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Kurt Ceipek (ORF2 Do, 10.11.2016, 22:00)
ZIB 2

Manchmal muss es für die Zeit-im-Bild-Redaktion sehr schwierig sein, einen ins Konzept passenden „Experten“ aufzutreiben. Bei der ZiB 2 ist das – wie die Sendungsmacher hofften – vortrefflich gelungen, weil es darum ging, jenen Leuten eine ordentliche Ohrfeige zu verpassen, die dazu neigen, sogenannten Populisten zu glauben.

Lou Lorenz-Dittlbacher hatte die ehrenvolle Aufgabe einen Herrn Jan-Werner Müller zu interviewen, der nicht nur „Populismus-Experte“ ist, sondern – wie der ORF stolz anmerkte – ein „renommierter Populismus-Forscher von der Universität Princeton“. Dass die Dittlbacher hinzufügen musste, „derzeit am Institut für Wissenschaft bei Menschen“ hat sicher einen triftigen Grund, der nicht genannt wurde. Das wirft die immer wiederkehrende Frage auf: Was ist für den ORF ein Experte?

Die Antwort ist klar: Experte ist einer, der genau das sagt, was die rot-grünen Innenpolitik-Redakteure hören und auf die ORF-Zuseher loslassen wollen.

Dafür war Herr Jan-Werner Müller, der vor kurzem ein Populismus-Buch auf den Markt gebracht hat und vermutlich gerne dafür Werbung macht, haargenau der richtige Mann. Jan-Werner Müller palaverte dann frei an Substanz über die Gründe, warum sogenannte „Populisten“ (gemeint waren ausschließlich jene aus der bürgerlichen Reichshälfte, obwohl es auch ebenso viele Links-Populisten gibt) sich derzeit über so starken Zulauf an Wählerstimmen freuen können.

Dass es für die Unzufriedenheit mit den etablierten Politikern in fast allen Ländern handfeste Gründe gibt, wurde in diesem Interview ausgeklammert.

Immerhin analysierte Müller richtig, dass sich der böse Ober-Populist Donald Trump besser als die Mitbewerber im den sozialen Medien bewegt hat und dort seine Mehrheit gesichert habe. Wähler von Trump oder Nigel Farage, der treibenden Kraft des „Brexit“, bezeichnete Herr Müller kurzerhand als „Kollaborateure“. Zur Erläuterung: Historisch steht dieser Begriff für die „Zusammenarbeit mit dem Feind zu Zeiten eines Krieges oder der Besatzung“. Da dürfte in Wahrheit wohl eher das Gegenteil der Fall sein.

Und Frau Dittlbacher, die bei manchen ihrer Interview-Partner nahezu Schaum vor dem Mund zu haben scheint, wenn diese die aus ihrer Sicht falsche Meinung vertreten, hörte andächtig zu, als Herr Müller dann nicht nur über Trump, sondern auch über Victor Orban und andere „Populisten“ urteilte. Der versuchte Nachweis, dass alle Wähler angeblich populistischer Parteien oder Kandidaten nur verwirrte Idioten sind, ging natürlich gründlich daneben. Jene Wählermehrheit, die sich für „Populisten“ entscheidet, weiß recht gut, warum sie das tut.

Sa, 12.11.2016, 12:45 | Austrian

Der Beweis ist erbracht : Die geballte Medienpower in USA + EU sind komplett gescheitert ! Niemand glaubt den Medien auch nur 1 WORT ! Das ist doch eine gute Nachricht. Selbstreflexion MEDIEN = NULL !
Sa, 12.11.2016, 14:13 | Manuela Hahofer

Nicht zu vergessen: "Der Wähler" hört auch nicht mehr auf die "Künstler-Elite". Die stellte sich doch fast geschlossen auf Clintons Seite.
Was sagt uns das für Österreich ;-)
Fr, 11.11.2016, 22:38 | 1956

The day after. 11.11. Wieder Lou = Hetze, Moralinsäure, Lüge, Hass. Ihr habt recht hier: abdrehen ist am besten. ORF ist Gift für Körper, Geist und Seele. Einzig gut: er überdosiert, jeder checkt's.
Fr, 11.11.2016, 20:32 | Mephisto

Das ewige Experten und Gutmenschengesülze geht einem nur noch auf die Nerven. Die Wabbler sollten einfach berichten was Sache ist und nicht was wir zu glauben haben. Funktioniert sowieso nicht!
Fr, 11.11.2016, 09:34 | Tom Jericho

Im ORF schaue ich nur mehr den Wetterbericht, die Sportübertragungen und das Neujahrskonzert. Das schont meine Nerven.
Fr, 11.11.2016, 11:14 | Wolfgang

Mein Tipp: Den Wetterbericht gibt's woanders auch (mit mehr Charme und Witz)), ebenso die Sportübertragungen und auch das Neujahrskonzert wird auf anderen=besseren Sendern übertragen!
Fr, 11.11.2016, 08:56 | Vielleicht hat Fr. Dittelbacher

tatsächlich den "bösen Blick" wie ich unlängst in einem "Qualitäts" Medium erfahren durfte? Lou hat zwar ein "Süasses Goscherl", aber sie schaute den guten Mann tatsächlich ziemlich "zwingend" an...
Fr, 11.11.2016, 08:54 | Darth Maul

Mein Respekt und meine Bewunderung für Eure Initiative - das Ihr Euch diesen DRECK anseht und darüber berichtet. Ich habe schon lange damit abgeschlossen und persönliche Regeln aufgestellt:
Fr, 11.11.2016, 08:57 | Darth Maul

Nachrichten nur mehr von unabhängigen Medien aus dem I-net und Unterhaltung vom großen A.. Prime (da bestimme ich WAS und WANN). Wegen der Selenhygiene warats!
Fr, 11.11.2016, 08:43 | Wolfgang

Es tut gut den ORF nicht mehr anzusehen- die Diskussionssendungen auf SERVUS-TV sind eine wahre Wohltat und sehr objektiver Journalismus! Davon hat sich der ORF für immer verabschiedet!
Fr, 11.11.2016, 07:43 | antony

Immer wieder und mehr bestätigt es sich und immer mehr Menschen sehen sich diesen"DRECK",Gott sei dank nicht mehr an."Ich genieße es!"Trotzdem bezeichnend, diese Idioten hören nicht und nicht auf!
Fr, 11.11.2016, 07:34 | hauchr

Der dankende Grinser von Lou Lorenz-Dittlbacher am Ende des Interviews sprach Bände ...
Fr, 11.11.2016, 07:49 | antony

Allein schon die Physiognomie dieser "Dame" reicht mir, die ist einen halben Meter überm Kopf auch noch blond!
Ach ja und den "hämischen Grinser" von der, kann ich mir gut vorstellen!?
Fr, 11.11.2016, 05:50 | wernmannfayer

Da hilft nur eines. Abdrehen oder auf einen anderen Kanal umschalten und auf die nächsten NR Wahlen hoffen...



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