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Andreas Unterberger (ORF2 Fr, 04.09.2015, 19:30)
Zeit im Bild

Schon wieder eine Sendung, in der sich der ORF total einseitig als SPÖ-Sender präsentierte: Der Bundeskanzler durfte sich nach der Unterredung mit dem einbestellten ungarischen Botschafter vor die Kamera stellen und in bekannter Art aufplustern. Wobei freilich nicht klar geworden ist, was er Ungarn eigentlich genau vorwirft. Aber egal. Die ORF-Sauerei ist nicht Faymanns Auftritt, sondern die Tatsache, dass der Sender nicht auch in ähnlicher Weise den ungarischen Botschafter interviewt hat (der exzellent deutsch spricht). Statt dessen gab es dann gleich nach Faymann einen Auftritt der grünen Parteichefin.

Noch eklatanter war dann die Schlagseite beim Beitrag über die Wiener Partei-Kandidaturen, die nun fix sind. Dabei wurden keineswegs alle kandidierenden Parteien genannt. Es wurde auch nicht die interessante Tatsache herausgestellt, dass erstmals eine Türken-Partei kandidiert. Nichts da, bei aller Zuwanderer-Freundlichkeit, aber die Liste schadet ja Rotgrün, daher totschweigen. Noch schlagseitiger die Illustrationen: Als einziger Politiker wurde Michael Häupl gezeigt (man fand dafür sogar eine Kamera-Perspektive, in der Häupl sympathisch und einmal nicht wie der grantige Übergewichtige im zu engen Anzug aussah). Von den anderen Parteiführern war nichts zu sehen. Natürlich, ist ja der ORF.

PS: Der Wahlkampfauftakt der Freiheitlichen fand natürlich nicht in die ZiB. Er wurde nur gleichzeitig im Teletext abgehandelt: In der üblichen hasserfüllten Kampfesdiktion: "polterte", "Gejohle" usw.

Sa, 05.09.2015, 11:43 | JA

Die Zustände im ORF und den meisten Zeitungen sind mittlerweile so unbeschreiblich verlogen, dass ich mich nunmehr fast wie in einer Diktatur fühle. Die Wahlen sind der letzte Strohalm.



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