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Kurt Ceipek (oe1 Sa, 18.08.2018, 12:00)
Ö1 Mittagsjournal

Verteidigungsminister Mario Kunasek war im Journal zu Gast. Was ORF-Interviewer Klaus Webhofer daraus machte, war wieder einmal ein Musterbeispiel an verdeckter, aber auch offener Meinungsmanipulation bei den (vermutlich nicht besonders vielen) Zuhörern. Da wurde in die Fragen fast alles an Kritik an der Bundesregierung hineinverpackt und da wurden durchaus positive Ergebnisse aus dem Verteidigungsressort vom ORF-Redakteur kleingeredet.

Schon der Einleitungssatz zum Thema Heeresbudget war verräterisch. Webhofer wörtlich: „Alle Verteidigungsminister der letzten 20, 30 Jahre haben sich zum Bundesheer bekannt (haben einige der SP-Minister das wirklich?, Anm.), aber bei den Budgetverhandlungen sind sie dann alle regelmäßig gescheitert. Da geht es Ihnen auch nicht anders. Da haben sich doch viele von der FPÖ mehr erwartet.“

Den Widerspruch Kunaseks, dass es beim Heeresbudget einen Zuwachs um 180 Millionen Euro auf 2,258 Milliarden gegeben habe ließ der umstrittene ORF-Interviewer nicht gelten. „Aber da gibt es unterschiedliche Rechenweisen.“ Als Heeresminister Kunasek noch immer widersprach meinte Webhofer ungehalten: „Na gut, das kleine Plus, das sie jetzt ansprechen, wird durch Preissteigerungen im Betrieb und durch Gehaltsabschlüsse etcetera mehr als aufgefressen.“ Um im nächsten Satz darauf hinzuweisen, dass der Investitionsrückstau beim Bundesheer schon so groß sei, dass er ein Sicherheitsrisiko darstelle.

Kunasek konterte, dass man mit derart falschen Behauptungen Österreichs Heer keinen guten Dienst erweise. Worauf der ORF-Mann bejammerte, dass in Österreich für das Heer nur ein Hungerbudget erübrigt werde, dieses also keinen hohen Stellenwert habe. Dass dieses Aushungern jahrelang von SPÖ-geführten Regierungen ganz gezielt angestrebt worden war, ließ der Interviewer unerwähnt.

Auf den Einwand von Kunasek, dass der Stellenwert des Heeres in der Politik höher sei als vom ORF suggeriert und dass die Bevölkerung das Heer für dessen Leistungen bei Katastropheneinsätzen und anderen Gelegenheiten noch mehr schätze, wollte Webhofer auch nicht hören. „Ich habe ja nur die Fakten genannt. 0,6 Prozent des Budgets ist im internationalen Vergleich am unteren Ende.“

Natürlich nutzte der umstrittene Staatssender auch die Chance, im Interview mit dem Verteidigungsminister die seltsamen Äußerungen des einstigen Pop-Stars Wolfgang Ambros über die FPÖ breitzutreten. Geschickter Konter von Kunasek: „Ich möchte das nicht kommentieren, aber solche Aussagen sind entbehrlich, bringen Österreich nicht weiter und schaden unserem Ansehen im Ausland.“

Und zum Abschluss packte Webhofer noch alle kritischen Außerungen, die zum Besuch Wladimir Putins bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl zu hören waren, in die Abschlussfrage. Was eine solche Frage in einem Grundsatzinterview mit dem Verteidigungsminister soll, weiß wahrscheinlich nur das zuständige ORF-Redaktionsteam.

Mario Kunasek erwies sich als wohlerzogen. Er bedankte sich trotzdem für das Interview. Der ORF darf offenbar alles.

So, 19.08.2018, 13:58 | Florian

Selbst in Ihrer gelungenen Zusammenfassung blähen sich mir die Kabeln wegen Weghofers impertinenten Verhaltens. Hält der ORF seine Hörer u. Seher für so beschränkt, um ihnen solches vorzusetzen?
Mo, 20.08.2018, 21:11 | Freier Mensch

Die ORFler sind Super-Proleten,immer parteitreu u.-affin.Immer Handaufhalter.Der Vertrottelungsgrad fällt mittlerweile jedem Zuseher auf.Ebenso d.charakterliche Tiefe aller Darsteller-nicht zu toppen.
So, 19.08.2018, 13:11 | karl b

Wie Herr Unterberger an anderer Stelle schon so treffend zitierte: "Schlimmer als die Zensur der Presse ist die Zensur durch die Presse."
So, 19.08.2018, 09:20 | BH-Abstieg in den letzten Jahren

Darabos und Klug, das sagt ja genug. Nach diesen beiden hätten wir kein funktionierendes BH mehr, es wurde nur abgewirtschaftet. Mit Kunasek ist endlich wieder ein kompetenter Minister an der Spitze.
Mo, 20.08.2018, 11:54 | antr

Ich hab früher gedacht, der Darabos ist der schlechteste Minister aller Zeiten....bis dann Klug kam.... Die SPÖ kann negatives immer noch ein wenig an die Spitze treiben. Situationselastisch...
Do, 23.08.2018, 09:32 | Alexandra

Darabos wurde von Anfang an unter Druck gesetzt weil er kein Lakai der Nato sein wollte; die Kampagne gegen die EF diente US-Ruestungsindustrie, nicht er "kastrierte" sie, wurde aufgezwungen.
So, 19.08.2018, 05:42 | volxhilfe

Gefällt mir sehr gut: Umstrittener ORF! Sollten wir ab sofort auch vor jeden Namen eines ORFlers setzen. Automatisch, so wie beim Tschändern.
So, 19.08.2018, 00:22 | Radiowienfan

Herr Redakteur Webhofer hat das Interview ganz korrekt geführt. Kritische Fragen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Ein Glück dass es den unabhängigen ORF und die Pressefreiheit gibt.
So, 19.08.2018, 07:15 | Ein struktureller Analphabet mehr

Mein Mitleid hast!
So, 19.08.2018, 09:13 | Unabhängiger ORF???

