ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (ORF2 Di, 02.05.2017, 19:55)
Sport Aktuell

Auch im Sport hätte der ORF eine gesetzliche Informationspflicht. Und auch im Sport verletzt er sie ebenso brutal wie auch auf allen anderen Gebieten. Und auch im Sport ignorieren die gesetzlich eigentlich dazu verpflichteten, aber politisch vor allem vom Bundeskanzleramt abhängigen - und fürstlich honorierten - Aufsichtsgremien ihre Aufsichtspflichten.

Der ORF verwechselt ständig und zynisch Information mit Eigen-Promotion. Das sieht man immer wieder besonders deutlich bei der Vorberichterstattung zu den Champions-League-Spielen, also zum wichtigsten Bewerb im gesamten Klubfußball. So wie schon bei allen früheren Runden gibt es selbst im Semifinale eine solche Berichterstattung nur zu jenen Spielen, die der ORF überträgt. 

Da wird am Dienstag ausführlich und ausschließlich nur über jenes Spiel berichtet, das erst am Mittwoch im ORF übertragen wird. Obwohl es keinerlei Neuigkeiten gibt. Obwohl man halt als Füller nur jeweils einen Spieler der beiden Mannschaften zu porträtieren weiß. Das aktuelle und daher viel wichtigere Semifinalspiel hingegen, das eine halbe Stunde nach "Sport aktuell" beginnt, wird mit keiner Silbe erwähnt.

Da wechselt man mit Freude auf das öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen. Dort finden selbstverständlich beide Spiele statt. Dort bleibt einem übrigens auch der unerträgliche Herbert Prohaska erspart. Dort bleibt man dann mit gutem Grund dauerhaft hängen.

Wundert es eigentlich noch irgendjemanden, dass die Marktanteile des ORF im abgelaufenen Monat schon wieder um volle drei Prozentpunkte zurückgegangen sind, dass er also ein Zehntel seiner Seher verloren hat?  Kann irgendjemand noch rechtfertigen, dass bei einem Markanteil von gerade noch 30,0 Prozent für ORF 1 und ORF 2 zusammen(!) nolch immer Zwangsgebühren bezahlt werden müssen? Erinnert sich noch jemand, dass der herrschende ORF-Generaldirektor bei Amtsantritt einen 40-prozentigen Marktanteil versprochen hat?

Geradezu lächerlich, wie die ORF-Spin-Doktoren den neuerlichen Rückgang zu verharmlosen versuchen: Im Vorjahr habe es mit den Präsidentenwahlen ein erhöhtes politisches Interesse gegeben, verkünden sie. Dabei haben auf ORF 1 damals die Wahlen praktisch überhaupt nicht stattgefunden! Und doch geht auch der Marktanteil dieses Senders fast genau in der gleichen Proportionalität zurück wie bei ORF 2! Dabei haben sie auch gegenüber dem vorletzten Jahr Marktanteile verloren (wenn auch nicht so viel).

Wenn sie wenigstens halb so gut Programm machen würden, wie ihre Propagandaschiene die Fakten ständig zu verzerren versteht.

Mi, 03.05.2017, 08:57 | Josef Maierhofer

Der ORF ist ein Spiegelbild der linken österreichischen Politik von Rot - Grün, beides am absteigenden Ast.
Mi, 03.05.2017, 05:45 | Alfred Nechvatal

Zu einem Unterberger-Kommentar kann man nur eines sagen: er hat Unterberger-Qualität ! Allerdings muss man zum Kommentar über den ORF die Frage stellen, ob der ORF noch eines Kommentar würdig ist !



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