ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (ORF2 Do, 03.09.2015, 22:30)
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„Besonders arg vergriff sich die Regierung Schüssel am Goldschatz“, formulierte ORF-Redakteur Hans Hrabal in der Wirtschaftssendung ECO in einem Beitrag über die teilweise Rückführung der österreichischen Goldreserven aus London, wo das begehrte Edelmetall seit vielen Jahren lagert, nach Wien. „In knapp zwei Regierungsperioden wurden 100 Tonnen des staatlichen Goldschatzes verkauft“, tadelte der Sprecher die böse Schüssel-Regierung, die immer schon Lieblingsfeind des Rotfunks war.

Richtig ist: Im Jahr 2000 waren noch 380 Tonnen Gold in der Obhut der Oesterreichischen Nationalbank, ein paar Jahre später waren es noch 280 Tonnen Gold, also die erwähnten 100 Tonnen weniger.

Die Regierungen davor haben es nach Ansicht des ORF-Redakteurs offenbar nicht besonders arg getrieben, sonst hätte er erwähnen müssen, dass in den Jahren 1988 bis 2000 der Goldschatz nicht um 100 Tonnen dezimiert wurde, sondern gleich um 280 Tonnen, also fast dreimal so stark.

Der Hinweis auf die „besonders arge“ Regierung Schüssel war in diesem Beitrag nicht nur völlig unnötig, sondern auch gelogen. Da hat der ORF wieder einmal unverschämt manipuliert.

Wer glaubt, dass solche scheinbar beiläufigen Formulierungen nur zufällig zustande kommen hat die Denkmuster der politischen ORF-Redakteure noch immer nicht durchschaut.

Di, 08.09.2015, 14:05 | Der Goldjunge

Damals stagnierte der Goldkurs bei ca. 280 Euro/oz, die Zinsen waren rel. hoch, die Aktienkurse vielversprechend und weltweit wurde Gold abverkauft (auch das wurde vom ORF verschlafen).
So, 06.09.2015, 12:00 | peter789

"Lügenpresse halt die Fresse" schrieb Pegida zu recht auf ihre Tafeln.
Di, 08.09.2015, 17:16 | Potentiometer

Den üblichen ideologischen Stunk
macht wieder
der rot-grüne Lügen-Funk.



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