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Kurt Ceipek (ORF2 Mo, 06.02.2017, 22:00)
ZIB 2

Was sind derzeit die dümmsten Fragen, die ein Interviewer einem ÖVP-Kommunalpolitiker nach erfolgreicher Wahl in einer Landeshauptstadt stellen kann?

  1. Sind Sie für Sebastian Kurz als neuen Chef der Bundes-ÖVP für die nächste Nationalratswahl?
  2. Sie sind erst 53. Sind Sie nach der vierten erfolgreichen Wahl logischer Nachfolger des Landeshauptmanns?

Genau diese Fragen stellte Armin Wolf dem klaren Wahlsieger von Graz dem alten und neuen Bürgermeister Siegfried Nagl.

Als erfahrener ORF-Interviewer und hochgejubeltes (allerdings auch massiv angefeindetes) Aushängeschild von ORF 2 musste er natürlich wissen, dass man auf derartige Fragen keine Ja- oder Nein-Antwort bekommen kann, sondern nur den Verweis auf die zuständigen Parteigremien.

Dennoch kommen beim ORF Fragen dieser Art mit unerbittlicher Regelmäßigkeit wie das Amen im Gebet.

Was ich an Politikern manchmal fast bewundere, ist die Fähigkeit, auch auf plumpe und dümmliche Fragen freundlich lächelnd zu antworten. Besser wäre es wahrscheinlich, wenn ein besonders penetrant befragter Politiker einmal spontan abbräche, um sofort das Studio zu verlassen.

Besonders raffiniert kam sich Wolf vermutlich vor, als er die Zusatzfrage stellte: „Aber es ist gegessen, dass Sebastian Kurz der nächste Spitzenkandidat der ÖVP sein wird.“ Nagls treffende Antwort: „Ich weiß nicht wie oft sie mich das noch fragen wollen?“

Ich bin sicher, dass ein sofortiger Abbruch des Interviews und Aufbruch aus dem Studio nach einer solchen Frage dem betreffenden Poltiker nicht eine einzige Wählerstimme kosten, sondern Stimmenzuwachs bescheren würde.

Fr, 10.02.2017, 00:25 | dhmg

Sensationsgeil und unbelehrbar sind sie, die ZIB-Moderatoren. Die gleiche Frage über Sebastian Kurz wurde gestern 9.2. Josef Pühringer gestellt. Und zwar von Rainer Hazivar, bis dato eher vernünftig.
Fr, 10.02.2017, 00:27 | dhmg

Es nervt allmählich, wie Öffentlich-Rechtliches Fernsehen Einfluss auf politische Personalentscheidungen zu nehmen versucht. Da wird aus jeder Fliege ein Elefant gemacht, das ist billiger Boulevard.
Di, 07.02.2017, 15:54 | Nostromo

Ich hätte geantwortet: "Ja, ich bin für Sebastian Kurz, aber erst 3 Monate vor der nächsten Wahl, denn damit wird die SPÖ mit absoluter Sicherheit zu Klump gehauen. Das wollen wir doch alle, gell!"
Di, 07.02.2017, 14:44 | B.v.C

........liebe Poster,
das Interview abzubrechen wäre völlig nutzlos, da dieses wohlweislich aufgezeichnet wird und damit wunschgemäß adaptiert werden kann.
Di, 07.02.2017, 15:26 | Holzwurm

Es schauen ohnehin immer weniger Leute ORF, und viele drehen sofort ab wenn sie den bösen Wolf sehen.
Di, 07.02.2017, 11:55 | wolfgang

Warum sich gute Politiker in ein ORF Studio begeben verstehe ich sowieso nicht.
Di, 07.02.2017, 13:48 | Blackie

Die wirklich guten Politiker lassen plump-aggressive Interviewer wie Wolf oder Patricia Pawlicki ohnehin immer schlecht aussehen.
Di, 07.02.2017, 11:54 | 11er

Radfahrer und Politiker wissen, wie unangenehm es ist, einen Wolf zu haben....
Di, 07.02.2017, 11:18 | Wie lange müssen wir den noch ertragen?

Dem Herrn Wolff mit dem Hintern ins Gesicht zu fahren würde jedem beliebigen Politiker vermutlich eine Welle der Sympathie und Zustimmung sowie zahllose Wählerstimmen bringen.
Di, 07.02.2017, 09:01 | os2tom

Die richtige Antwort wäre:"Ich glaube die Zuseher haben es schon verstanden, aber damit es auch der dümmste Interviewer versteht ....."
Di, 07.02.2017, 08:49 | Andreas Lindner

ich sags ja: Je mehr Chaos und Bedrängnis bei der SPÖ, desto stärker wird von deren Spin-Doktoren (ORF inklusive) eine künstliche VP-Obmanndebatte aufgekocht bzw. aufgetischt. Sehr sehr altes Rezept.
Di, 07.02.2017, 08:02 | Im Zeitalter der GOPRO

Cameras - deren Anschaffung ja fast schon notwendig ist- könnte man mit dem dummen Gesicht des Interviewers Geld scheffeln! WENN man den MUT dazu hätte....Aber....
Di, 07.02.2017, 08:01 | WABU

Um Schlafstörungen vorzubeugen sehe ich mir Zib 2 mit diesem Kotzbrocken erst einmal gar nicht an!
Di, 07.02.2017, 01:06 | wienerhans

sinnlos - denn der abbruch würde dann weggeschnitten - bitte dem ORF nicht zuviel charakter zudenken !



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