ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (oe1 Mo, 10.10.2016, 08:00)
Morgenjournal (II)

Wenn irgendwo in Ungarn ein Gulasch anbrennt, dann hatte mit Sicherheit Viktor Orbán seine Finger mit im Spiel. Zumindest wenn der österreichische Staatsfunk darüber berichtet. Bei unseren Nachbarn ist jetzt ein ehemaliges kommunistisches Parteiblatt wegen anhaltender Erfolglosigkeit eingestellt worden. So weit so unspannend.

Eine Zeitung wird, weil Leserschaft und Inseratenaufkommen schwinden, dichtgemacht. Punkt. Erst vor kurzem wurde etwa in Österreich das "Wirtschaftsblatt" eingestellt. Angesichts des allgemeinen Niedergangs der Printmedien werden wir noch oft solche Meldungen zu hören bekommen. Wenn allerdings im Reich des Bösen, also in Ungarn, eine Zeitung zusperrt, dann wittert der unabhängige ORF einen riesigen Skandal.

Der Eigentümer von „Nepszabadsag“ (dt.: Volksfreiheit), die österreichische Mediaworks AG, hat die Schließung „mit den Verlusten, die das Blatt erwirtschaftet“ begründet. Damit gibt sich der ORF nicht zufrieden und gräbt einmal mehr seinen Haus-und-Hof-Orban-Hasser Paul Lendvai aus. Der darf minutenlang über die böse Regierung in Budapest herziehen. Lendvai spricht von einem „meisterhaft geplanten kalten Auftragsmord“. In dieser Tonart geht es munter weiter: „Es war ein Mord mit Gummihandschuhen und ohne Spuren“.

Das wird - man glaubt es kaum - sogar der Ö1-Moderatorin etwas zu heftig und sie merkt an, dass das Blatt doch von Mediaworks und nicht von Orbán eingestellt worden sei. Daraufhin beschwert sich Lendvai, dass die Zeitung vom Staat zu wenige Inserate bekommen hätte. Aha. In Österreich, mit seiner vielfältigen und total unabhängigen Medienlandschaft, ist das etwas ganz anders. Da bekommen regierungskritische Medienprojekte abseits des linken Mainstreams selbstverständlich von der öffentlichen Hand Inserate und Banner in Hülle und Fülle. Scherz beiseite. Wenn etwa die (Wiener) SPÖ oder die Stadt Wien ihr Füllhorn über die Medien ausschüttet, dann spielen dabei Reichweiten, Streuverluste oder TKP weit weniger Rolle, als die ideologische Ausrichtung und die Linie des jeweiligen Mediums. No na ned.

Und weil Lendvai einmal mehr so brav den bösen Onkel Viktor kritisiert hat, weist die Moderatorin auf sein neues Buch mit dem Titel „System Orban“ hin. Eine Hand wäscht die andere. Im System Österreich.

Di, 11.10.2016, 09:47 | Fastpanik

„Nepszabadsag“ lebt halt nicht von Zwangs-GIS-Beiträgen, wenn die einmal abgestellt werden, dann machen große Teile des ORF ebenso dicht. Zwang abstellen wäre eine Aufgabe für die nächste Regierung!
Mo, 10.10.2016, 22:53 | Ingrid B.

Klar, der Altkommunist Lendvai mag den Orban nicht, weil er seine Vergangenheit öffentlich gemacht hat, das hat dem Lendvai natürlich nicht gefallen. Lendvai sollte sich endlich zurückziehen!
Mo, 10.10.2016, 22:32 | Mayerhansi

Jetzt wird auch klar, warum Orban keine Flüchtlinge zurücknimmt!
Mo, 10.10.2016, 18:13 | Lektor

„Es war ein Mord mit Gummihandschuhen und ohne Spuren“ ...
Lendvai soll umsatteln auf Krimiautor, da wird er auf seinen alten Tagen noch zum Bestsellerautor.
Di, 11.10.2016, 09:50 | Fastpanik

er wirkt schon leicht senil, der obsessive Altkommunist dreht da durch, im Rotfunk ist alles möglich.
Mo, 10.10.2016, 17:31 | Und auch noch Lendvai zum Drüberstreuen . . . wurscht.

Das ex-kommunistische Blättchen ist also eingegangen. Wurscht. Es hat einer österreichischen Firma gehört. Wurscht, alles wurscht - der ORBAN IST SCHULD. Wer sonst?

So blödsinnig denkt man im ORF!
Mo, 10.10.2016, 16:44 | Herwig Mankovsky

Und wenn schon in so einem Zusammenhang von Mord die Rede ist: Der ORF hat eben auch seine ideologischen Auftragskiller, einer davon ist Lendvai.
Mo, 10.10.2016, 21:50 | antony

Sehr gut! Auf den Punkt gebracht, mit wenigen Sätzen.
Dieser Oberhetzer Lendvai ist einfach nicht mehr auszuhalten, ein ...., eben alles klar?



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