In diesem Artikel wird einiges Richtiges mit reiner Spekulation und purem Unsinn auf eine Weise vermischt, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.
„So gibt es etwa nur einen einzigen Tag im Jahr, an dem der Wiener Stephansdom über die ganze Länge vom Licht der aufgehenden Sonne durchflutet ist: den Stephanitag.“ Das mag so sein, überprüft hab ich's nicht, aber:
„Nicht zufällig liegt etwa bei den Kirchen von Klein-Mariazell, Heiligenkreuz, Linz (Stadtpfarrkirche), Laa/Thaya und Marchegg das Langhaus so, dass es an einem der „irdischen“ Osterfeiertage (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag) erleuchtet ist – und der Chor am Ostersonntag.“ Das aber kann in all diesen Fällen unmöglich stimmen, da Ostern nicht auf ein festes Datum fällt, sondern irgendwann zwischen 21. März und 25. April liegt.
„... war doch dessen Abtbischof Virgil einer der führenden Vertreter des „Computus“ zu seiner Zeit und auch als einer der ersten hochrangigen Kirchenmänner davon überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist.“ Doch es ist eine antiklerikale Erfindung des 19. Jahrhunderts, dass man im Mittelalter geglaubt hätte, die Erde sei eine Scheibe. Das könnte man auch beim ORF wissen.
Und zum Abschluss kommt es ganz dick: „Vor 6.000 Jahren war das Zeitalter des Stiers, was zu den Nachweisen für religiösen Stierkult passt. Es wandelte sich vor 4.000 Jahren zum Zeitalter des Widders, was wiederum in altgriechischen Kulten ebenso wie im Judentum seine Entsprechung findet. Mit dem Beginn des Christentums fällt wiederum das Zeitalter des Fisches zusammen, das schließlich in rund 200 Jahren in das Zeitalter des Wassermanns übergehen wird."
Die Theorie der astrologischen (!) Zeitalter ist neuzeitlichen Ursprungs. Stiere, Widder und auch Fische waren immer als Opfertiere in Gebrauch. Der Stierkult (im alten Ägypten, alten Judentum, etc) fällt gemäß dieser Datierung jedenfalls in die Zeit des „Widder-Zeitalters“.
Einzig der Personenkult um unseren verflossenen HBP fällt ins „Fische-Zeitalter“…