflikte auf Österreichs Straßen unter Kontrolle zu bringen. Unruhen wie etwa in London oder den Pariser Vorstädten sind bei uns – dank toller rotgrüner Wiener Integrationspolitik -  ja völlig undenkbar. Österreich ist schließlich eine Insel der Seligen. Und sollte unser Luftraum verletzt werden, auch schon wurscht. Wer braucht schon Grenzen: no borders, no nation, stop.....

Auch wenn das Beispiel abgedroschen ist, ist es deshalb nicht weniger treffend: Man schafft auch nicht die Feuerwehr ab, nur weil es ein paar Jahre lang nicht gebrannt hat.

Do, 21.08.2014, 22:36 | Karli Kraus

Dass der Herr Rafreider die neuen Bedrohungsbilder nicht kennt ist zu verzeihen.
Er arbeitet ja auch nur beim ORF, und dort kennt man Fakten dieser Art NICHT!?
(als Xberger kennt er sie sehr wohl)?
Do, 21.08.2014, 14:43 | Verteidiger

Jedes Land bekommt sein Heer. Wenn es keine eigene Armee gibt dann nützt eine andere Armee dieses Vakuum aus. Die Schweiz macht vor wie man richtig verteidigt. Österreich gibt sich auf.
Do, 21.08.2014, 14:27 | brechstange

Österarm schafft sich eben ab. Die österreichischen Schlafwandler grillen bei Bier und Schnaps. Es geht uns ja noch gut.
Do, 21.08.2014, 14:21 | nometa

Wie voraussehbar. Sobald es um Polizei und Militär geht, ist der "Liberale" Reichel dann doch nicht mehr so anti-Staat. Typisch Konservativer halt. Langweilig - kennst du einen, kennst du alle...
Do, 21.08.2014, 14:49 | Elmar o.

Eine Gesellschaft ohne Heer ist nicht lange liberal. Die Jesiden hatten/haben z.B. kein Heer. Und wenn die Israelis kein Heer hätten, wären sie längst alle tot.
Do, 21.08.2014, 14:51 | Opodo

USA, GB die Schweiz... alles ganz böse Staaten mit unterdrückten Bürgern und starken Heeren.....
Do, 21.08.2014, 22:21 | Herbert Manninger

Wie voraussehbar , nometa, dein Kommentar.
Klar, ihr Linken seht nicht gerne euer derzeitiges Gewaltmonopol, man denke zB. an eure kriminellen Demos, durch Polizei oder Heer gefährdet.
Do, 21.08.2014, 12:14 | Segestes

Ausgerechnet Putin wurde bei dieser Aufzählung vergessen. Ach ja, ich vergaß, der ist ja, nicht zuletzt wegen seiner Schwulenabneigung, der neue Liebling des rechtskonservativen Lagers und daher tab



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