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Andreas Unterberger (ORF2 Mo, 07.08.2017, 21:05)
Sommergespräche

Man ist positiv überrascht, dass Tarek Leitner beim Start der heurigen Sommergespräche einen entkrampften Stil und eine freundliche Atmosphäre geschafft hat. Man kann nur hoffen, dass dieses Fehlen hasserfüllter Verbissenheit auch bei FPÖ und ÖVP zu merken sein wird. Es widerspricht jedenfalls ganz der Linie, die Leitner sonst bei seinen Interviews pflegt, die auch in den Vorjahren regelmäßig bei den Sommergesprächen zu spüren war.

Damit ist das Lob für den Moderator aber schon aufgebraucht. Es war - höflich ausgedrückt - ziemlich erstaunlich anzusehen, wie verbogen er sich in den Fauteuil gelümmelt hat. Und inhaltlich waren seine Fragen weder durch besondere Intelligenz noch durch inhaltliche Kreativität geprägt. Auch sein Gegenüber, der an sich durchaus dialogbereite Neos-Mann Strolz, konnte so wie die Zuschauer oft nicht ganz erkennen, was Leitner mit seinem Geplauder eigentlich sagen oder fragen wollte. Da sich auf der anderen Seite Strolz selbst häufig in esoterischen Wolken und Berater-Phrasen ("Wir sind ein Kräftefeld") verloren hat, werden sich wohl viele Zuschauer bald gefragt haben: "Worüber schwätzen die beiden eigentlich?", und einen anderen Kanal angesteuert haben.

Wirklich arg waren nur die beiden Einspielungen. Da hat der ORF zwei mehr als dümmliche Szenen aus hauseigenen Spiefilm-Serien ausgewählt, die beide nach dem gleichen Motto gestrickt waren: Wie sich dümmliche Drehbuchautoren die große Welt der Wirtschaft vorstellen. Wenn einem schon selbst nichts mehr einfällt, dann sendet man halt fiktionalen Unsinn, wie etwa jenen, wo ein geldgieriger Typ im Alpinlook einen Badesee zuschütten will, um ein Einkaufszentrum zu errichten.

Was auch immer das mit der Realität, mit Strolz oder dem Wahlkampf zu tun haben soll.

Da Leitner dem Gast weder etwas herauszulocken verstand noch ihn auf wirklich Interessantes hinführte, da auch Strolz nichts Neues von sich gab, bleibt für jene, die durchgehalten haben, nur ein einziger Erkenntnisgewinn: Strolz hat plötzlich seine vorarlbergerisch gefärbte Hochsprache unterbrochen und im breitesten Wiener Dialekt "Oasch" gesagt.

Wahrscheinlich glaubt er, dass er jetzt volkstümlich ist.

Di, 08.08.2017, 22:48 | Werter Dr. U,

Ihr Optimismus in Ehren, aber Leitner war schon zu Schulzeiten (Jesuitenkolleg!) ein glühender Sozialist. Sein Urlaub mit den Kerns auf Ibiza wird sicher Früchte tragen...
Di, 08.08.2017, 22:32 | sokrates9

Warum braucht man Einspielungen? Kann sich der Moderator nicht deutlich genug ausdrücken oder will man das eingeschlafene Publikum aufwecken?
Di, 08.08.2017, 18:05 | Marand Josef

Die Zuschauer Quote muß ja unterirdisch gewesen sein, wäre sie groß gewesen, hätten sich die Linksmedien vor lauter Orgasmen schier überschlagen. Daß darüber gar nicht berichtet wird, läßt vermuten..
Di, 08.08.2017, 20:33 | wernmannfayer

Die stetig schwindenden Reichweiten geben Anlass zur Hoffnung, dass dieses Nordkorea TV bald gänzlich von der Bildfläche verschwindet.
Di, 08.08.2017, 16:48 | wolfgang

