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Werner Reichel (ORF2 Sa, 07.04.2018, 21:10)
Romy 2018 - Der Österreichische Film und Fernsehpreis

Eines vorweg: Ich habe die ROMY-Gala ganze zehn Minuten durchgestanden. Das war genug. Mehr als genug.  Es gibt wirklich angenehmere und unterhaltsamere Möglichkeiten, einen Samstagabend zu verbringen. Die Romy zieht sich wie ein Strudelteig dahin und selbst eine Waltons-Folge bietet mehr Spannung, Überraschung und Unterhaltung. Dass sich eine Berufsgruppe selbst feiert, deren Protagonisten sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sie sich für ein Geschenk an die Menschheit halten, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Nur werden Branchentreffen von Rauchfangkehrern, Notaren oder Zahnärzten nicht im ORF-Hauptabendprogramm mit viel Trara übertragen.

In den wenigen Minuten, wo ich mir die Romy-Verleihung reingezogen habe, hörte ich viel von Mut und gesellschaftlicher Verantwortung und wie wichtig es nicht sei, als Schauspieler stets Position zu beziehen und Haltung zu zeigen. Selbst ORF-Fernsehdirektoren Kathrin Zechner präsentierte sich bzw. irgendein Projekt von ihr als mutig. So billig gab es Mut noch nie.

Und wie ich am nächsten Morgen gelesen habe, war auch der deutsche Jan Böhmermann wieder einmal ganz mutig, als er mit seinem postpubertären Bobo-Humor einmal mehr auf der Bühne „provozierte“ gegen rääächts „kämpfte“.

Es ist amüsant, wie sich Schauspieler und Medienmenschen permanent als angstlose Kämpfer für Gerechtigkeit und das Gute in Szene setzen. Die Romy ist damit genauso fiktional wie jene Serien und Filme, in denen diese Leute sonst mitspielen. Das Einrennen offener Türen, der Kampf gegen rechte Vogelscheuchen und das unreflektierte Wiederkäuen linker Binsenweisheiten wird bei solchen Veranstaltungen gerne als Mut, Moral und Weitsicht verkauft.

Nichts daran ist mutig, nichts daran ist couragiert, man suhlt sich lediglich im Meinungsschlamm seines eigenen politischen Biotops, man verlässt niemals den engen politisch korrekten Meinungskorridor, vertritt die selbe Meinung, die auch alle anderen aus der Herde haben und fühlt sich dabei so widerständig und schlau. Mäh!

Man verwechselt seine Blase mit der Realität. Was außerhalb der eigenen Blasenexistenz liegt, erkennt man nur äußerst schemenhaft. Weshalb sie die exotische Welt der kleinen, dummen Menschen da draußen in ihren Werken auch so holzschnittartig darstellen. In einer Gedankenwelt, wo links gut und intelligent und rechts böse und dumm sind, gibt es keine Zwischentöne und Schattierungen.

In Österreich sitzen seit kurzem die beiden Lieblingsfeinde der ROMY-Preisträger in der Regierung, was aber am Monopol der Linken am Kunst-, Kultur- und Medienbetrieb nicht das Geringste ändert. Dass diese Regierung als so gefährlich, brutal und rücksichtslos dargestellt und wahrgenommen wird, liegt ja nicht daran, was sie tut, sondern daran, dass sie dieser Branche als permanente Projektionsfläche und Feindbild dient, an dem man sich moralisch emporranken kann. Mit echten Feinden würden sich diese Leute ohnehin nicht anlegen. Wie viele islamkritische Kabarettprogramme oder TV-Filme wurden bisher in Österreich gezeigt?

Henryk Broder hat es so ausgedrückt: Die Geschäftsgrundlage der aktuellen Antifaschisten ist das Fehlen einer faschistischen Bewegung.

Auch künftig werden in Österreich ausschließlich Filme, Theaterstücke, Kabarettprogramme und TV-Serien mit neosozialistischen und politisch korrekten Heilsbotschaften zu sehen sein. Etwas anderes ist in den letzten Jahrzehnten auch nicht gedreht, geschrieben oder aufgeführt worden. Man hat es geschafft, den gesamten Medien- und Kulturbetrieb von allen Andersdenkenden und Abweichlern zu säubern. Bei der kleinsten Abweichung wird scharf geschossen. Herrlich, jetzt sind in diesem so wichtigen und prägenden Teil der Gesellschaft alle Jünger ein und derselben Ideologie. Bei der Romy-Gala präsentierte man voller Stolz seine linke Einheitsmeinung und warnte vor allen Menschen, die eine andere haben. Genau wie in ihren Filmen, Programmen und TV-Serien spielten die Darsteller dieses Abends die Mutigen, Schlauen und Couragierten, die die dummen, kleinen und ängstlichen Menschen da draußen an der Hand nehmen und ihnen die komplexe Welt erklären müssen. Selbst bei den biederen Waltons gab es mehr Dissens.

