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Werner Grotte (ORF2 Di, 09.12.2014, 20:05)
Seitenblicke

Der gemeinsame TV-Auftritt der Opernsängerin Anna Netrebko mit dem ostukrainischen Separatistenführer Oleg Zarjow samt „neurussischer“ Fahne löste hierzulande einen Sturm der Entrüstung aus – ist sie doch prominente österreichische Staatsbürgerin. Das Außenministerium bezeichnete Netrebkos Vorgehen denn auch umgehend als „absolut problematisch“.

Der ORF berichtete nicht nur im aktuellen Dienst über den Eklat. Auch in einem kurz zuvor aufgezeichneten „Seitenblicke“-Beitrag wurde die Operndiva samt Gatten, Sohn und Freundinnen zum Thema Ukraine befragt. Natürlich, so hörte man reihum, agiere man völlig unpolitisch, wolle nur die Kunst fördern. Angesichts des kurz danach erfolgten Auftrittes samt Millionenspende (Netrebko übergab dabei eine Million Rubel, rund 15.000 Euro, an die "Neurussen") nicht wirklich glaubwürdig.

Was aber noch mehr überraschte: Weder Netrebko noch ihr Mann noch ihr Sohn im Volksschulalter sprachen vor den Seitenblicke-Kameras bei einer Modenschau in Wien auch nur ein Wort Deutsch; alles wurde auf englisch beantwortet. Auch wenn das die ORF-Redakteure scheinbar nicht störte – der Seher jedenfalls fragt sich, wie man österreichischer Staatsbürger werden kann, wenn man kein Wort der Sprache seiner neuen Heimat spricht. Und das auch ganz offensichtlich danach nicht vor hat, denn die Einbürgerung der heute 43-jährigen erfolgte bereits 2006.

War die damals im Ministerrat der Bundesregierung (!) beschlossene Verleihung der Staatsbürgerschaft gar nur eine eitle politische Selbstbefriedigung, bei der der Schuss jetzt nach hinten losgeht?

Mi, 10.12.2014, 05:08 | Francesco Huber

Netrebko bestätigt einmal mehr die politisch gelebte Freunderlwirtschaft der roten Genossen und der ORF in seiner Überheblichkeit unterstreicht dies präpotent und ungeniert für seine GIS-Klientel.



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