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Andreas Unterberger (ORF2 Mi, 06.07.2016, 19:30)
Zeit im Bild

Die Nachfrage nach Waffen in Österreich steigt "wie noch nie". Das ist dem ORF die Spitzenmeldung der ZiB wert. Durchaus ein interessantes Thema. Durchaus zutreffend ist auch der vom Staatssender erstaunlicherweise dafür eingeräumte Grund: Die Österreicher dürften sich "vor den Flüchtlingen fürchten". Wobei man da sogar hinzufügen müsste: Es gibt neben der Angst vor den Flüchtlingsmassen auch guten Grund zur Angst vor georgischen Einbrecherbanden oder vor Bosniern, die Polizisten ermorden oder die in Einfamilienhäusern den bosnischen Volksbrauch einer "Home invasion" praktizieren.

Der ORF wagt erstaunlicherweise nicht einmal irgendwie zu behaupten, dass es für diese Angst doch gar keinen Grund gäbe. Erstaunlich wahrheitsgetreu das alles, denkt man sich da überrascht - bis dann doch mit aller Gewalt der übliche ORF-Spin einsetzt. Der diesmal sogar die Grenzen zur Lächerlichkeit überschreitet.

Da knödelt zuerst der ja immer besonders linksverkrampfte Tarek Leitner (ohne irgendeinen Beweis zu haben) herum, dass es da wohl nur selten um "Österreicherinnen" ginge. Der Schlichtkopf zählt Frauen offensichtlich nicht zu den Österreichern zählt. Das ist aber auch inhaltlich erstaunlich: Woher glaubt Leitner zu wissen, dass Frauen weniger Grund hätten, sich zu fürchten?

Umgehend hat der ORF auch sofort eine Therapie für diese Entwicklung bei der Hand: Es gelte - nein nicht etwa den Grund der Furcht abzubauen, nicht etwa dafür zu sorgen, dass keine weiteren "Flüchtlinge" oder Polizistenmörder mehr nach Österreich kommen. Dieser an sich logische Schluss kommt dem ORF nicht in den Sinn. Er schließt vielmehr aus der Furcht der Österreicher vor den Flüchtlingsmassen, dass es nun gelte, "die Waffengesetze rasch zu verschärfen". Es ist zwar schleierhaft, woher der Staatssender die absurde Logik eines solchen Zusammenhangs nimmt. Diese Aussage ist nämlich nur eines: hirnlos, aber stramm links.

Und als angeblicher Beweis für diesen seltsamen Spin wird ein halbes Dutzend Mal auf "Experten" verwiesen, die das sagen würden. Freilich wird von denen nur ein einziger vorgestellt. Es ist ein Psychologe - ausgerechnet vom "Kuratorium für Verkehrssicherheit". Und der kritisiert einzig ein totales Randproblem bei der Waffenscheinvergabe (die mehrfachen psychologischen Untersuchungen bei unterschiedlichen Gutachtern).

Nicht einmal der ORF kann sagen, was das mit der endlich von ihm selbst eingestandenen wachsenden Furcht der Österreicher vor den Flüchtlingen zu tun haben soll.

PS: Ein paar Sekunden wird in dieser Sendung auch über Hausdurchsuchungen bei den ÖBB berichtet. Ein riesiger internationaler Kartellskandal mit führender Involvierung der heimischen Staatsbahn ist offenbar von der EU aufgedeckt worden. So viele Zeit hat man dann freilich nicht mehr, auch zu sagen, wer denn in den letzten Jahren für die ÖBB hauptverantwortlich gewesen sein mag. Der Bahnhofsvorstand von Bischofshofen wird es ja wohl nicht gewesen sein. Man stelle sich im Gegensatz dazu vor, wie die Reaktion des ORF wäre, wenn der Skandal nicht den jetzigen Vorsitzenden der SPÖ, sondern den einer anderen Partei (außer natürlich der Grünen) getroffen hätte. Dann wäre das nicht nur die breit ausgewalzte Spitzenmeldung gewesen, dann hätte es dazu auch Runde Tische und das ganze sonstige Instrumentarium eines Kampagnesenders gegeben. Dann wäre dabei vor allem die Frage ins Zentrum gerückt worden, ob ein so schwer belasteter Mann in der Spitzenpolitik noch tragbar ist. Aber in einem Wrabetz-Dittlbacher-Bürger-Fernsehen kann Herr Kern vor solchen journalistischen Anwandlungen sicher sein, dass sein Name in einem negativen Zusammenhang auch nur erwähnt wird.

Do, 07.07.2016, 14:37 | El Capitan

Gegen ZiB sind Gerhard Polt, Dieter Nuhr, Torsten Sträter, Andreas Vitasek und andere ein 'flatus in silva'. Der Unterschied: Die Politcomedy des ORF ist ideologisch implantiert und unfreiwillig.
Do, 07.07.2016, 11:49 | Proveritas

Nett, dass sich einige d. ORF n mehr antun. Allein - das ist aber n. d. Lösung. Die massive einseitige Beeinflußung naiver Gemüter durch falsche Informatione etc. ist absolut destruktiv u zu bekämpfe
Do, 07.07.2016, 10:32 | Josef Maierhofer

Der ORF gehört privatisiert, dann ist es völlig frei, was er sendet und was nicht.
Do, 07.07.2016, 20:05 | Bernhard Rohrbeck

Würde die Privatisierung etwas ändern? Der Blick über den Atlantk bietet eine ganze Reihe an privaten Sendern an deren "Qualitäts"Stufe der ORF nahtlos angeschlossen hat.
Ginge es denn nicht viel...
Do, 07.07.2016, 20:07 | Bernhard Rohrbeck

..mehr darum den öffentlichen Rundfunk FÜR die Öffentlichkeit zurück zu erobern? Nachdem dieser durch die Öffentlichkeit finanziert wird? Gleiches bei der Wiener Zeitung.
Do, 07.07.2016, 09:27 | keinorf

Mich wundert, wer den Popagandasender überhaupt noch anschaut? Der Schundsender ORF 1 dürfte ja ohenhin schon unter 10 Prozent Reichweite haben!
Do, 07.07.2016, 08:40 | Zymotic

Dazu kann ich nur sagen: ORF, die Massenverblödungswaffe mit drei Buchstaben.
PS.: Natürlich nur von und für linke Schwachköpfe :-)
Do, 07.07.2016, 07:00 | randy andy

Ich bewundere euch dafür, dass ihr es schafft euch diesen Zwangsgebührenmist aka ORF überhaupt anzusehen ! Zum Wohle meiner Gesundheit mache ich das seit Jahren nicht mehr (und MUSS trotzdem zahlen)
Mi, 06.07.2016, 23:52 | Keyel Brandon

Den ganzen letzten ÖBB-Absatz kann ich zu 100% unterstreichen und habe ich mir nahezu 1:1 auch so gedacht. Ein Irrsinn wie dieser Sender instrumentalisiert um nicht zu sagen schwerst missbraucht wird!



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