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Andreas Unterberger (ORF2 Do, 21.09.2017, 22:00)
ZIB 2

Das war wieder ein absolut durchgehender SPÖ-Werbeabend. Einige Beispiele:

  • In der Diskussionssendung Kern-Strolz wurde der Neos-Chef immer wieder von der Moderatorin unterbrochen, der SPÖ-Chef nie. Dieser konnte auch immer wieder ungehindert das Thema wechseln, um ungehindert seine Zielgruppen ansprechen zu können (offensichtlich sind das die Supermarktkassiererinnen).
  • Nicht einmal andeutungsweise wurde von der Moderatorin jenes Thema angesprochen, das die Österreicher nach allen Umfragedaten weitaus am meisten interessiert, also Migration, Islamisierung und Sicherheit. Und freiwillig haben sich Rot und Pink natürlich schon gar nicht dazu geäußert (Kein Wunder, dass der Marktanteil der Diskussion mit 22 Prozent sehr schwach war, und Kerns Kassiererin mit Sicherheit bei jenen 12 Prozent war, die selbst innerhalb des ORF ein anderes Programm gewählt haben).
  • Besonders absurd: Die Moderatorin verbot Strolz, über nichtanwesende Dritte zu reden und konfrontierte ihn dann selber mit einem Sager des nicht anwesenden Neos-Sponsors Haselsteiner.
  • Damit die Genossen nur ja alle Patzer des SPÖ-Chefs ausbessern können, findet in der ZiB2 dann nach der Diskussion ein sogenannter Faktencheck durch eine besonders verlässliche Linke statt. Die Dame verschwurbelte sich freilich lediglich in einem Detail um Bank-Austria-Pensionsnachzahlungen, um Kern zu helfen. Und behauptete als angebliche Konklusion (aus dieser völlig offenen Rechtsfrage) wörtlich: "Wir werden 600 Millionen Euro weniger zahlen." (nämlich 2017 aus dem Steuertopf für die Pensionen). Richtiger und viel weniger ORF-Fake-News wären freilich folgende Faktencheck-Sätze gewesen wie: "2017 muss trotz boomender Weltkonjunktur der Steuerzahler wieder rund zehn Milliarden in die durch Beiträge völlig unzureichend gefüllten Pensionstöpfe zuzahlen." Oder: "Der Staatszuschuss zur Pensionsversicherung hat sich in zwanzig Jahren mehr als verdoppelt."
  • Zur Gänze dem von der SPÖ in ihrer Verzweiflung jetzt gewählten Wahlkampfthema Mieten war dann die Sendung "Schauplatz" gewidmet, wo ununterbrochen in Sozialporno-Manier Stimmung gegen Hauseigentümer und für Hausbesetzer gemacht wurde. Die wahren Gründe der Wohnungspreissteigerung (Überregulierung von den Mieten bis zu den Bauvorschriften, die Negativzinsen der EZB, der Massenzustrom von - natürlich Wohnraum benötigenden - Migranten aller Art, ungenügender Sozialwohnbau durch Gemeinden und Länder) wurden hingegen nie angesprochen.
  • Zum bevorstehenden Verhüllungsverbot wurde zwar ein Interview mit einem arabischen Millionär gebracht, der angeblich die Strafen der Betroffenen zahlen will. Mit keinem Wort wurde jedoch die schon Stunden vor der Sendung veröffentlichte Erwiderung von Sebastian Kurz auf diese Ankündigung erwähnt, dass sich dieser Millionär damit selbst wegen Anstiftung strafbar macht.
  • Und ebenso "natürlich" ist, dass es keine ORF-Silbe zur überhaupt ungeheuerlichsten Meldung des Tages gegeben hat, nämlich der Festnahme eines somalischen Gewalttäters in Österreich, der in Schweden seine Frau mit Axthieben schwer verletzt hatte. Das Ärgste daran: Der Mann hatte im Jänner unter falschem Namen in Österreich Asyl bekommen, obwohl er damals schon monatelang europaweit  als "European Most Wanted" gesucht worden war! Denn nach EU-Recht (Recht??) dürfen international nur die Fingerabdrücke von Asylwerbern verglichen werden, nicht aber die der Kriminalpolizei. Aber weder darf ein kritisches Wort über die EU fallen, noch über kriminelle Flüchtlinge, noch über die viel zu großzügige Asylpraxis. Das würde ja einer Rechtspartei helfen.

