ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (ORF2 Mo, 16.01.2017, 19:30)
Zeit im Bild

„Der Budgetplan von mir lautet: Keine neuen Steuern, keine neuen Schulden und beim Budget eine schwarze Null, weil das Geld der Bürger treuhändisch bei mir verwaltet wird.“ Mit dieser Äußerung machte sich Finanzminister Hans Jörg Schelling in der politischen Redaktion des ORF keine Freunde. Dazu noch Schellings klares Ziel: 2021 solle Österreich kein Budgetdefizit mehr haben.

Die Forderung „keine neuen Steuern“ sei eine Brüskierung des Koalitionspartners SPÖ, stellte ZiB-Moderator Rainer Hazivar klar. Und Christoph Varga, Chef der Wirtschaftsredaktion im ORF-TV nannte den unerhörten Sparwillen des Finanzministers „wirtschaftsliberal“ und „klar unternehmensfreundlich“. Diese beiden Begriffe werden im ORF traditionell stets als üble Schimpfworte verwendet.

Auch Schellings Forderung nach einer Beseitigung der kalten Steuerprogression, die zur Folge hat, dass Lohnerhöhungen jährlich von der Steuerprogression gefressen werden, bewertete ORF-Mann Varga mit grimmigem Blick höchst verächtlich. „Das ist sehr optimistisch.“

Dabei hatte Schelling nach Präsentation eines dafür sehr einfachen und nachvollziehbaren Modells gemeint: „Das könnte morgen beschlossen werden.“

Manche von Schellings Aussagen seien eine Provokation für die SPÖ, deren Chef Bundeskanzler Kern sich bekanntlich höhere Vermögens- und Erbschaftssteuern wünscht.

Dass der ORF bei Plänen, die Steuer- und Gebührenzahler in Österreich zu entlasten, unverzüglich in Alarmstimmung versetzt wird, ist für jeden denkfähigen Bürger nachvollziehbar. Schließlich könnte Sparsamkeit beim Budget der einzelnen Ministerien und bei Gebühren auch für den ORF Einbußen zur Folge haben.

Und das geht für diesen nach Eigendefinition staatstragenden Sender doch wirklich zu weit.

Mo, 23.01.2017, 23:40 | Haider

Eine verschwindenden Minderheit manipuliert, gegängelt und zensuriert eine paralysierte Bevölkerungsmehrheit. Denkverbote inbegriffen.
Mo, 23.01.2017, 23:33 | Haider

Ab 2020 wird Österreich zu Paradies. Laut Schelling kein Defizit mehr und laut Wr. Rathaus sogar genügend Behandlungskapazität für Krebskranke. Bis dahin werden wir wohl krepieren oder pleite sein
Mi, 18.01.2017, 22:34 | 1956

100% Zustimmung zum Kommentar. Nur: Schelling gehört zu jener ÖVP, die den ORF zu dem gemacht haben und heute als das fördern, was er eben ist: ein sozialistischer Sender. Rot bis in den Tod.
Mi, 18.01.2017, 13:06 | Die Roten verstehen nix von der Wirtschaft!

Wer war es nur, der gesagt hat: "Das einzige, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist, dass sie es von den anderen haben wollen."
Ein Weiser war es. Im Ernst: wer war's?
Do, 19.01.2017, 09:11 | 1956

Margaret Thatcher, Premiereministerin UK 1979 - 1990, war das.
Do, 19.01.2017, 11:07 | Die Roten verstehen . . .

@ 1956 - pardon, aber mir ist eingefallen: es war Adenauer. Obwohl der Spruch auch zur eisernen Lady passt, muss ich zugeben!
Di, 17.01.2017, 13:47 | InfoKrig

Donald J. Trump in Richtung CNN: "Your organisation is terrible. [...] You are fake news."
Auch den ORF könnte man nicht besser beschreiben.
Di, 17.01.2017, 10:51 | Josef Maierhofer

Warum machen wir den ORF nicht zu einem Privatsender, er ist ja ein Parteisender und kein Staatssender. Ich hoffe die Österreicher wählen das auch endlich.
Di, 17.01.2017, 09:04 | Schneller Falke

Der Leiter der ORF-Wirtschaftsredaktion sagte in die Kamera: "klar wirtschaftsfreundlich". Also: Ein Minderheiten-Standpunkt womöglich VP & FP & TS-nahe. Also indirekt wurde v. Hr.Varga gesagt: Pfui!
Di, 17.01.2017, 09:06 | Schneller Falke

Die Abschaffung der kalten Progression: Das ist ein relativ einfaches & für die Wähler leicht kommunizierbares Thema: Warum macht die Koalition es nicht endlich?
Di, 17.01.2017, 02:04 | Choleriker

Die wirkliche Schweinerei ist, dass uns der ORF für völlig vertrottelt hält und sich nicht in den Spiegel schaut.
Di, 17.01.2017, 13:52 | InfoKrieg

Es gibt leider noch zu viele Gehirngewaschene in diesem Land, bei denen der ORF zumindest Zweifel an allem hervorrufen vermag, was nicht dem links-globalistiachem Weltbild entspricht.
Di, 17.01.2017, 01:54 | Querkopf

Wo kommen wir denn da hin, wenn man dem armen ORF womöglich Geld wegnimmt. Wie soll man denn das Gehalt vom Wrabetz und seiner Kumpane bezahlen?
Sa, 21.01.2017, 01:03 | dhmg

Genau. Und wer würde dann für die ganzen politischen Lügensendungen aufkommen und für den Ami-Serienmüll auf dem Einser? Ganz zu schweigen vom Tanz- und Castingblödsinn, Millionenshow usw.



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