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Kurt Ceipek (ORF2 So, 10.04.2016, 12:00)
Wahl 16

ORF-Moderatorin Patricia Pawlicki übernahm in der Pressestunde mit FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer sofort die Rolle eines giftigen und bösen Racheengels. „Warum steht auf ihrem Wahlplakat ,Norbert Hofer – Bundespräsident?' Das ist doch Amtsanmaßung.“ Mancher Österreicher könnte meinen, Hofer sei bereits Bundespräsident und Amtsanmaßung sei ein schweres Delikt, wetterte sie.

Ob es wirklich auch nur einen wahlberechtigten und zurechnungsfähigen Österreicher gibt, der aufgrund eines Wahlplakates (das ganz groß ein Kreuz wie auf einem Wahlzettel zeigt) glaubt, Norbert Hofer sei schon Bundespräsident, wird man vermutlich schwer ermitteln können. Wahrscheinlich gibt es nicht einen einzigen solchen Menschen.

Aber die Pawlicki ließ nicht locker, und ritt weiter auf der „Amtsanmaßung“ herum.

Dann wartete sie mit einer weiteren scharfen Frage auf, die sie vermutlich für originell hielt: „Wie oft, glauben Sie, wird Strache am Tag bei Ihnen anrufen, wenn Sie Bundespräsident sind?“ In diesem Fall steckt die Botschaft an die Zuseher in der Frage, denn eine konkrete Antwort kann die ORF-Dame ja nicht erwartet haben.

In diesem Stil ging es eine knappe Stunde lang weiter.

Die Empörung vieler ORF-Watch-Leser über Stil und Inhalt der Fragen von Patricia Pawlicki war groß. „Gegen Schluss des Interviews fragte ORF-Frau Pawlicki Herrn Hofer zu seinem auffallend oftmaligen Fehlen im Sozialausschuss des Nationalrats“, empörte sich ein Leser. Hofer konnte zur Beantwortung dieser Frage, auf die er offenbar gewartet hatte, ein breites Grinsen nicht unterdrücken. „Genau diese Frage steht in einem Strategiepapier des Hundstorfer-Teams, in dem genau steht, was man dem Norbert Hofer vorwerfen soll“, freute sich der Präsidentschaftskandidat, dass die Falle bei der Fallenstellerin zugeschnappt hatte und hielt besagtes Strategiepapier stolz in die Kamera. Damit brachte er die streitlustige ORF-Dame beträchtlich ins Stottern.

Anmerkung des ORF-Watch-Lesers dazu: „Der rote ORF ist entlarvt!“

Die Erklärung Hofers zu seinem Fehlen bei einigen Sitzungen brachte sein Gegenüber vollends aus der Fassung. Er sei in der angesprochen Zeit wegen einer schweren Beinverletzung nach einem Unfall längere Zeit im Krankenhaus gelegen, sei aber dennoch in einer Statistik der fleißigsten Abgeordneten insgesamt auf Rang 6 gereiht worden.

Auch ein anderer Pressestunde-Zuseher und ORF-Watch-Leser freute sich über den gelungenen Konter Hofers: „ Ein bisserl rot und hektisch ist sie wenigsten geworden.“ (die Pawlicki, Anm.). Für ihn als Zuseher stelle sich aber in diesem Zusammenhang die Frage: „Wer liefert wem zu? Der ORF der SPÖ, oder umgekehrt?“ Und fügt resigniert hinzu: „Eigentlich egal.“

Um letztlich bei seinen Überlegungen zu den Querverbindungen zwischen SPÖ-Wahlkampfteam und ORF-Politikredaktion zur Erkenntnis zu gelangen: „Wenn es aussieht wie ein roter Sumpf riecht wie ein roter Sumpf und sich anhört wie ein roter Sumpf, ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass es sich um einen roten Sumpf handelt.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dem Dank an unsere eifrigen, diskussionsfreudigen ORF-kritischen Leser, deren Zahl erfreulicherweise steil ansteigt.

Do, 14.04.2016, 01:57 | Korpus

Der ORF will nicht über Politik berichten, sondern Politik machen. Und Van der Bellen soll nach ORF-Wunsch Bundespräsident werden. Dafür ist den ORFlern jedes Mittel recht.
Do, 14.04.2016, 01:59 | Scheiner

Sogar Hundstorfer wird dafür vom ORF schlecht gemacht.
Mi, 13.04.2016, 09:19 | Zymotic

Mancher Österreicher könnte meinen, Hofer sei bereits Bundespräsident und Amtsanmaßung sei ein schweres Delikt, wetterte sie. Es gibt offenbar nur eine Österreicherin, die das glaubt: Pawlicki! :-)
Di, 12.04.2016, 19:04 | Margarete

Die Interviewerin Fr. Pawlicki fühlte sich in ihrem Element, sie präsentierte sich niveaulos & Hass versprühend, ohne Objektivität, es war beschämend. Aber damit hat sie sich selbst degradiert !
Di, 12.04.2016, 08:03 | Freier Mensch