War grad in den Lungauer Bergen- dort gibt es in manchen Ferienhäusern gar keinen ORF mehr! Die haben sehr hohe Intelligenz, die Lungauer! Und sehr wütend über Kerns Katastrophenauftritt in Oberwölz!
Di, 08.08.2017, 16:10 | Gabriele Gratsch

Offtopic1: D. Kehlmann hat nun moniert, Österreich sei "provinziell" und "hinterhältig". Er will uns aber bald sein neues Werk "Uhlenspiegel" verkaufen.
Dumm, den potentiellen Ö.-Leser zu vergraulen !
Di, 08.08.2017, 16:14 | Gabriele Gratsch

Offtopic2: Herr Kehlmann liefert übrigens nur eine "Nachschöpfung" des ausgezeichneten Werks "Uhlenspiegel" von Charles de Coster ab....vielleicht muß er von diesem Makel ablenken ?!
Di, 08.08.2017, 16:08 | wernmannfayer

Es ist nicht immer ein Nachteil wenn man komplett nveau- u. talentbefreit ist. Kann man es dennoch oder deswegen beim Trottelfunk ganz weit nach oben schaffen.
Di, 08.08.2017, 14:09 | kritischer Bürger

Obwohl auch Puls 4 kritisch zu sehen ist, können sich die Konsumenten beider "Sommergespräche" mit Strolz ein klares Bild vom Niveauunterschied der beiden Sendungen machen ...
Di, 08.08.2017, 10:24 | sokrates9

Sorry! Habe das anders gesehen! der linke Leitner konnte mit Stolz nicht mithalten! Einspielungen sind völlig vertrottelt! Der Moderator muss wilde Assoziationen herstellen um diesen Käse zu bringen!
Di, 08.08.2017, 10:18 | Josef Maierhofer

Strolz gehört ja 'zur Familie', das werden wir dann bei Kurz und Strache merken, die gehören nicht 'zur Familie'. Ich glaube nicht, dass da irgendwas anders ist.
Di, 08.08.2017, 09:23 | Tarek Leitner wird schon noch zur Hochform auflaufen

Bei der ÖVP gibts dann das AK-Video , und bei der FPÖ eines vom Haselsteiner.
Keine Sorge.
Di, 08.08.2017, 09:03 | Günter Thonhauser

Leitner wirkte wie sein Outfit: lächerlich. Und Strolz ist ohnehin ein besond. Vogl. Wenn man den sieht u. hört, denkt man sofort an "eingraucht". Hoffentlich veschwinden diä. NEOS v. d. Politbühne!
Di, 08.08.2017, 09:18 | Freier Mensch

Dàccord !! Strolz ist ein esoterischer "Wunderwasser-Verkäufer" .Im Wilden Westen hätte man ihn aus dem Dorf gejagt. Und T.Leitner ist innerlich zerrissen, weil sein linksextremer Sinn überschwappt !!
Di, 08.08.2017, 06:54 | Francesco Huber

Ich gebe mir das nicht mehr was der journalistische Müllhaufen Rotfunk für gut und richtig findet und verbreitet
Di, 08.08.2017, 09:03 | wienerhans

alleine schon die watch-rezension über diesen mist wertet diesen auf - unwert !
Di, 08.08.2017, 02:54 | Freier Mensch

Gut beobachtet u.geschrieben! Ich kenne Leute,die aus ihrer Zeit in d.Psychiatrie erzählen :genauso verhält sich Tarek Leitner,nur perfekter! Und zu Strolz :auch im Ländle spricht man fallweise deutch
Di, 08.08.2017, 06:41 | boris golan

Sehr gut Freier Mensch,sie sind nicht drauf reingefallen.
Di, 08.08.2017, 09:39 | boris golan

Freier Mensch,bei Ihren komentaren biege ich mich
vor lauter lachen.Perfekt formuliert.
Di, 08.08.2017, 09:40 | boris golan

Wunderwasserverkäufer,perfekt formuliert.



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