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Werner Reichel (ORF2 Di, 16.09.2014, 21:05)
Report

Landtagswahl in Vorarlberg. Der Report sendet einen über acht Minuten langen Beitrag. Die Parteien und deren Spitzenkandidaten werden vorgestellt, selbst die Bundesparteichefs der NEOS und der Grünen lässt man zu Wort kommen. Der Zwergenwahlkampf der in Vorarlberg äußerst brustschwachen SPÖ wird gleich in der Anmoderation erwähnt. Viel Zeit widmet der Report der ÖVP, den NEOS und den Grünen. Nur eine Partei kommt in dem Beitrag überhaupt nicht vor: die FPÖ. Auf die hat der ORF schlicht „vergessen“. Lediglich bei den Koaltionsvarianten wird sie einmal namentlich erwähnt. Das ist interessant. Schließlich sind die Freiheitlichen mit über 25 Prozent die zweitstärkste Kraft im Land. Für den ORF existiert die Partei trotzdem nicht.  

Mahatma Ghandi hat den Kampf der Kolonialherren gegen ihn einst so beschrieben: "First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.” Der ORF hat gegenüber der FPÖ offenbar die Taktik geändert, nachdem das Lächerlich- und Schlechtmachen nicht den gewünschten Effekt erzielt hat, probiert man es nun mit dem Ignorieren. Man versucht nicht einmal mehr den Sehern so etwas wie Ausgewogenheit oder Objektivität vorzugaukeln. Der Zweck heiligt die Mittel. Zur Veranschaulichung:

Ergebnis der Vorarlberger Landtagswahl 2009

 

 Redezeit der Parteienvertreter im Reportbeitrag in Sekunden

 

 

 

Sa, 27.09.2014, 20:36 | Hans Mayer

Dieser Report-Beitrag ist eine eindeutige Verletzung des ORF-Gesetzes und darf nicht ohne Konsequenzen bleiben!
Do, 18.09.2014, 11:04 | Herbert Manninger

Auch hier wird deutlich, wie der Journalismus nur mehr im Dienste der Mächtigen steht.
Do, 18.09.2014, 06:31 | Francesco Huber

Die FPÖ wird beim ORF nur noch für negative Schlagzeile verwendet, damit erklärt man die Ausgewogenheit - Sie kommt also vor, nur eben anders im systemkonformen ORF - Links eben - sehr Links eben!



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