Die Erfahrung der letzten Monate hat sich neuerlich bestätigt: Es wird bis zu den Wahlen jeden Tag noch schlimmer werden, was der ORF an Fake News (durch Faktenverdrehen, durch Unterlassen), an Einseitigkeiten betreibt.

So, 24.09.2017, 01:37 | Wahfieber

Gut so, holt euch was euch zusteht @0RF. Je mehr die Rotfunker im Wahlkampf einseitig entgleisen, desto weniger Mitleid wird das Publikum dann mit SOS-ORF & Co haben. Wir sind doch nicht blöd Mann!
Sa, 23.09.2017, 17:11 | roaring6tie

Wailand vergaß hinzuzufügen, dass d. [Gift)Pilz in den letzten 3 Jahrzehnten 24 Jahre lang im NR gesessen hat. Also wenn das "Neue" sein soll u. "Veränderung" vorgaukeln soll, dann GuteNachtÖsterreich
Sa, 23.09.2017, 18:56 | Freier Mensch

Sie Ärmster,ich fühle mit Ihnen.Bin zwar ein swinging5tie,aber Sie haben recht:die Vertrottelung in AUT ist bereits so weit,dass Typen wie Pelinka u.Wailand jeden Sch.s erzählen können !!Cool bleiben.
Di, 26.09.2017, 12:48 | Shakira

Der zitierte "Gift-Pilz hat in seiner gesamten politischen Laufbahn noch nichts erreicht, außer das Lukrieren kostspieliger U-Ausschüsse, letztlich haben die ihm auch nichts gebracht.
Sa, 23.09.2017, 17:08 | roaring6tie

Parlamentsparteien vorhanden wäre. Hr. Wailand v. der "Krone" schoss d. Vogel ab, indem er formulierte, die Wähler würden Hrn. Pilz als jemanden sehen, der etwas "Neues" u. "Veränderung" brächte.
Sa, 23.09.2017, 17:04 | roaring6tie

alle bundesweit antretenden Parteien, die noch außerhalb d. NR sind, in herablassender Weise d. Lächerlichkeit preisgegeben und damit insinuiert, dass Vernunft + "Realität" nur innerhalb der ....
Sa, 23.09.2017, 17:01 | roaring6tie

Inhalt der Kritik waren die Vorfälle in der ORF II-Diskussion bei Hrn. Pelinka im Anschluss an die Konfrontation Strolz vs Kern letzten DO ab ca. 21.15 Uhr. Pelinka selbst hat in überheblicher Manier
Sa, 23.09.2017, 16:57 | roaring6tie

Ich kann hier berichten, dass ich heute nachmittag auf der Debattenplattform des ORF für 24 Std. gesperrt wurde, weil ich mir erlaubt habe, den ORF (wie ich meine zurecht!) zu kritisieren
Sa, 23.09.2017, 08:19 | wernmannfayer

22% damit ist alles gesagt. Interessiert niemanden was der Pizzaboy und der Angestellte vom Haselsteiner zu sagen haben.Gut so
Fr, 22.09.2017, 16:33 | Churchill

Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleiche Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
Fr, 22.09.2017, 12:15 | Werner Beidl

"Wir werden 600 Millionen Euro weniger zahlen." Das war tatsächlich der Gipfel der Lächerlichkeit, zumal die Dame mit dem Nasenmoped den Gesamtbetrag von 10 Mrd. Euro nicht einmal erwähnt hat.
Sa, 23.09.2017, 19:04 | Freier Mensch

:-))) brüüülll : NASENMOPED !!! Danke !! Nicht mal für 1.000 Becher Heidelbeer, geb ich den Werner Beidl her !!:-))
Fr, 22.09.2017, 12:00 | Richter

Kern bleibt gar nichts anderes übrig als seine Kernwähler (haha) vollständig zu mobilisieren. Und dies sind mittlerweilen zu einem Gutteil Passösterreicher, die die SP-Migrantenpartei wählen.
Fr, 22.09.2017, 13:44 | sokrates9

Diese Hilfestellung für Kern ist so plump und durchsichtig, dass es damit sicherlich nicht gelingt via TV - Duelle aufzuholen!
Fr, 22.09.2017, 15:06 | Sultan

Kern kann zumindest rechnen: Die rund 300.000 Wähler aus dem migrantischen Lager braucht er dringend, um nicht zu einer bedeutungslosen Kleinpartei zu schrumpfen.



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