Di, 10.04.2018, 18:40 | Des Kerns Pudl

Fantastisch zusammen gefasst. Chapeau!
Mo, 09.04.2018, 21:12 | Realist

Das Beste, der Vollholler-Satiriker mit den rot-grünen Eiern bekommt die Romy. Der Wert dieser Auszeichnung wird konterkariert. In seiner Sprache ein Schweine-Furz. Auch geeignet für den Brandstätter
So, 08.04.2018, 23:01 | Caliope

Besitze seit 6 Jahren keinen Fernseher mehr.
Könnte zwar am großen 30-Zoll-PC-Bildschirm die TV-Thek des ORF kommod nutzen, aber ich bin ja kein Masochist.
Außerdem habe ich den Rundfunk abgemeldet.
So, 08.04.2018, 22:40 | El Capitan

Die Sendung war von solch unfreiwilliger politisch korrekter Hyperaktivität, dass es schon wieder glücklich machte. So wie c-date. Politisch geil für 68er Spätlese.
So, 08.04.2018, 21:24 | Günter Thonhauser

Leider war das zu erwarten und ist zum kotzen! Aber die Protagonisten tun es so durchschaubar, dass ihre eigene Dämlichkeit offensichtlich wird. Tiefstes Niveau dieser intellektuellen Flachwurzler!
So, 08.04.2018, 21:24 | alpo

Was müssen sich ein Simonitschek oder die Berben insgeheim bei dieser Veranstaltung gedacht haben? Etwa über die beiden Moderatoren oder die stümperhaften Satireversuche eines Böhmermann, (peinlich)²!
So, 08.04.2018, 20:11 | Böhmermann???

Dieser Mensch ist ja ein Brechmittel, wer den wählte, muß krank im Kopf sein. Warum beschimpft er uns derart? Gibt es in der BRD keine Themen für ihn? Wozu nimmt er die ROMY, wenn wir so blöd sind?
Mo, 09.04.2018, 18:56 | Ingrid B.

Wie beschränkt die Geehrten mitunter sind, zeigt auch der M'Barek, der wollt doch seinen österreichischen Pass verschenken wenn die Rechten... Aber zum Preisabholen ist Wien schon recht. Verlogene Kün
So, 08.04.2018, 19:52 | Nur widerlich!

Die linke Meinungs-Schickeria feiert sich auf Kosten der GIS-Zahler, unappetitlich! Blümel sitzt dabei, unternimmt nichts. Dieser Mann hat kein Rückgrat, er sorgt dafür, daß die ÖVP in Wien weg ist!
So, 08.04.2018, 17:01 | wernmannfayer

S. g. Hr. Reichel. Gratuliere zu dem grandiosen Beitrag. Es wäre mir eigentlich völlig egal, dass sich diese weltfremde Bobokaste abfeiert wenn man es nicht mit unseren Zwangsabgaben finanziert.
So, 08.04.2018, 16:57 | hagar

Hab mir die Selbstbeweihräucherung dieser selbsternannten Moralapostel nicht angetan. Einige trugen hoffentlich das Kopftuch, denn Solidarität muss sein.
So, 08.04.2018, 15:18 | Wie schön muß es sein, sich und seinesgleichen zu feiern!

Sind sich die Teilnehmer an dieser Selbstbeweihräucherung nicht im klaren, dass sie in einer Scheinwelt leben? Dass sie buchstäblich nichts wären ohne ihre linken Protektoren (im ORF, ZDF u.ä.)?
So, 08.04.2018, 13:51 | Freier Mensch

Danke f.Ihre Ausdauer,Sir.Diese Figuren ähneln denen sterbender sozialist.Diktaturen TOTAL.Hätte ich nie für möglich gehalten.Böhmermann u.MuBarek,:-((!Der Kreis künftiger Lagerinsassen schließt sich.
So, 08.04.2018, 13:38 | Marand Josef

Bei so viel moralinsaurem Aufstossen der Protagonisten kommt mir immer das Kotzen.
Ein großes Speibsackerl, bitte!
So, 08.04.2018, 18:56 | golan boris

Speibsackerl ist schon unterwegs,sollte morgen ankommen,Inhalt ist 10L.Nach gebrauch bitte in die
Löwelstrasse 1010,Wien schicken.Danke.
So, 08.04.2018, 13:08 | Sabetta

Wir dürften uns in der Vollendungsphase einer Diktatur befinden. Nichtlinke werden immer öfter mit Verbrechern gleichgesetzt - s. dazu das NetzDG, Fake-News, Überwachung, "Wahrheitsministerien"...



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