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Andreas Unterberger (ORF1 Di, 23.01.2018, 21:50)
Ski: FIS Weltcup Slalom der Herren Schladming

Chauvinistische Zuschauer irritieren beim Schladminger Slalom durch Schneebälle den nur ganz knapp zurückliegenden norwegischen Konkurrenten des österreichischen Siegers. Der ORF wiederholt die Szene ein paar Mal und schimpft über die Schneeballwerfer. Das wars dann auch schon wieder.

Damit hat auch die Sportredaktion wieder einmal gezeigt, mit welch engem und chauvinistischem Tunnelblick sie agiert. Denn journalistisch wäre es - insbesondere angesichts der langen Übertragungszeit - gewesen, wenn man:

  1. Das Thema angeschnitten hätte, ob bei solchen Vorfällen das Ergebnis überhaupt korrekt sein kann.
  2. Einen nichtösterreichischen FIS-Verantwortlichen dazu gefragt hätte.
  3. Einen Juristen dazu befragt hätte, wie eine solche Aktion straf- und verwaltungsrechtlich zu bewerten ist.
  4. Die Schladminger Polizei befragt hätte, ob sie eine Spur der Werfer hat.

Nichts davon ist geschehen.

Wie eng der Tunnelblick der Sportredaktion ist, konnte man übrigens auch daran erkennen, dass sie zwar einen Rallyefahrer und diverse Familienangehörige samt Freundinnen des Marcel Hirscher vorgestellt hat, aber die österreichische Familienministerin, die den Siegern Blumen überreicht hat, nicht kennt ...

Journalistisch wäre übrigens auch gewesen, bei einem solchen Massenereignis ebenso die chronikalen Aspekte anzusprechen, wie etwa auch die Anreise der Menschen angesichts der Lawinensituation. Aber auch dazu hätte man einen Blick aus dem eigenen Schrebergarten hinaus machen müssen.

Fr, 26.01.2018, 10:09 | Weinkopf

Alles was recht ist, aber dieses äußerst unfaire und beschämende Verhalten mancher Zuschauer ist durch nichts zu rechtfertigen. Dass so etwas anderswo auch geschieht macht die Sache nicht besser.
Mi, 24.01.2018, 12:36 | os2tom

Ich bin ein absoluter Fan dieser WEB-Site, den darauf befindlichen Berichten und den daraus resultierenden Kommentaren.
ABER....
Das war eine Sportsendung!
Punkte 1-4 maximal für eine eigene Sendung.
Mi, 24.01.2018, 13:45 | Ingrid B.

Entschuldigung aber das ist bei mir als Quatsch angekommen. Nach Ihrer Schlussfolgerung , hätte nur der Rallyfahrer als Stäusserlüberreicher genannt werden dürfen, als einziger kaum bekannter Sportler
Mi, 24.01.2018, 11:38 | Eigentlich …

… ein Anlass für ein paar ORF-Sendungen (Thema, Im Zentrum) zum Thema rechter Ausländerhass der Österreicher. Ich nehme an, beim ORF wird davon ausgegangen, dass es sich um Einheimische gehandelt hat.
Mi, 24.01.2018, 13:53 | fr

Das glaub ich auch.Der Reporter Polzer ist ja sonst ein Österreicher-Hasser ,der sowas gar nicht haben will.Wenn ausländ.Besucher auf Hirscher,Matt etc..schmeissen würden, okay !Aber sonst :AUT = Gaga
Mi, 24.01.2018, 11:35 | Ingrid B.

Das wäre doch von einem ORF-Sportreporter wirklich zuviel verlangt, wenn er jetzt schon alle neuen Minister kennen müsste. Auch so kann man Politik betreiben, einfach die Leute nicht nennen.
Mi, 24.01.2018, 11:23 | Franz Stefan Parteder

In diesem konkreten Fall muss ich Herrn Unterberger einfach Recht geben. Noch ärger war Steiermark Heute.
Mi, 24.01.2018, 10:56 | Josef Maierhofer

Der ORF, wie er ist, eingeklemmt in der eigenen Ideologie (= Idiotie). Und die aufgehetzten Menschen, wie sie sind, einfach dumm, wie Marcel Hirscher gesagt hat.
Mi, 24.01.2018, 14:07 | fr

Allerdings werden österr.Skiläufer bei Veranstaltungen im ehem.Jugoslawien (Kranska Gora, Sarajevo..)regelmäßig mit Schneebällen beworfen,ausgebuht,gestört,verlacht etc.. !!Aber das ist ja okay,oder?!



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