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Werner Reichel (ORF2 Do, 16.10.2014, 21:05)
Am Schauplatz

Sie können einfach nicht anders. ORF-Redakteure haben den unstillbaren Drang, andere Menschen mit  ihrer linken Ideologie  zu belästigen und mit ihrer moralinsauren  Lebenseinstellung zwangszubeglücken, ganz egal worum es geht. Eigenverantwortung, Selbstständigkeit  und Freiheit sind in der geschützten Werkstätte am Küniglberg Fremdwörter. Für alles muss es Regeln, Gesetze und Vorschriften geben. Dass die Österreicher bzw. EU-Bürger noch immer weitgehend selbstständig entscheiden dürfen, was sie essen und wie sie sich ernähren, ist für solche Menschen offenbar eine riesiger Missstand, der schnellsten beseitigt gehört.

Schließlich weiß der gemeine ORF-Journalist, so wie seine Kollegen in der linken Mainstreampresse, wesentlich besser, was für uns einfache Menschen da draußen gut und gesund ist.  Deshalb steht seit einiger Zeit die „gesunde“ Ernährung ganz oben auf ihrer Agenda. Die größten Feinde bei diesem Kreuzzug sind Fleisch und Zucker.

Zucker ist eine Volksdroge, klärt der ORF in "am Schauplatz" auf. Und während man einen Landwirt zeigt, der vom Anbau dieser Droge lebt, erfährt man: „Reich wird man als Rübenbauer nicht, den Profit machen andere.“ Ja, da geht es dem Niederösterreicher nicht anders,  als dem Kokapflücker in Bolivien oder dem Mohnbauern in Myanmar.

Die fiesen Zuckerdealer, die uns alle abhängig machen wollen, um sich damit ihre Taschen mit Geld vollstopfen zu können, das sind die bösen Großkonzerne. Die wollen nämlich Profit machen, hat der ORF bei seinen Recherchen herausgefunden. Dass freie Marktwirtschaft grundsätzlich so funktioniert, hat sich bis zur Zwangsgebührenanstalt am Küniglberg offenbar noch nicht herumgesprochen.

Und wer wird dabei vor den Vorhang gezerrt? Bingo! Nestle und natürlich Coca Cola. Daneben blendet man  auch immer wieder kurze  Bilder von Hamburgern und Pommes ein, auf Bösewicht McDonalds konnte man einfach nicht verzichten.

Nun sind Limonaden wie Almdudler, Himbeerkracherl oder Schartner Bombe auch picksüß, aber als Feind, den sich die ORF-Redakteure mutig entgegenstellen, gibt der US-Konzern eben doch mehr her. Mit der Konditorei ums Eck und  ihren  Punschkrapferln und Kardinalsschnitten würde diese Inszenierung nur leidlich funktionieren.

Als Opfer der globalen Zuckermafia  und des amerikanischen Imperialismus  werden zwei extrem übergewichtige ältere Herrschaften präsentiert.

Spätestens ab hier sollte der selbstdenkende TV-Zuseher erkennen, nicht der Zucker ist das Problem, sondern Menschen, die hemmungslos Süßes in sich hineinstopfen. Dafür ist jeder selbst verantwortlich und für Kinder sind es deren Eltern. Aber es ist eben sehr bequem, jegliche  Verantwortung abzuschieben und mit den Fingern auf die ewig gleichen Bösewichter  zu zeigen.  

Nun ist nichts dagegen einzuwenden, eine informative und kritische Sendung über Zucker zu bringen, aber das geht auch mit weniger linker Ideologie, ohne die ewig gleichen und abgedroschenen Klischees, ohne dümmlichen Antiamerikanismus und dieser tiefverwurzelten Wirtschaftsfeindlichkeit.

Schade übrigens, dass der ORF  Boliviens Präsident Evo Morales nicht zum Thema  interviewt hat. Der Held der Linken erklärte nämlich beim  alternativen Klimagipfel, dass Coca Cola sich besser zum Reinigen von Abflussrohren, als zum Trinken eigne. Außerdem warnt Morales davor, dass Hähnchen mit Pommes schwul machen würden.

Sa, 18.10.2014, 01:46 | Werner Grotte

Klar ist Zucker ein Gift, das nicht nur Zähne zerstört und fett macht sondern auch Krebszellen nährt.. Aber in erster Linie hätte man dazu die Tullner Monopol-Zuckerfabrik Agrana kritisieren müss
Fr, 17.10.2014, 16:21 | Schwarzdrossel

Jaja die gute alte Sachertorte, Schaumrollen, Cremeschnitten, Mannerschnitten, Schwedenbomben die guten alten böhmisch-österr. Mehlspeisen: Um wieviel gesünder sind die doch im Vergleich zu McDonal
Fr, 17.10.2014, 14:19 | nometa

Was daran "links" sein soll, den Leuten ihre Ernährung vorzuschreiben, behält Linkenhasser Reichel wieder einmal für sich. Ah, die Eigenverantwortung. Nur komisch, dass er das nie bei Rechten ein
Fr, 17.10.2014, 17:22 | Herbert Manninger

Linke sind nun einmal die derzeitigen Volkserzieher. Bald verordnen sie, wie ihre Ahnen vor 80 Jahren, den Reichseintopf-Tag, äh, natürlich modisch als,,Veggie-Day".
Fr, 17.10.2014, 18:08 | Karli Kraus

Das "Linke" ist der missionarische Trieb bis hin zum Totalitarismus, anderen vorzuschreiben was für sie gut oder nicht gut ist!
Fr, 17.10.2014, 13:21 | maria

habe unglücklicherweise beim surfen (nirgends gibt's was gscheit's) ca eine Hundertstelsekunde Schauplatz gesehen ;-))
Soeben ein Cola getrunken, ein echtes, kein light....ORF bleibt mir gestohlen
Fr, 17.10.2014, 12:27 | Samuel Mayrl

Wen verwundert es? Die einfache Konditorei am Eck, wird ja von den kleinen Leuten betrieben, und da hat der ORF (Gott sei Dank) noch eine Beißhemmung. Da arbeitet man sich lieber am bösen Konzern ab
Fr, 17.10.2014, 11:56 | Karli Kraus

Herr Reichel, sie müssen verstehen, die (ORFler) haben nix anderes gelernt. Die können nicht anders? Jüngstes Beispiel der ORF-Salzburg: Thema Lungau. Nichts als Plattitüden. Und das nennt man wie



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