ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (Online Mo, 15.08.2016, 23:46)
Wie man lügt, ohne zu lügen
Link: http://orf.at/stories/2353959/

Manche für Gutmenschen unangenehme Dinge kann nicht einmal der ORF verschweigen. Verschleiern kann er sie allerdings schon. Ein aktuelles Beispiel gefällig? „Vergewaltigung in einer Wiener Wohnung: Neun Festnahmen“, lautete die Überschrift in einem Medium. Präziser war der Sachverhalt in einem anderen Medium zu lesen. Dort lautete der Titel: „Massenvergewaltigung in Wien: Neun Iraker in Haft“.

Der geneigte ORF-Watch-Leser darf nun raten, welche Schlagzeile ORF.at seinen Lesern aufgetischt hat und welche von einer Wiener Tageszeitung formuliert wurde. ORF-Kenner wissen das natürlich.

Dazu kommt, dass auf der ORF.at-Einstiegsseite von Irakern oder Asylwerbern nicht die Rede (oder Schreibe) war. In der vierzeiligen ORF-Kurzmeldung heißt es nur (wörtlich): „Nach einer Vergewaltigung einer 28-jährigen Frau zu Silvester in einer Wohnung in Wien-Leopoldstadt hat die Polizei nun neun Tatverdächtige ausgeforscht. Sie wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft.“

Wer es genauer wissen will darf weiterklicken. Bekanntlich klickt nur ein Bruchteil der Leser von Internetseiten in die nächste Ebene, weil man sich ja möglichst schnell einen Überblick über aktuelle Ereignisse verschaffen will.

Die ORF.at-Meldung ist natürlich nicht gelogen. Aber ist gezieltes Verschweigen nicht auch eine Lüge? Und als ORF-Kenner weiß man, dass derartige Formulierungen nicht zufällig entstehen, sondern sehr sorgfältig formuliert werden.

Erst wenn der ORF.at-Leser in die nächste Ebene weiterklickt und dort auch bis zum Ende liest bekommt er im vorletzten Absatz einen Hinweis darauf, dass es sich bei den Tätern „um Männer von 21 bis 47 Jahren, allesamt irakische Staatsbürger“ gehandelt habe. Die Vergewaltiger waren Asylwerber beziehungsweise anerkannte Flüchtlinge.

Aber immerhin hat man die Herkunft der Täter, die viele heimische Medienkonsumenten vermutlich am meisten interessiert, nicht ganz verschwiegen, sondern nur versteckt. Auch hat der Autor des ORF.at-Textes nicht hinzugefügt, dass diese Gräueltat nichts mit der Einwanderungsflut zu tun hat und auch nichts mit dem „wahren Islam“. Nicht einmal ein Hinweis darauf, dass die Täter gewiss traumatisiert sind, ist zu lesen.

Da soll noch einer lästern, dass der ORF keine sachliche und seriöse Berichterstattung bietet.

Di, 16.08.2016, 22:13 | Jörg aus Graz

Die Polizei muss vertuschen, der ORF manipuliert, Regierung und die Grünen schweigen
Di, 16.08.2016, 22:19 | Jörg aus Graz

Weil NEUN liebe Schutzsuchende gar nicht lieb waren
Mi, 17.08.2016, 15:35 | Sind sie nicht bei einem Auto-Unfall nach einem Besuch im Homo-C

ach nein der war ja aus Kärnten und nicht aus Graz....
Mi, 17.08.2016, 15:52 | Jörg aus Graz

Wollen Sie witzig sein? Geschmacklos sind Sie auf jeden Fall.
Di, 16.08.2016, 16:08 | usos

Ebenso heute: Der "Zugfahrer" sagte,im Zug wären alles Neonazis, die blöd geredet hätten.Wie wird das jetzt als "rechtsextrem" verdreht werden können,bin auf die Leistungen des orf gespannt ;-)
Di, 16.08.2016, 12:44 | Freud

Ich habe neue Vorschläge für ähnliche künftige Berichte: Männer mit Traumatisierungs-, Willkommensmangel-, Vernachlässigungs-, Turboradikalisierungs-, Bereicherungs- und Ausbeutungshintergrund.
Di, 16.08.2016, 18:01 | noch ein Hintergrund

. . . und Journalisten mit Wahrheitsvermeidungstatsachenverdrehungsvertuschungs-Hintergrund.
Di, 16.08.2016, 12:31 | Rechercher

Wiener Polizei, Politiker wurden nach Massenvergewaltigung in Köln von der Presse befragt, ob es in Wien auch zu Vergewaltigungen gekommen ist. Die Antwort war NEIN. DAS IST JETZT HINTERFRAGENSWÜRDIG
Di, 16.08.2016, 17:58 | Ossi die Auskunft

Nichts ist da "hinterfragenswürdig". Eine Lüge bleibt eine Lüge. Wenn's wahr sein sollte(!): eine schöne Polizei haben wir. Von den Politikern aber haben wir ja nix anderes erwartet, oder?
Di, 16.08.2016, 11:05 | RB

Widerlich, aber der erfahrene Leser weiß ja mittlerweile, dass er weiter klicken oder wo anders recherchieren muss, wenn von "Männern", " 22jährigen", "Grazern" etc. die Rede ist.
Di, 16.08.2016, 10:50 | Gfraster

Ich kann mir gut vorstellen, dass ein ORF-Redakteur den anderen fragt: „Wie schreib ma des, damit die rechtsextremen Gfraster net wieder an Grund ham, gegn die armen Ausländer zu hetzen.“
Di, 16.08.2016, 10:23 | antony

Sie forcieren und schüren bewusst das Chaos und jetzt im Herbst wird's so richtig schebbern-ziemlich sicher,-egal wer die Wahl gewinnt!
S. a. die Vorfälle am Freitag Küniglbg. u.Samstag Stephanspl.
Di, 16.08.2016, 09:42 | Herwig Mankovsky

Bei Nichterwähnung: traumatisierte Schatzsuchende.
Als Schlagzeile + Bild und Namen: einheimische Verbrecher.
Di, 16.08.2016, 09:40 | Dein Wort soll k l a r sein, nicht verborgen/verschwurbelt

Die ORF-Herrschaften ist sich nicht im Klaren, das solche "Umgehungen der klaren Wahrheit" nur die Vorurteile gegen sie verfestigen. Wer einmal so "umgeht", dem glaubt man nicht mehr.
Mi, 17.08.2016, 15:32 | Bitte deutsch lernen vor dem Posten

siehe oben...



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