ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Kurt Ceipek (ORF2 Do, 17.05.2018, 22:00)
ZIB 2

Wenn es nach den Wünschen der ORF-Mannschaft ginge, dürfte der Stiftungsrat – das oberste Aufsichts- und Entscheidungsgremium des ORF – nur eines: Für regelmäßige Erhöhung der Zwangsgebühren sorgen, die Gehälter und Pensionen immer ordentlich anheben, aber sonst die Goschen halten. Hinweise auf Fehlentwicklungen im ORF oder gar Kritik an schwerwiegenden Fehlern wären schädlich für das Unternehmen und sind daher gefälligst zu unterlassen.

Nur so kann man die Aussagen nach der Wahl von Norbert Steger zum Vorsitzenden des Stiftungsrates interpretieren. Einige der Aussagen und das Interview der sichtlich profilierungssüchtigen Moderatorin Nadja Bernhard waren nicht nur für ORF-kritische Zuseher atemberaubend.

Da fehlte es nicht an kleinen Sticheleien, beispielsweise dass die Vorgänger Stegers bei der Wahl mehr Stimmen (Steger wurde mit 25 von 35 Stimmen gewählt) bekommen hätten. Und dann will dieser Mann auch noch mitreden. Berichterstatterin Regina Pöll vorwurfsvoll: „Heute fordert Steger einen besseren ORF.“

Also wirklich! Darf er denn das?

Energisch wehrt sich die ORF-Mannschaft gegen Kritik oder gar eine „Drohkulisse“. Steger zeigte sich überzeugt, dass der wachsende Druck auf den ORF schon positive Auswirkungen zeige. Als Beispiel: Armin Wolf schaut nicht mehr ganz so grimmig wenn er einen „Blauen“ zu interviewen hat, wie in Zeiten vor der Wahlniederlage von Rot-Grün.

In das Interview mit Norbert Steger stieg Nadja Bernhard im Armin-Wolf-Stil ein. Als Chef des Aufsichtsrates sei es doch seine Aufgabe, sein Unternehmen – also den ORF – zu verteidigen, meinte die Blondine vorwurfsvoll und in der offensichtlichen Meinung, dass Kritik da nichts verloren habe.

Dann warf die Interviewerin dem neu gewählten Vorsitzenden des Stiftungsrates vor, an einem neuen ORF-Gesetz zu schreiben. Nadja Bernhard: „Sind Sie da geeignet, die Unabhängigkeit des ORF zu garantieren?“ Steger dazu: „Das neue ORF-Gesetz wird es geben.“ Die drei großen im Nationalrat vertretenen Parteien seien einig, dass der öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF dringend weiter entwickelt werden müsse. Der öffentlich-rechtliche Auftrag sei von den Journalisten des Hauses zu erfüllen, sonst werde in der Öffentlichkeit die Akzeptanz fehlen, dem ORF das benötigte Geld zu geben.

Steger wies darauf hin, dass ORF-Journalisten sich über eine Fülle an Privilegien freuen dürften. Da müssten diese Journalisten auch ein wenig Kritik vertragen. Die Journalisten müssten mit ihrer Arbeit für ausreichende Akzeptanz bei der Bevölkerung sorgen, dann würden die Politiker auch für die nötige Finanzierung sorgen. Das müssten nicht mehr die GIS-Gebühren sein, erklärte Steger, verbunden mit dem Hinweis, dass die GIS-Gebühren stark rückläufig seien „weil so viele Leute abmelden“.

Dass die Verunsicherung im ORF sprunghaft wächst, war in diesem Bericht und dem Interview deutlich spürbar. Das Problem, das der neutrale Zuseher mit dem Staatsfunk hat: Die ORF-Redakteure pochen immer auf ihre völlige Unabhängigkeit. Die ist berechtigt und wünschenswert, aber nur, wenn in der Berichterstattung auch parteipolitische Objektivität und Neutralität praktiziert wird. Davon ist aber selbst nach der Nationalratswahl kaum etwas zu erkennen – außer vielleicht, dass Armin Wolf bei Gesprächen mit blauen oder türkisen Politikern nicht mehr ganz so grimmig schaut wie ein Inquisitor.

Der ORF hat die gesetzlich festgelegte Aufgabe, parteipolitisch neutral über Politik zu berichten. Tatsächlich wird nach wie vor unentwegt versucht, linke bis linksextreme Politik zu machen. Und das möglichst ohne Kontrolle, ohne Kritik von außen, aber finanziert durch Zwangsgebühren, die man vor allem von der bürgerlichen Mehrheit kassiert.

Sa, 19.05.2018, 06:59 | Pepsi

STEGER ist der 1.Vorsitzende, der sich erdreiste sachliche Kritik am ORF zu üben und wurde trotzdem mit 2/3 gewählt! Die 3 kläffenden ÖVPler aus dem Westen verloren völlig ihr Gesicht-sie wählten ihn.
Fr, 18.05.2018, 16:16 | Ja, man will die linxlinke Dominanz im ORF weiter absichern!

