Der orf.at-Artikel "Waffenverbot gegen „Identitären“-Chef" ist ein gutes Beispiel dafür, wie die online-Redaktion des Staatsfunks
die Überschrift nicht für die wichtigste Information, sondern für eine Detailinformation verwendet, die Antipathien gegenüber einer nicht-konformen Bewegung erzeugt;
im ersten Absatz den "ruhigen" Verlauf der ihr genehmen Gegendemonstration zum Akademikerball wiederholt;
zwar die (Twitter-)Aussagen anderer Journalisten verbreitet, die kein Gesamtbild über das Geschehene geben können, die Aussagen des Angegriffenen Identitären-Chefs aber nicht direkt wiedergeben;
vom "rechtsextremen" Identitären schreibt, den gewaltprovozierenden Gegenpart aber nicht als "linksextrem" kennzeichnet;
keine ähnlichen Vorfälle (also Gewalt von Linksextremen) erwähnt. In vielen anderen Artikeln, wo es die politisch opportun ist, geschieht dies.
Dies alles passiert nicht (oder nur zum Teil) deswegen, weil in der Redaktion des Staatsfunks unqualifizierte Mitarbeiter sitzen. Nein - Es geschieht, weil der durchschnittliche Redakteur seine Einstellungen unterschwellig verbreiten möchte. Neutral zu berichten hat im ORF keinen Stellenwert mehr.
Diese in fast jedem Artikel unterschwellig transportierte Propaganda fällt den Lesern allerdings auf. Der Staatsfunk verliert Vertrauen und Publikum.
Möchte der geübte Leser Informationen die ein objektiveres Bild zeichnen, so weiß er was zu tun ist: Die Aussagen der Betroffenen über andere Kanäle direkt konsumieren oder zu alternativen Medien greifen.
Liebe Leser! Versuchen Sie es selbst. Lesen Sie zuerst den Artikel auf http://wien.orf.at/news/stories/2823742/. Hören Sie sich dann Martin Sellners persönliche Aussage https://www.youtube.com/watch?v=_NJLxJvTRE0 an. Wo haben Sie ein besseres Bild über den Vorfall bekommen?
Liebe ORF-Redakteure! Auch wenn ihr euch wegen der staatlichen Finanzierung inklusive Zwangsgebühren nicht um die Qualität eurer Berichterstattung kümmern müsst. Ist es euch nicht peinlich, dass Hobby-Schreiber bei alternativen Medien teilweise mehr Vertrauen genießen als Ihr?