ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (ORF1 Mi, 11.11.2015, 20:15)
DOKeins

"Settele und die 10 Verbote - Die Lust, alles zu regeln": Was hätte dieses Thema inhaltlich hergeben können. Das Leben der Bürger wird durch einen ausufernden neosozialistischen Nanny-State immer stärker reglementiert. Bürgerrechte und Meinungsfreiheit werden in der politisch-korrekten Gesinnungsdiktatur zunehmend eingeschränkt. Die Steuerquote ist so hoch wie nie zuvor.  Der Sozialstaat schafft sich auf Kosten der schrumpfenden Zahl von Unternehmern und Leistungsträgern ein Heer von Abhängungen. Nicht mehr die Freiheit und die Rechte des Einzelnen zählen, sondern das Kollektiv, die Gesellschaft, der Staat: „wir“ müssen, „wir“ schaffen das, „wir“ haben solidarisch zu sein…

All das wird in dieser Sendung, die vorgibt sich mit genau diesen unguten Entwicklungen auseinanderzusetzen, weitgehend ignoriert. Man kratzt nicht einmal an der Oberfläche, thematisiert werden das unvermeidliche Glühbirnenverbot und die Gurkenkrümmung (an denen die böse Wirtschaft, sprich die Kapitalisten, schuld sind). Der ORF, der als gebührenfinanzierte Staatsfunk ein wichtiges und großes Rad im nesozialistischen Nanny-State ist, schafft es, das Thema zu verharmlosen, ins Lächerliche zu ziehen und mit einer Prise Antikapitalismus (böse Leistungsgesellschaft und so) zu würzen. Die Grünen, die wie keine andere Partei für Verbote, Gesetzesflut, mehr Staat und Etatismus stehen, kommen gar nicht erst vor. Stattdessen darf eine Philosophin ranzige Allerweltsphrasen, ein linker Geisteswissenschaftler die unvermeidlichen antikapitalistischen Ressentiments und ein Psychologe die üblichen Klagen über die Leistungsgesellschaft von sich geben. Business as usual beim ORF.

Wenn politisch-korrekte Spießer versuchen politisch unkorrekt zu sein, dann wird es garantiert peinlich. Etwa wenn Hanno Settele - was für ein Rebell, was für ein wilder Hund – trotz „Verbotes“ mit Hemd und Hose ins Wasser springt.  Aber was kann man schon von einer Anstalt erwarten, die von staatlichen Zwangsgebühren lebt und deren primäre Daseinsberichtigung linke Hofberichterstattung ist.

Fr, 13.11.2015, 19:09 | Corvus

Es hat mich gewundert, dass der ORF überhaupt so etwas zulässt. Natürlich hätte man mehr rausholen können, aber das Gezeigte war schon kühn genug.
Do, 12.11.2015, 18:32 | Erich

Mir hat der Beitrag zum "Neger" schon gefallen. Die Bloßstellung der Tugendterroristen, die auch vor Drohungen nicht zurückschreckten, und amtlicher Wichtigmacher gegen das Negerbrot war deutlich!
Do, 12.11.2015, 08:22 | Andreas Lindner

Mir hat d.Sendung nicht schlecht gefallen, auch wenn ich Ihrer Einleitung voll zustimmen kann: Was hätte dieses Thema inhaltlich hergeben können! Interessant auch, dass sie NACH d.Wahl gesendet wurde



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