Nur: das wird's nicht mehr lange spielen! Das lassen sich die Österreicher nicht mehr lange gefallen. Programm ist Dutzendware, Information linxlink, die Privilegien der Macher unverschämt. Schluss!
Fr, 18.05.2018, 13:30 | Scotty

Dieser ORF Augiastall,geschützte Werkstätte u.Privilegienstadel,hätte schon längst ausgemistet gehört!Diese fast beamteten Akteure durch investigative Journalisten ersetzen.So wird das nix. Keine Gis!
Fr, 18.05.2018, 09:17 | Pilz

die noch immer herrschenden"zustände" am küniglberg halte ich für derartig unerträglich u zum kotzen,dass einem nahezu täglich d.worte fehlen.hoffe inständig,dieser mief wird alsbald "entledigt".
Sa, 19.05.2018, 04:35 | Schneemann

Sie sprechen mir aus der Seele. Anderen eingeschweißten orf seher ist das wirklich schwer zu erklären. Leider. Habe es versucht.
So, 20.05.2018, 07:20 | Pilz

@schneem.erfahrungen zeigen,überzeugungsarbeit bei typ.linken bobos/gutmenschen/systemsoldaten,.. sind vergeb. liebesmüh-halte d.meisten davon nicht nur für opport.heuchler,sondern schlichtweg für irr
Fr, 18.05.2018, 08:55 | kamamur

Die F verliert im Schlepptau der Bastibewegung immer mehr an Konturen und Unterstützer. HC ist jedenfalls nicht der "starke" Mann(so wie der Wrabetz u.Wolflober Steger) wie sie zu sein glauben.
Fr, 18.05.2018, 09:12 | Die Empörung

Und Ihre These wird durch Umfragen bewiesen, die dieser These diametral entgegen laufen. Gratulation. Da scheint der Wunsch Vater Ihrer Fantasterei zu sein.
Fr, 18.05.2018, 08:33 | Zerberus

Den ORF mit ein wenig Druck zu ein wenig mehr objektiver Berichterstattung zu drängen ist gut, aber zu wenig. So lange dort fast nur linke Journalisten am Ruder sind wird sich nicht viel ändern.
Fr, 18.05.2018, 08:36 | Anastasius Grün

Wer durch beharrliches Links-Sein auffällt soll ermahnt und wenn er weiter tut verwarnt werden. Letzteres öffentlich, sonst ist es wirkungslos. Dann kann man weitersehen.
Fr, 18.05.2018, 07:15 | Ilse

Die Bernhard ist eine dumme Nuss, die herumfuchtelt abgehackt spricht. Das Herumdrehen am Moderationsstuhl ist ein weiteres Zeichen ihrer Unfähigkeit. Sie benimmt sich wie auf einer
Privatparty.
Fr, 18.05.2018, 07:46 | golan boris

Ilse,das is ne Privatparty um 600 Mille.-:)))
Fr, 18.05.2018, 07:02 | Freier Mensch

Alleine die Frage der Red.Bernhard an Steger zeigt,daß die ORFler größenwahnsinnig sind!!Da hilft kein"bisserl Schiss",da hilft nur komplette Auswechslung u.nachträgl.Disziplinierung mittels Klage !!!
Fr, 18.05.2018, 07:05 | Freier Mensch

Forts:Bestätigt wird meine Forderung nach Strafe durch d.Umstand,daß anscheinend bisher d.Mitarbeiter ihre Redakteure"gewählt"haben!?DAS ist TROTTELKOMMUNISMUS.Deshalb brauchen die auch soviel Geld
Fr, 18.05.2018, 06:51 | Barracuda

Die Verunsicherung der ORF-Redakteure ist berechtigt. Ein bisserl Schiss steht der linken Schickeria ganz gut.
Fr, 18.05.2018, 06:47 | Sandwalk

Der ORF ist unabhängig und neutral und der Mond besteht aus Käse und der Mann im Mond ist in Wahrheit ein Papagei.
Fr, 18.05.2018, 06:18 | Kurt B.

Es mag am Aussehen liegen, aber mir kommt diese Nadja Bernhard etwas naiv vor.. Speziell ihre weinerliche Tonlage bei der moderation zu Beiträgen mit nicht genehmen Politikern ist mehr als peinlich..
Fr, 18.05.2018, 06:49 | Sandwalk

Aber die äußere Erscheinung der Nadja hat schon was. Wenigstens ist sie net schiach. Der ORF insgesamt wirkt schiach.
Fr, 18.05.2018, 07:12 | Freier Mensch

@Sandwalk : egal,in 25 Jahren schaut die B.auch aus wie der Spätnachzügler einer Liaison von Mahatma Ghandi u.Mutter Teres :-)) .Wollte sagen : Schönheit ist vergänglich.BLÖDHEIT kann töten !!!
Fr, 18.05.2018, 07:28 | golan boris

Schön oder nicht schön,is doch egal,bald sitzen dort Fetzenweiber mit käfigen vor's Gsicht.-:))
Fr, 18.05.2018, 04:59 | volxhilfe

GIS ist annähernd so hoch wie ein Tageszeitungsabo. Schaue keinen ORF, muß aber zahlen. Lese tgl. Tageszeitung, zahle gerne weil auch konsumiert! Noch Fragen?
Fr, 18.05.2018, 00:56 | Zwangsgebührenzahler

Wenn der ORF wirklich so gut ist, wie das die dortigen Macher glauben, dann könnte man ja die Gebührenpflicht aufheben. Die begeisterten ORF-Kunden werden bereitwillig weiter zahlen. Oder?



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