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hans kreimel (oe1 Sa, 24.06.2017, 11:40)
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Ö1 entpuppt sich wieder mal als Zentralorgan der Öko-Populisten. An der Tatsache, dass in Faschiertem multiresistente Keime gefunden wurden, konnte die Redaktion natürlich nicht vorbei gehen. Schuld darf natürlich nur der „überbordende“ Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung sein.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Haustierbesitzer und die Verschreibungspraxis bei Humanantibiotika nicht dran Schuld sein dürfen, weil beides potente Spender-Zielgruppen sind.

Gründlich zu recherchieren vermeidet die Redaktion, sonst müsste sie entdecken, dass man mit den Antibiotika-Einsätzen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung keine für den Menschen gefährliche resistente Keime züchten kann. Nutztier-Antibiotika werden eben nur beim Nutztier eingesetzt. Die führen auch zu Resistenzen, aber nicht auf solche gegenüber Human-Antibiotika. Um solche Resistenzen zu unterbinden, werden die Wirkstoffgruppen sauber getrennt.

Bei Haustieren sind schon mehr Wirkstoffe freigegeben, aber wie oben erwähnt, das ist eine interessante Spenderzielgruppe, mit der man es sich nicht verscherzen darf. So wie man es sich auch nicht mit Medizinern verscherzen will. Oder der chemischen Industrie, die mit Freude Desinfektionsmittel verkauft, die wirklich nur mehr die resistentesten Keime übrig lassen.

Fleisch ist wie jedes andere Lebensmittel kein keimfreies Produkt. Im Zuge der Verarbeitung lässt sich nicht verhindern, dass solche Keime auf Frischfleisch und Fleischprodukte gelangen. Wenn man das nicht will, muss man zu gekochten Produkten greifen. Wenn sie die Fleischprodukte ordentlich garen, passiert ihnen auch gar nix. Sogar wenn sie sie roh verzehren, passiert ihnen in der Regel nichts, so lange sie nicht bereits krank oder krankheitsanfällig sind. Nur wenige Keime sind akut krankheitserregend, führen zu Durchfall und anderen Unannehmlichkeiten.

Auch wenn es der Öko-Spendenmafia nicht in den Kram passt, unsere Lebensmittel waren noch nie so sicher wie heute. Die Möglichkeiten der Lebensmittelkontrolle waren noch nie so umfangreich. Das Wissen war noch nie so umfangreich wie heute. Das sollte auch der ORF bei Schauergeschichten immer dazusagen.

Mo, 26.06.2017, 23:22 | Seimen

Es wird behauptet die Verschreibungspraxis von Humanantibiotika darf von Ö1 nicht als schuldig dargestellt werden. In anderen Sendungen von Ö1 wird oft auf eben dieses Problem hingewiesen.
Mi, 28.06.2017, 11:22 | hans kreimel

die hinter diesen kampagnen stehenden spendendensammler-ngo.s vermeiden es, die verschreibungspraxis zu kritisieren, weil ärzte dort nicht unwesentlich zum spendenvolumen beitragen.
Fr, 30.06.2017, 10:10 | Auch das kann man so nicht stehen lassen. Leider.

@hans kreimel: Aha, die gewissenlos-antibiotikaversessenen Ärzte sind also der Grund, sie kaufen sich gewissermaßen das Wohlwollen irgendwelcher NGOs mit Spenden - sowas Absurdes glauben Sie?
So, 25.06.2017, 10:02 | So kann man das nicht stehen lassen. Leider.

Ich bin Arzt und sehe das ganz anders als Herr Kreimel. Und ich halte seine generelle Aussage über die Harmlosigkeit der in der Tierhaltung verwendeten Antibiotika für falsch.
So, 25.06.2017, 12:28 | hans kreimel

antibiotika sind keine harmlosen medikamente. auch seitens der tierhalter wird versucht, die haltungsbedingungen so zu verbessern, dass man mit möglichst wenig medikamenten durchkommt.
So, 25.06.2017, 05:54 | Freier Mensch

Danke vorerst für die sachliche Aufklärung.ORFler haben nicht nur Propaganda-Aufgaben,sie sind darüber hinaus offensichtlich noch dümmer,als es die Polizei erlaubt.Habs nie geglaubt, wird immer klarer



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