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Werner Reichel (ORF2 Sa, 26.11.2016, 19:30)
Zeit im Bild

Naja, zumindest „umstritten“  war er für den ORF. Der österreichische Staatsfunk trauert so wie Evo Morales, Doris Bures oder Nicolás Maduro um den verstorbenen kommunistischen Diktator Fidel Castro. Nur am Rande wird in der ZiB 1 angedeutet, dass es in der Biographie dieser „Legende“, dieses „Hoffnungsträgers“ auch ein paar – hüstel, hüstel - nicht ganz so helle Flecken gegeben haben könnte. Das klingt dann so: „Politische Gegner wurden ausgeschaltet.“  Punkt. Das war‘s. Begriffe wie politische Gefangene, Militärdiktatur, Massenflucht (übers Meer), Folter oder Menschenrechtsverletzungen kamen in dem Nachruf nicht vor. Wer will schon eine linke Legende mit solchen revolutionären Kollateralschäden anpatzen. Er war schließlich ein Hoffnungsträger.

ORF-„Politikexperte“ Andreas Pfeifer sang in seiner „Analyse“ wahre Lobeshymnen auf den dahingeschiedenen Revolutionsführer: „Er hat es geschafft, die Ideale seiner kommunistischen Revolution aufrecht und starrsinnig hochzuhalten, obwohl er einer Blockade der Amerikaner trotzen musste“

Wow, was für ein Teufelskerl, dieser Fidel. Und so geht es munter weiter: „Er war ein Held wider den Zeitgeist (…) dieses Bild des bärtigen Revolutionärs, das die ganze lateinamerikanische Emanzipation inspiriert hat und auch die Linke weltweit, diese Bild wird seine Strahlkraft noch eine Weile behalten (…) dieses Festhalten an der Idee, dass es eine Alternative zum Raubtierkapitalismus dieser Welt braucht, diese Idee ist in unseren globalisierungsgebeutelten Zeiten eigentlich hochaktuell(..)“

Ein „Viva la Revolucion“ konnte sich Pfeifer, der gebührenfinanzierte Kämpfer gegen den Raubtierkapitalismus, der einen Gefährten verloren hat, noch verkneifen. Mit dieser ZiB1 Fidel Castro-Gedenkshow hat sich der ORF die Bezeichnung „Rotfunk“ redlich verdient.

 

 

Do, 01.12.2016, 00:46 | Anonym

Wehe, es wäre ein politisch rechter Diktator gewesen. So war es ein linker und gegen solche hat der ORF ja nichts. Che Guevara wird von manchen verehrt als wäre er Gott, ungeachtet seiner Taten.
So, 27.11.2016, 22:02 | Maxx_1150

Man ging im ORF auch auf den Background des Diktators ein: Eltern wären ... "Bauern" gewesen. Die Wahrheit, Besitzer riesiger Zuckerrohr-Plantagen paßt offenbar nichts ins (linke) Geschichtsbild..
Mo, 28.11.2016, 02:34 | Freier Mensch

Medien LÜÜÜÜÜÜÜÜÜGEN eben !!! Erbärmlich.....................
So, 27.11.2016, 20:55 | Herwig Mankovsky

Egal, welcher Pfeife sich der ORF als,,Experte" bedient, als Zuseher weiß man im vorhinein, in welche Richtung die ,,Expertise" geht.
So, 27.11.2016, 11:41 | Es kommt einem das Kotzen

Mörderische Diktatoren sind für die Linken nur dann mörderisch, wenn sie "rechts" sind. Der (mehrfach eigenhändige) kaltblütige Mörder Guevara bekam von seinen Genossen in Wien sogar ein Denkmal.
So, 27.11.2016, 09:58 | Freier Mensch

Einer der letzten Götter der Alt68er u.deren Kids ist nun dahin !Juhu ,kann man nur sagen .Vergessen die ganzen Arbeitslager,von denen CHE sagte ,da sässen die Verbrecher geg. die "RevolutionäreMoral"
So, 27.11.2016, 09:38 | Rainer

Man schätzt, daß der "gute" Fidel ca. 5.000 Mensch am Gewissen hat (ohne Flüchtlinge die am Weg nach Florida ertrunken sind). Freundschaft!

Grüße
Rainer
So, 27.11.2016, 09:30 | Karli Kraus

Jetzt müssen die Genossen halt nur mehr zum Denkmal vom Che pilgern?
Der Charly Blecha weiss eh wo es ist!
So, 27.11.2016, 09:53 | Freier Mensch

Hängt der Charly dort auch an eine Strassenlaterne angekettet ,nackt ,besoffen,wie dereinst zu Lucona`s Zeiten in Wien des Morgens... !!?? Wird ja da und dort kolportiert....ob`s stimmt,weiss ma net?
So, 27.11.2016, 06:21 | WaBu

Treffend, Bravo Herr Reichel, gut daß es ORF Watch gibt, sonst könnte man meinen, wir haben es nur mehr mit..........zu tun.



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