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Andreas Unterberger (Online Do, 23.06.2016, 17:46)
ORF-Automatik: Die ÖVP ist schuld
Link: http://orf.at/#/stories/2346032/

Das ist ein neues Musterbeispiel dafür, dass ORF-Online-Texte genau so klingen, wie wenn sie von SPÖ-Spin-Doctoren direkt diktiert worden wären. In diesem Bericht geht es um den (bekanntlich völlig außerhalb des Koalitionsabkommens stehenden) Vorstoß des neuen SPÖ-Chefs Kern in Richtung Maschinensteuer („Wertschöpfungsabgabe“) sowie Arbeitszeitverkürzung und dessen Ablehnung durch die ÖVP.

Schon der Einstieg könnte gar nicht polemischer sein: „Drei Tage vor der Wahl Christian Kerns zum neuen SPÖ-Vorsitzenden scheint nichts mehr übrig geblieben vom 'Ich will' des Koalitionspartners.“ Damit ist von vornherein klar: Die ÖVP ist böse, bevor man überhaupt liest, worum es geht. Sie hält sich, würde man diese Formulierung glauben, nicht an das, was sie zugesagt hat.

Als ob sie auch nur einer dieser Forderungen direkt oder indirekt zugestimmt hätte. Als ob die ÖVP mit dem „Ich will“ Reinhold Mitterlehners (zu ganz anderen Aussagen!) der SPÖ eine Blanko-Vollmacht zum Alleinregieren gegeben hätte. Ganz ähnlich hat der ORF ja auch gegen die ÖVP geschäumt, als die ÖVP-Parlamentsfraktion beim Rechnungshof einen eigenen Kandidaten und nicht den der SPÖ durchgebracht hat.

Genauso schlagseitig geht es weiter: Mitterlehner und Finanzminister Schelling haben zu einem Hintergrundgespräch geladen, heißt es da, „um die Forderungen Kerns, über Wertschöpfungsabgabe und Arbeitszeitverkürzung nachzudenken, abzuschmettern.“ Die Semantik solcher Sätze ist eindeutig: Die einen, die Lieben, wollen ja nur „nachdenken“, die anderen, also die Bösen, „schmettern ab“. Vermutlich haben sie ja sogar brutal abgeschmettert, das gehört eigentlich noch nachgetragen.

Und dann: „Die Bundes-SPÖ wollte sich davon nicht provozieren lassen.“ Damit wird klar und polemisch gesagt: Die ÖVP provoziert (nur weil sie zu nie abgesprochenen Forderungen Nein sagt). Und die liebe SPÖ (die eigentlich selbst mit solchen unabgesprochenen Forderungen provoziert hat) verhält sich staatstragend.

Die Botschaft ist eindeutig: Die ÖVP ist der ständige Störenfried. Und die SPÖ ist vernünftig genug, sich nicht auf dieses schändliche Spiel, das ja schon in den ersten Sätzen des Artikels „erklärt“ wurde, einzulassen. Gut und Böse sind klar zugeordnet. Wer braucht da noch Objektivität?

Es mag ja durchaus sein, dass auch dieser Text wie so viele andere zum Teil oder zur Gänze aus der APA übernommen worden ist. Aber erstens befreit das den ORF nicht von seinen eigenen gesetzlich festgehaltenen Objektivitätspflichten. Zweitens ist der ORF selber Mehrheitseigentümer bei der APA, also mitverantwortlich für deren Entwicklung. Und drittens weiß wirklich schon die ganze Branche, dass die APA in der gesamten Innenpolitik seit einiger Zeit schwer links ist. Und zwar radikal und polemisch (Weshalb auch einige Medien schon den Ausstieg bei der APA überlegen).

PS: Bei Online-Passagen wurden hier die entsprechenden Passagen wörtlich zitiert, weil der ORF ja gerne noch nachträglich seine Schlagseite wegzukorrigieren versucht.

So, 26.06.2016, 08:09 | antony

Na ja, der Mitterlehner will halt solang es nur irgendwie geht versorgt sein.
Aber Herr Mitterlehner; sie werden's demnächst trotzdem sagen müssen; "Es reicht"; ihnen vielleicht nicht, aber dem Volk!
Sa, 25.06.2016, 19:27 | Warum wohl?

