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Kurt Ceipek (ORF2 Mo, 01.08.2016, 21:05)
Sommergespräche

Dass das ORF-Programm im Sommer noch schwächer ausfällt als im restlichen Jahr ist man gewöhnt. Das „Sommergespräch“ mit Matthias Strolz hat diese Erkenntnis untermauert.

Susannen Schnabl eröffnete gleich mit einer besonders seltsamen Frage: „Welche Antworten haben die Neos auf die letzten zwei blutigen Wochen?“ Natürlich haben auch die Neos kein wirkliches Mittel gegen den selbstmörderischen Terrorismus. Aber selbst wenn der Neos-Chef Patentrezepte für den Kampf gegen den islamischen Terror parat hätte, würde das vermutlich niemand zur Kenntnis nehmen.

Die ORF-Moderatorin erwies sich auch bei der zweiten Ausgabe der Sommergespräche – den Auftakt hatte in der Vorwoche das Auslaufmodell Frank Stronach gemacht – als gleichermaßen blasiert und hochnäsig wie farblos.

Strolz passte sich dem sommerlich-lähmenden Niveau an. Schwache, teilweise auch dümmliche Fragen wurden so beantwortet, dass man als Zuseher am Ende nicht recht wusste, wie man die Neos einordnen soll. Immerhin stellte Strolz klar, dass Bildung wichtig ist, dass er es für richtig hielte, die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei sofort zu beenden und dass seine Partei gerne mitregieren würde.

Susanne Schnabl schien in dem Gespräch in die Fußstapfen von ORF-Großmaul Armin Wolf treten zu wollen, wirkte aber nicht wirklich gut vorbereitet und erwies sich bei den manchmal unnötig aggressiven, aber wenig originellen Fragen als hölzern und bei Zwischenfragen als wenig flexibel.

Auch die Chance, ein wenig Ironie oder so etwas wie Humor in das Sommergespräch einfließen zu lassen, wurde kläglich vergeben. Das Redaktionsteam hatte kurze Statements von drei Neos-Wählern vorbereitet. „Zwei der drei wollen Sie nicht mehr wählen“, ätzte Susannen Schnabl. Ob Strolz erraten könne, wer diese Nicht-mehr-Wähler seien. Strolz: „Ich bin kein Hellseher.“ Prompt wurde dann der falsche Beitrag – das Statement des zufriedenen Neos-Wählers – eingespielt und die Moderatorin musste langatmig erzählen, warum eine der Wählerinnen nun von den Neos enttäuscht sei.

Die Sendung ging ebenso müde und holprig zu Ende wie sie begonnen hatte.

Unmittelbar nach dem Sommergespräch folgte eine ZiB2 mit Armin Wolf und einer Analyse des vorangegangenen Interviews. Auch diese Analyse von Peter Filzmaier begann – sommerlich beschwingt – mit einem falschen Beitrag. Und der Analytiker passte sich dem Niveau von Strolz und Schnabl an. Zu der Erkenntnis, dass der Wunsch der Neos nach Regierungsbeteiligung im Anschluss an die nächste Nationalratswahl wohl kaum in Erfüllung gehen wird, wären vermutlich alle einigermaßen politisch interessierten Zuseher auch ohne die Ausführungen des wortgewandten Politologieprofessors gelangt.

Di, 09.08.2016, 12:09 | w.toni

Susanne Schnabel: Ekelhaft arrogant! ...In der Zwangsgebühren-Wohlfühloase
Fr, 05.08.2016, 17:24 | wernmannfayer

Ja Frau Schnabel. Ein blödes Grinsen, wie das ihre reicht beim Baddeifunk schon aus, um eine Abendsendung zu moderieren. Bei anderen Sendern dürften sie nicht einmal den Boden aufwischen.
Mi, 03.08.2016, 23:42 | Dietrich

Das war kein Sommergespräch, sondern ein Jammergespräch.
Mi, 03.08.2016, 12:34 | Sommerärgernis!

Von jedem echten Privatsender wäre die gesamte linientreu-marxistische Truppe schon längst hinausgeschmissen worden. Wegen Unfähigkeit. Aber beim ORF (= der Partei) gelten eben andere Gesetze.
Mi, 03.08.2016, 00:39 | Andreas Maier

Unsere ORF Prawda... handwerklich ungeschickt, technisch ahnungslos (beim Nachschenken getrübten Blickes den falschen Button erwischt?) und journalistisch fragwürdig...Egal - ideologisch auf Linie!
Di, 02.08.2016, 14:34 | Austrian

Wie konnte ich nur (1 x) die NEOS wählen !?! NIE wieder ! Seit ihrer 90% Links-Wendung (VdB) absolut unwählbar. Ich schäme mich und sehe mich getäuscht. Zugewinn bei den NEOS ? Unvorstellbar !
Di, 02.08.2016, 19:03 | Alles eine Folge der linxlinken (ORF-)Dauerberieselung

Ich kenne etliche vernünftige Leute, die diese sogenannten Neos gewählt haben und das jetzt heftig bedauern. Das nächste Mal - da wird es bitter für diese lächerliche Truppe.
Mi, 03.08.2016, 07:24 | Freier Mensch

Geht mir GENAUSO !!! Elende Truppe...
Di, 02.08.2016, 11:33 | Wetrow

Die Schnabl ersetzt jede Sendung mit Gunkl, Nuhr, Sträter, Polt & Co. Sie verwechselt simple Aggressivität mit kritischem Hinterfragen, dass es die reine Kabarettfreude ist. Tussomania at it's best.
Di, 02.08.2016, 09:53 | Hans im Glück

Mir ist es unerklärlich, wie man überhaupt eine Sendung des Staatsfunk ansehen kann. Es ist besser und gesünder, sich lieber in der Natur zu bewegen als seine Zeit mit dem Gebührenfunk zu vergeuden!
Di, 02.08.2016, 08:33 | Günter Pollak

Armin Wolf hat als letzte Frage an Filzmair verlauten lassen, dass dessen Aussagen zu Stronach offenbar ziemlich viel Aufsehen gemacht haben.

Haben da mehr Seher als üblich ihren Unmut kundgetan?
Di, 02.08.2016, 08:23 | Ingrid B.

Und dafür bezahlt man auch noch! Sicher, man muss nicht hinschauen, aber es ist trotzdem unser Geld, das da verbraten wird, das darf man nicht vergessen. Zum Fremdschämen so eine Sendung!
Di, 02.08.2016, 07:54 | Beschwingder

Kurti! Ma wiad do no beschwingd sei derfn, waun Ma eh in gaunzn Tag soo schwizn dan....



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