Ihr Papa hat ja noch den Conrads Heinzi am Klavier begleitet . Der hätte sich wohl sein Bumpferl im Klavier eingezwickt, wenn er gewusst hätte, was für ein charakterloses Schei$$haus er da zeugt !!!!!
Mo, 11.04.2016, 23:35 | Herwig Mankovsky

Unlogische, primitive Stänkerei, mehr schafft diese merkwürdige Dame nicht.
Aber was soll´s, ORF-Niveau, wie so oft.
Mo, 11.04.2016, 23:21 | mayerhansi

eine weitere Frechheit seitens des ORF war das Servieren von Wassergläsern zuerst an die Interwiewer und erst danach an den Gast, nach seiner Bemerkung, daß ein Glas Wasser eine sehr gute Idee wäre!
Mo, 11.04.2016, 21:26 | Bank-imun

Einfach widerlich, man möchte bei diesen gfernzten Fragen lautstark in ein Schreikissen plärren. Man merkt die Absicht, den Kandidaten möglichst schlecht aussehen zu lassen, auf 10 km Entfernung.
Mo, 11.04.2016, 17:36 | sokrates9

.es gibt zumindest einen zurechnungsfähigen? Österreicher der glaubt dass das Amtsanmaßung ist: Pawlicki !!
Mo, 11.04.2016, 11:00 | Josef Maierhofer

Bessere Werbung für Hofer konnte die Dame nicht machen, schlechtere für den ORF offenbar nicht.
Mo, 11.04.2016, 10:23 | Zwergechse

Betrüblich dass e Fr. Pawlicki die aus d. vornehmen Kreisen stammt (Tochter d. berühmten Musikers&Komponisten Norbert Pawlicki) zu solchen Methoden greift. Verheiratet mit Kurier-Chefred.Brandstätter
Mo, 11.04.2016, 10:16 | Ingrid B.

Zum Strategiepapier der SPÖ: da zeigt sich, wie recht Ing. Hofer hatte, das Fairnessabkommen nicht zu unterscheiben. Die Schlammschlacht ist Teil des Programms.
Mo, 11.04.2016, 10:15 | antony

Aha, derartiges ist also mit vereinbarten Fairnessabkommen gemeint!
Und die Schmerzensschreie ob der ständigen Schüsse ins eigene Knie werden immer lauter. Rotgrün-Funk eben. Unfassbar!
Mo, 11.04.2016, 10:13 | Ingrid B.

Tja, g'schaffte Arbeit muss man tun, das ist beim ORF scheinbar so.
Nur diesmal war nicht der Befragte, sondern die Befragerin am Glatteis ausgerutscht - gegen den Plan. Gut gemacht Herr Hofer.
Mo, 11.04.2016, 10:12 | Mario Gut

Fr. P. war auf das Gespräch nicht vorbereitet, sondern vom überbordenden,vorauseilenden Gehorsam manisch getrieben-"sehr her, wie ich Herrn Hofer auf die Zehen steige" - permanente Verbissenheit.
Mo, 11.04.2016, 08:24 | Taurus

Besonders krass war der Unterschied zum zuvor stattgefundenen "Geplauder" mit Herrn VdB. Das war Gruppenkuscheln. Ich dachte schon die Standard-Tante bringt ihm gleich einen Kaffee.
Mo, 11.04.2016, 07:34 | frustrierter Bürger

Das gestrige "Interview" hat denkenden Leuten gezeigt, welches Ungeziefer ORF- Formate präsentieren darf! - Papa schau oba und sei stolz auf Deine Tochter!
Mo, 11.04.2016, 01:23 | Eahlstan

Frau Pawlicki sollte sich dann doch noch einmal §314 StGB durchlesen.
"Wer sich die Ausübung eines öffentlichen Amtes anmaßt oder, ohne dazu befugt zu sein, eine Handlung vornimmt, die nur kraft eines
Mo, 11.04.2016, 01:27 | Eahlstan

öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf..."
Bundespräsident auf ein Wahlplakat zu schreiben ist wohl weder das eine noch das andere.
Mo, 11.04.2016, 00:52 | Bayer-Bauer

Ich mag FPÖler nicht, aber so zu interviewen wie es Frau Pawlicki getan hat ist eine Frechheit. So treibt man dem Hofer nur noch mehr Wähler zu. Aber das begreifen die Roten nicht.
Mo, 11.04.2016, 09:55 | elfriede stutzmann

Mo, 11.04.2016, 00:37 | gerard

Wenn etwas riecht, ausschaut und sich anhört wie rote Scheisse, ist es
bestimmt die Wahlkampfagitation des ORF. Come da solito.
Mo, 11.04.2016, 06:49 | Herwig Mankovsky

So ist es.
Weg mit dem ÖsterreichischenRotgrünFunk!



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