" . . . dass ORF-Online-Texte genau so klingen, wie wenn sie von SPÖ-Spin-Doctoren direkt diktiert worden wären".

Ihro Gnaden scherzen: sie SIND direkt von SPÖ-Spin-Doctoren diktiert worden!
Sa, 25.06.2016, 13:38 | einstÖVPjetztirgendwieverloren

Es ist sehr einfach - stimmt die ÖVP zu "Maschinensteuer" und "Arbeitszeitverkürzung" zu, ist sie für immer erledigt. Der Herr "Manager" (LOveryveryL) wird sich noch wundern, hoffentlich halt.
Sa, 25.06.2016, 03:53 | Andreas Berger

Ich plaziere regelmäßig auf der FB Siete der Zib Links zu orf-watch und andreas-unterberger.at Und was machen die?. Immer löschen. Die Wahrheit wollen sie nicht hören und nicht verbreitet sehen.
Fr, 24.06.2016, 22:15 | wernmannfayer

Na das war doch jedem klar, dass nachdem sich die Sozen gerade selbst zerlegen, im Staatsfunk die blanke Angst regiert. Am Küniglberg tobt der Kampf ums sprichwörtliche Leiberl. Zurücklehnen und ....
Fr, 24.06.2016, 17:21 | Alles wahr, aber -

- was will man von den ORFlern erwarten, die auf Gedeih und Verderb davon abhängen, dass sie "rot" denken und berichten. Bei denen ist es wie bei einer Stampede: Zauderer werden niedergetrampelt.
Fr, 24.06.2016, 09:14 | mike

da sagte doch mal ein Fußballtrainer: "Fußball ist ein Scheißspiel", da sagte doch auch ein ORF-Seher: der OR ist ein....
Fr, 24.06.2016, 08:12 | Ingrid B.

Kern hat es ja in er Hand. Die nächste Wahl und er schafft die absolute Mehrheit, dann braucht er sich ja mit dem Koalitionspartner nicht mehr zu quälen. Hahihaha.
Fr, 24.06.2016, 07:58 | Darth Maul

OFF TOPIC: 24.6.16, das ENDE der Probaganda und false flag aktionen, das Ende der Systemlinge und ihrer Vasallen hat begonnen......JUBEL !!
Do, 23.06.2016, 22:20 | openmind

Solange der offensichtlich größte Teil der Bevölkerung sich hauptsächlich um Fußball, Bier, Wein, Schnitzel und Schweinebraten kümmert, werden diese Ideologen machen was sie wollen.
Fr, 24.06.2016, 00:11 | Wuifaeh

Völlig richtig, nur essen wir in unseren Breiten immer noch Schweinsbraten und überlassen den unsäglichen Schweinebraten doch lieber unseren Nachbarn ;-)
Fr, 24.06.2016, 08:10 | Ingrid B.

Wuifaeh: sehr gut, immer wieder drauf hinweisen! Wiederholen und festigen. Sonst geht unsere Sprache wirklich noch total verloren!!
Fr, 24.06.2016, 10:26 | Brecher

Wer weiß wie lange es in Österreich noch erlaubt sein wird, Schweinsbraten zu essen.
Do, 23.06.2016, 20:26 | Josef Maierhofer

Hoffentlich wird der ORF bald privatisiert.
Do, 23.06.2016, 19:50 | Cotopaxi

Und, soll uns die ÖVP jetzt leid tun? Sie weiß seit Jahren, wem sie das Ja-Wort aufdrängt und wer der Lasser und wer der Tuer in dieser Beziehung ist.
Do, 23.06.2016, 18:52 | wolfgang

Die müssen so berichten- ansonsten sind deren Pfründe weg! Darum: einfach umschalten auf andere Medien!
Do, 23.06.2016, 18:45 | Karli Kraus

Wäre der ORF eine Zeitung, würde ich E. Kästner zitieren:
Da es immer so gewesen, wozu dann noch Zeitung lesen?
Der ORF bleibt wie er ist und das ist eine Drohung!
Do, 23.06.2016, 18:38 | Herwig Mankovsky

Und wieder die Frage: Was unternimmt die ÖsterreichischeVeiglingsPartei dagegen? NIX.



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