ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (oe1 Di, 30.08.2016, 14:05)
Von Tag zu Tag

Rund 55 Prozent der Deutschen (und vermutlich auch der Österreicher) sehen sorgenvoll in die Zukunft. Vor zwei Jahren waren es nur halb so viele. Darüber hat ein Redakteur des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ ein Buch mit dem Titel „Panikmache“ in die Welt gesetzt.

Ein solches Thema lässt sich der Hörfunksender Ö1 nicht entgehen und rührte mehr als eine halbe Stunde lang die Werbetrommel für das Buch, dessen Inhalt sich in einem Satz zusammenfassen lässt: Alle, die sich heute mehr als vor drei, vier oder fünf Jahren vor unübersehbar unheilvollen Entwicklungen fürchten, sind unrealistische Idioten, weil in Wahrheit geht es uns ohnehin so gut wie eh und je.

„Wie gehen wir um mit scheinbar ständigen schlimmen Ereignissen“, fragte Moderator Johann Kneihs in der Sendung „Von Tag zu Tag“ zur Einleitung eines Interviews mit Jörg Schindler, so der Name des Buch-Autors und Spiegel-Redakteurs. Er sagte „scheinbar“ und drückte damit aus, dass alle Ängstlichen nur Opfer von Panikmache seien. „Dabei sind wir die gesündesten, die reichsten und langlebigsten Menschen der Geschichte“, ätzte Moderator Kneihs über die wachsenden Ängste der Menschen.

Die beiden Journalisten gingen in gewohnter Weise mit der Kriminalitätsstatistik hausieren, die einen langfristigen Rückgang der Verbrechenszahlen aufweise. „Wir leiden unter verzerrter Wahrnehmung“, waren Spiegel-Schindler und ORF-Kneihs völlig einig.

Dass es zwar früher auch Verbrechen gegeben hat, aber nicht Serien von Terrorattacken wie jene in Paris oder Nizza, Vergewaltigungsserien wie in Köln oder Wien, und ungezählte andere Ereignisse, die überwiegend in Zusammenhang mit islamischem Terror stehen, ist offenbar nur das Ergebnis „verzerrter Wahrnehmung“.

Man treibe einen unfassbaren Aufwand, um den Terrorismus zu bekämpfen. „Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr zur tatsächlichen Bedrohung“, meinte der Spiegel-Redakteur zum Kampf gegen den Terrorismus.

Ein zumindest seltsamer Zugang zu dem Thema, denn wie Terror in Europa ausufern würde, wenn die Vorsichtsmaßnahmen nicht ständig den wachsenden Bedrohungen angepasst würden, kann sich der ängstliche Europäer leicht ausmalen. Dann müssten die Nachrichten vermutlich nicht nur alle paar Tage sondern mehrmals täglich über mörderische Terrorattacken von Selbstmordattentätern oder Messerstechern berichten.

Bemerkenswert waren die Reaktionen der Anrufer, die fast einhellig der Meinung waren, die dumme Mehrheit der Österreicher sei übertrieben ängstlich. Dass der politische Linksaußen-Sender Ö1 von immer weniger Leuten und dabei weit überwiegend von Gesinnungsgenossen gehört wird, zeigt sich in solchen Sendungen immer deutlicher. Man könnte aber auch argwöhnen, dass kritische Anrufer es nur ganz selten bis in die Sendung schaffen.

Do, 01.09.2016, 17:47 | Panikist/In

Einer der wirklichen Feinde dieser Journalisten ist das Archiv. Irgendwann einmal später wird man analysieren (und öffentlich machen!), wie die Bevölkerung von ihnen belogen und manipuliert wurde.
Mi, 31.08.2016, 10:49 | Herwig Mankovsky

Wann tritt endlich ein vom ORF ,,anerkannter Experte" auf und fordert:
Ängste (Ausnahme: Umwelt/Klimaängste, weil grün&links) einfach verbieten!
Mi, 31.08.2016, 02:51 | Querkopf

Das Mordopfer am Wiener Brunnenmarkt hat sich auch nicht gefürchtet. Die hat wahrscheinlich auch unter verzerrter Wahrnehmung gelitten.
Di, 30.08.2016, 21:31 | RB

Die Ängstlichen sind bekanntlich nur ungebildete Ewiggestrige, denen einfach der Durchblick der linken Schickeria fehlt ... Wollte mir die Sendung schon fast anhören, hab dann aber vergessen - gut so.
Di, 30.08.2016, 20:06 | Kassiber

Nachdem meinem Kollegen gestern die Brieftasche gestohlen wurde, sagte die Polizei das wäre eine aktive rumän. Bande, an diesem Tag der 30-ste angezeigte Diebstahl auf der Wache. Sowas senden die nie!
Di, 30.08.2016, 19:51 | wernmannfayer

Das sind doch nur unreife, linkslinke Multikultiträumer. Ob die noch so einen Sch.. labern würden, wenn Angehörigen von ihnen Opfer eines Terroranschlags werden, darf bezweifelt werden.



Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Kommentar senden