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Andreas Unterberger (Online Di, 15.03.2016, 17:28)
Das Hilfsbataillon der SPÖ
Link: http://orf.at/stories/2329748/

Kaum wagt die ÖVP der SPÖ einmal mutig entgegenzutreten, bringt der ORF sofort die Giftgasgranaten zum Einsatz. Diesmal ist Familienministerin Karmasin das Ziel. Sie hat es verständlicherweise gewagt, nach zwei Jahren ergebnisloser Verhandlungen die Gespräche über eine Reform des Familiengeldes als „gestorben“ zu bezeichnen, da treten schon die roten Hilfsbataillone im ORF in Aktion. Karmasin wird mit einem Meuchelfoto online gestellt und als „stur“ bezeichnet (ohne Anführungszeichen). Die SPÖ dagegen wird ganz lieb als faserschmeichelweich verhandlungswillig dargestellt.

ORF-Objektivität halt. Würde die AZ noch existieren, könnte es dort auch nicht parteiischer zugehen. Aber damals haben wenigstens noch die Genossen selbst dafür bezahlt. Heute dürfen wir alle für die SPÖ-Propaganda zahlen.

PS: Die bisher völlig irrelevante Karmasin zeigt nun (nach ihrer mutigen Aktion in Sachen Wiener Islam-Kindergärten) nun schon zum zweitenmal  Profil. Freilich geht es beim neuerlichen Herumreformieren am Familiengeld um kein ganz zentrales Thema, kennt sich doch hier eh kein Mensch mehr aus. Man hätte sich diese Konsequenz im letzten Jahr viel mehr bei den viel wichtigeren Themen Steuerpaket, Pensionspaket, Bildungspaket und „Haus der Geschichte“ gewünscht, wo die ÖVP am Ende jedes Mal voll eingegangen ist.

Nachträgliche Ergänzung: Der Mut der Familienministerin durfte – fast wie befürchtet – nur wenige Stunden dauern. Und schon wurde sie vom eigenen Parteichef wieder zurückgepfiffen, der die ÖVP immer mehr zu einer Außenstelle der SPÖ verwandelt (siehe die oben genannten Beispiele, wo jedes Mal er persönlich für das Einknicken der ÖVP verantwortlich war).

Dafür muss man umso tiefer den Hut vor ZiB-Moderator Rainer Hazivar ziehen, der es wagte, in der ZiB die Karmasin-Aktion als „verständlich“ zu bezeichnen. Ob er's nur aushalt, der Hazivar?

Mi, 16.03.2016, 19:43 | Freier Mensch

Frau Karmasin versucht, sich bereits für die Zeit nach den nächsten Wahlen zu positionieren !! Als Juniorpartner der FPÖ wird schon jetzt um die besten Pfründe und Versorg.posten gerungen ! Geil......
Do, 17.03.2016, 11:10 | Imgur

ihre Glaskugel reicht aber weit, bis 2018. Könnens mir die Lottozahlen für nächste Woche auch sagen?
Do, 17.03.2016, 12:46 | Freier Mensch

@ Imgur
Aber gerne : 417 326 981 229 336 Zus.Zl. 871 , dies alles ohne Gewähr !
Mi, 16.03.2016, 09:53 | guebra

Solange die Schwarzen selbst nicht hinter Mitterlehner stehen, kann er keine Neuwahl wagen. Wenn es schiefginge würde er schließlich auch kritisiert.
Di, 15.03.2016, 19:25 | Josef Maierhofer

Ich bin für die Privatisierung des ORF und Entlassung aus dem Staatsauftrag und aus der Pflichtgebühr, dann kann er den ganzen Tag 'Rotfunk' betreiben, aber nicht mehr auf Steuerzahlers Kosten.
Di, 15.03.2016, 20:44 | Ichwillfreibleiben

Nachdem der Link offensichtlich nicht funktioniert: auf der Seit "P on" gibt es eine Petition gegen ORF-Gebühren
Di, 15.03.2016, 20:49 | Karli Kraus

ja eh, aber es traut sich keiner weil sie nicht wissen wie das Experiment ausgeht. wenn die ÖVP wüsste, dass es zum Vorteil gereicht würde sie es machen, aber sie weiss es nicht !
Di, 15.03.2016, 18:51 | grantiger

nach Neuwahlen unter Blau/schwarz würde es diese Diskussion nicht mehr geben. Nur traut sich die schwarze Nomenklatura die Neuwahl nicht zu. Angst vor (berechtigten) Wahlverlusten, lässt sie ausharren
Di, 15.03.2016, 18:24 | Herwig Mankovsky

Wenn sich`s die ÖVP-Weichlinge gefallen lassen......
Di, 15.03.2016, 22:10 | Ingrid B.

ja, das sind wirklich Leut ohne Rückgrat, lassen sich gefallen, dass der Kanzlerdarsteller tut, als seien wir in einer SPÖ-Alleinregierung - wie die ganze Sendung im Zentrum unmöglich war
Di, 15.03.2016, 23:30 | carambolage

Dieser Mitterlehner kann nur cojones in Erbsengröße haben. In Allem ließ er sich bis jetzt vom Koalitionspartner übern Tisch ziehen.
Mi, 16.03.2016, 09:55 | guebra

Die Intrigen in der ÖVP sind das Problem. Die SPÖ hat einen Vorteil: sie steht nasch außen immer hinter dem Chef, auch wenn er oft kritisiert wird.



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