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Andreas Lindner (oe1 Di, 30.08.2016, 12:00)
Mittagsjournal

Das Ö1-Mittagsjournal leitet seinen Bericht über den ersten Ministerrat nach der Sommerpause wie folgt ein:

"... nach den vielen Solodarbietungen vor allem der ÖVP-Minister... ungetrübt war die Urlaubslaune ohnehin nicht, gerade auch weil sich vor allem die ÖVP-Minister tagelang mit neuen Vorschlägen zur Verschärfung des Asylrechts übertroffen haben. Ein Burka-Verbot gerade noch als künstliche Debatte abgetan, vom selben Minister plötzlich als hochaktuell angetragen. Ein-Euro-Jobs für anerkannte Flüchtlinge, die in Parks herumlungern, schnellere Abschiebung von Asylwerbern, die straffällig werden und, nicht zuletzt, der Ruf nach der Notverordnung. Viele Themen für die erste Ministerratssitzung nach Wochen..."

Und später noch im Interview mit der Kollegin vor Ort:
"ÖVP-Minister, die den Regierungspartner mit Ihren Vorschlägen überrumpeln, die SPÖ, die das als Foul in Oppositionsmanier bezeichnet, spiegelt das jetzt den Zustand dieser Partnertschaft...?"

Abfälliger und als etwas anderes als Kampfrhetorik kann man das kaum bezeichnen und noch viel deutlicher kann man auch nicht bekunden, dass man die ÖVP als seinen politischen Mitbewerber versteht - in der ORF-Redaktion wohlgemerkt.

Sieht so also die grandiose 'Unabhänigkeit' in der ORF-Information aus, von der zB. ein Armin Wolf schwärmt und die auch anlässlich der Wiederwahl von A.Wrabetz wieder von allen möglichen Seiten betont wurde?

Theoretisch hätte man für den ORF-Hörer ja auch anmerken können, dass es im Moment eben dieser Regierungspartner ist, der die dringenden Themen bzw. die Agenda vorgibt, oder dass es zB. auch umgekehrt Themen gibt, die die SPÖ über die Medien angekündigt hat ('Überrumpelung'), aber das wäre zu viel der Objektivität verlangt.

Ich finde, manche Damen und Herren in der ORF-Information müssen in der Intensität ihrer tendenziösen Berichterstattung bloß aufpassen, dass sie nicht den Tonfall der SPÖ-Presseaussendungen noch übertreffen, spätestens dann nämlich würde es peinlich.

Do, 01.09.2016, 02:10 | carambolage

Die Weicheier in der ÖVP (mit wenigen Ausnahmen) haben sich das vom ORF ja jahrzehntelang gefallen lassen. Logisch dass die immer frecher geworden sind.
Mi, 31.08.2016, 21:27 | sokrates9

Das Traurige ist dass der "Koalitionspartner" diesen Rotfunk duldet und sicherlich nicht protestiert! Fällt der ÖVP wahrscheinlich gar nicht mehr auf!
Mi, 31.08.2016, 20:22 | vom Berg gegenüber

ich finde der ORF kann ruhig noch eins drauflegen, es fällt schon nicht mehr auf. Jetzt wo Kern am Dienstag nach d. Ministerrat ausfällt - Löwelstraße & ORF kann man nun offiziell zusammenlegen!
Mi, 31.08.2016, 19:50 | wernmannfayer

Der rote Wrabetz mit seinen systemgetreuen Totalversagern ala Wolf, Schnabl, Dittelbacher, Thurnher, Leitner usw sind Garanten dafür, dass der Rotfunk weiter massiv an Reichweite verlieren wird.Gut so
Mi, 31.08.2016, 21:14 | Herwig Mankovsky

Ach was, dem ORF genügt die Reichweite, um uns die GIS-Gebühren aus der Tasche zu ziehen.
Do, 01.09.2016, 20:37 | wernmannfayer

Hat nat. keine Auswirkung auf die GIS, aber es ist bereits ein großer Erfolg, wenn der ORF seinen ideologisch verseuchten Müll nicht mehr wie gewohnt verbreiten kann, weil die Reichweite schwindet.



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