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Kurt Ceipek (oe1 Mi, 27.04.2016, 18:30)
Klartext. Ein Beitrag zur Streitkultur

Der endgültige Kampf um die Bundespräsidentschaft in Österreich wurde in Ö1 und ORFIII mit einer Diskussion zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen eröffnet. Nicht ganz unerwartet setzte der frühere Grünen-Chef zu einer Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik an. Man müsse scharf trennen zwischen Wirtschaftsmigration und Flüchtlingen. Für Wirtschaftsmigranten sei angesichts von 500.000 Arbeitslosen in Österreich kein Platz. Für Flüchtlinge, die durch von Krieg und Tod bedroht seien, müsse man die menschenrechtlichen Verpflichtungen einhalten.

Ob Wähler, die Van der Bellen kritisch sehen, ihm seine Kehrtwendung abnehmen, wird wohl erst das Wahlergebnis zeigen. So manchem linken Gutmenschen dürften die folgenden Sätze Van der Bellens zum Thema Flüchtlinge allerdings heftige Magenkrämpfe oder gar Wutausbrüche beschert haben. Der „unabhängige“ Grüne im O-Ton: „Die Neuankömmlinge haben sich anzupassen und unsere Werte zu akzeptieren. Gewalt ist absolut inakzeptabel und sexuelle Belästigung ist absolut inakzeptabel. Da gilt das Strafrecht für alle gleich.“

Bislang war ja im links-grünen Lager eher die Meinung vertreten worden, man müsse bei armen traumatisierten Flüchtlinge für derartige „Belästigungen“ Verständnis aufbringen und Milde walten lassen. Ein Risiko geht Van der Bellen mit solchen Aussagen wohl nicht ein, weil ihm viele Linke für seine kritischen Anmerkungen über Flüchtlinge zwar grollen mögen, ihm aber dennoch ihre Stimme geben werden, um den aus dem rechten Lager kommenden Hofer als Bundespräsidenten um jeden Preis zu verhindern.

Im Gegenzug überraschte der überlegene Sieger des ersten Wahlganges mit der Aussage, ihm wäre es lieber, es gäbe an der Brennergrenze keinen Zaun. Er fügte allerdings hinzu: „Ich sehe aber keine andere Möglichkeit, solange die Schengen-Außengrenze nicht gesichert ist.“

Ein heftiges Plädoyer brachte Hofer für den Ausbau der direkten Demokratie. Über den derzeit verhandelten internationalen Handelsvertrag TTIP müsse eine verbindliche Volksabstimmung entscheiden, forderte Hofer. Van der Bellen ging noch weiter. Er würde ein TTIP-Abkommen gar nicht unterschreiben. „Da ersparen wir uns die Volksabstimmung.“

Natürlich konnte sich Klaus Webhofer eine Frage an Hofer zum Thema Burschenschafter nicht verkneifen. Der war darauf natürlich vorbereitet und meinte trocken: „Es gibt nette und weniger nette Burschenschafter, wie in anderen Bevölkerungsgruppen auch.“ Und er erinnerte daran, dass SPÖ-Gründer Viktor Adler auch Burschenschafter gewesen sei.

Zeitungskommentatoren befürchten für die nächsten Wochen einen erbitterten Lagerkampf zwischen dem linken Lager, das die „Nazi-Keule“ gegen den FP-Kandidaten auspacken werde, und den Bürgerlichen. Die beiden Kandidaten wollen von so einem Lagerkampf offenbar nichts wissen und behandelten einander mit ungewohntem Respekt. Vielleicht wird das der erste faire Wahlkampf in Österreich seit Jahrzehnten.

Allerdings gibt es Wunder auch in Österreich nur selten.

Di, 03.05.2016, 15:51 | franzkafka

Man sollte vielleicht erwähnen, dass auch der Kanzlerlenker- und henker Michael Häupl Mitglied der Burschenschaft in Krems war, einer tiefschwarzen...
Fr, 29.04.2016, 00:33 | Blick ins Archiv

Kann Herr v.d.Bellen vielleicht erklären, wieso jemand Scheisse sein muß, wenn er von "Heimat" spricht und wieso man eine rot-weiß-rote Fahne nehmen soll, wenn man Hundescheisse wegräumt?
Sa, 30.04.2016, 03:50 | Freier Mensch

Nein, kann er nicht ! Weil er selber Schei$$e ist, Sch.. redet und Sch... denkt !! Deshalb !!
Do, 28.04.2016, 20:35 | Kampl

Eigentlich ist völlig wurscht wer in der Hofburg sitzt. Jeder Bundespräsident fühlt sich spätestens nach zwei Monaten wie ein Kaiser und verhält sich auch so.
Do, 28.04.2016, 20:16 | usos

h t t p s://www.youtube.com/watch?v=n8LZyIbWtjg&feature=youtu.be

Unbedingt ansehen!
Do, 28.04.2016, 12:56 | Kläffer

Van der Bellen wirkte phasenweise völlig desorientiert und fragte, "was hab ich gesagt?" oder "das soll ich gesagt haben?". Hofer entspricht so gar nicht dem Klischee des polternden FPÖlers.
Do, 28.04.2016, 10:48 | Dr.Fischer

Einen gedankenverlorenen, ständig den Faden verlierenden, "überparteilichen" (-lach-) Mann noch an die Wahlfront zu schicken, ist eigentlich ein starkes Stück von Mißbrauch
Fr, 29.04.2016, 00:46 | Blick ins Archiv

Der eine Herr ist unabhängig von der SPÖ, aus der er ja nie ausgetreten ist, und der andere ist unabhängig von den Grünen, weil ausgetreten ist dieser zweite ja nur aus der SPÖ, früher halt.
Do, 28.04.2016, 10:16 | Josef Maierhofer

Ja, Wunder gibt es in Österreich selten, eher ein Blaues oder ein grünes Wunder, wir werden es am 22. Mai wissen. Jedenfalls ich wähle Herrn Ing. Hofer.
Do, 28.04.2016, 05:36 | randy andy

DAS wird angeheizt durch die ganzen Systemlinge im Propagandamainstream, die dreckigste Schlammschlacht Europas ever werden; und Wendehals VdB als Präsi ? dann gehts weiter wie bisher !
Do, 28.04.2016, 01:18 | wienerhans

weniger der "fairste" - mehr der "verlogenste" !



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