ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (Online Di, 15.12.2015, 23:32)
„Spendengelder: Fiona Grasser muss vor Gericht.“
Link: http://tirol.orf.at/news/stories/2747590/

So betitelte ORF.at eine kurze Geschichte über einen im nächsten Jahr stattfindenden Prozess. Das wäre noch kein Grund für einen ORF-Watch-Beitrag. Dass um Spendengelder prozessiert wird, kommt vor. Und wenn ein prominenter Name wie Grasser – er ist nach wie vor Liebling vieler Medien – damit verknüpft ist, dann muss ein einigermaßen ehrgeiziger Journalist zuschlagen.

Was der Durchschnittsleser mit so einem Titel verknüpft, liegt auf der Hand. Wahrscheinlich hat sie sich Spendengelder unter den Nagel gerissen. Da lesen die meisten gar nicht mehr weiter.

Wer die etwas wirre Geschichte genauer studiert, was einigermaßen mühsam ist, entdeckt den Hinweis, Frau Grasser müsse in einem dubiosen Streit um Spenden bei einem Innsbrucker Zivilprozess aussagen. Unter „muss vor Gericht“ verstehen die meisten etwas anderes. Da denkt man an eine Anklage durch die Staatsanwaltschaft nach massiven Verdachtsmomenten.

So etwas ist in dieser Form aufbereitet – mit bewusster Irreführung im Titel – ist nur noch letztklassigen Boulevardmedien eine Meldung wert. Und auch das nur dann, wenn damit ein Name wie Grasser verknüpft ist. Daraus eine Geschichte mit dem Titel „Fiona Grasser muss vor Gericht“ zu konstruieren ist gelinde gesagt seltsam. Bei dem nach Selbsteinschätzung höchst seriösen ORF.at ist man möglicherweise sogar stolz auf so eine Meldung. Tatsächlich ist man auf tiefstes Boulevardniveau abgestürzt.

Do, 17.12.2015, 22:54 | Herwig Mankovsky

Und heute, 17.12., im Sudel-TV: Y-line Prozess, nebenbei natürlich die Erwähnung, dass Grasser auch einmal geschäftlichen Kontakt hatte.
Einfach so nebenbei....
Mi, 16.12.2015, 15:45 | Kufsteiner

Das ist wieder einmal der typisch miese Stil der ORF-Sozn, die da eine Anklage suggerieren (muss vor Gericht) wollen. Die Schlammlawine vom Küniglberg.
Mi, 16.12.2015, 09:51 | Nietzsche

OT: Hat jemand gestern SOKO Donau gesehen? Ich habe nach ein paar Minuten abgedreht - wegen der absurden Anti-FPÖ-Hetze.
Mi, 16.12.2015, 08:25 | usos

Genau die gleiche Meldung wurde heut in der Früh auf Puls4 verbreitet.
Mi, 16.12.2015, 19:08 | grantiger

Puls 4 schlägt in der nach oben offenen Gutti-Skala den ORF noch. Wenns nicht so traurig wäre, könnte man lachen bei deren "Nachrichten"sendungen.
Mi, 16.12.2015, 00:41 | Boxberger

Da wird manipuliert auf Teufel komm raus. Und die Zwangsgebührenzahler werden für dumm verkauft.



Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Kommentar senden