Sie hören einen unabhängigen ORF und korrekte Journalisten-Fragen? Na, da frage ich mich, was für Interviews vom politischen Rot-Grün-ORF ich wohl höre. Muß ein anderer ORF sein. Kritisch Mitdenken!
So, 19.08.2018, 10:46 | Pruritus

Für den linken „Radiowienfan“ ist der ORF unabhängig. Lese ich richtig? Lebt der/die Herr in einem Paralleluniversum?
So, 19.08.2018, 12:26 | Die Empörung

Komisch, kann mich nicht erinnern, dass man dem Genie Darabos beim ORF jemals eine kritische Frage gestellt hätte.
So, 19.08.2018, 15:36 | boris

ORF unabhängig??? Ja klar,und Nordkorea
ist lupenreine Demokratie,und d.Erde eine scheibe.
Finger weg von Drogen.
Do, 23.08.2018, 09:34 | Alexandra

Man sollte bei jedem Interviewer reüssieren aber gewisse Fragen wird Webhofer nie stellen weil er Sachverhalte ausblenden muss. Pro Bundesheer ist auch nicht zu erwarten.
Do, 23.08.2018, 09:38 | Alexandra

@Die Empoerung: Darabos wurde im Mainstream seit 2007 gebasht, es wurde falsches Narrativ aufgebaut um zuzudecken, dass das BMLV von fremdem Dienst unterwandert wurde, der ihn unter Druck setzt.
Sa, 18.08.2018, 23:24 | Schnurstracks

Den Ö1-rot-grünen Siff-Journalismus ziehe ich mir nicht einmal während einer Autofahrt mehr rein, echt nicht!
So, 19.08.2018, 15:40 | boris

Ist auch nicht zu empfehlen=UNFALLGEFAHR=
Sa, 18.08.2018, 22:31 | axel01

Vllt. könnte die Regierung eine einzige Sache von Faymann lernen: ORF-Interview-Boykott! Die Journal-Hörer wählen sowieso eher nicht S-B und den S-B-Wählern ist es eher egal, was im ORF gesagt wird.
Sa, 18.08.2018, 20:43 | rocket-man

Und solche Schmuddel-Interviews halten der ORF und seine linx-linken Freunde für seriösen Journalismus. Dabei ist es nur substanzlose Aggression gegen alles was rechts vom linken ORF ist.
Sa, 18.08.2018, 20:32 | Habakuk

Die geballte Unverschämtheit, die fast alle ORF-Interviewer an den Tag legen, ist für Zuhörer fast schon schmerzhaft. Wie lange will sich die bürgerliche Mehrheit in diesem Land noch gefallen lassen?
Sa, 18.08.2018, 23:28 | Schnurstracks

Den ORF-Mist bei der GIS abmelden. Das hab ich vor 94 Tagen gemacht. Das Leben geht weiter.
Sa, 18.08.2018, 19:16 | Heinrich

eigentlich wird von den Leuten der Anstalt nur der - offensichtlich - enorme Frust abgearbeitet, der Ideologie bedingt - enorm sein muss und die die Realität als solche nicht zur Kenntnis nehmen könne
Sa, 18.08.2018, 19:05 | sokrates9

Verstehe nicht warum man sich diese präpotente und arrogante Interviewart gefallen lassen muss!
Ambros, Putin hätten in einem seriösen Interview nichts zu suchen! Positiv: Kunasek hat perfekt geantwor
Mi, 22.08.2018, 22:04 | Hypolit

Ist ja schon eine Riesengemeinheit, wenn der Interviewer eine Antwort auf seine Frage verlangt und sich nicht mit eingelernten Platituden abspeisen läßt!
Sa, 18.08.2018, 18:23 | Antr

Und ein „unabhängiger“ Grüner ist noch dazu der Oberkommandierende.... Der Bock zum Gärtner....
Sa, 18.08.2018, 20:20 | Die Empörung

Und der unabhängige Grünaugust wär wohl der erste, der das BH ruft, wenn sein Keller unter Wasser steht.
Sa, 18.08.2018, 23:03 | Also, ich glaube, der "unabhängige" Grüne weiß das nicht einmal

.
Sa, 18.08.2018, 17:57 | jagoda

mich wundert nur,daß der Trump ,nicht erwähnt wurde,den hat er nicht mehr untergebracht der Herr Webhofer.Wer(Namen) schult diese Burschen,oder wissen sie das von allein,haben die ein Absolutfeeling ?
So, 19.08.2018, 07:18 | Gehirngewaschene Jünger der mörderisten

Ideologie der Menschheitsgeschichte haben kein "Absolutfeeling" gegenüber Menschen mit nicht-linker Meinung, außer man ist Muslim.
Sa, 18.08.2018, 16:10 | Hercules Rockefeller

Aber es stimmt, dass sich die FPÖ beim Heeresbudget nicht durchgesetzt hat - die Erhöhung ist doch Makulatur! Schlimmer noch, bei der viel wichtigeren Ausländerthematik ist man auch umgefallen.
Sa, 18.08.2018, 17:06 | Anti-AntiFant

Und unter SPÖ-geführten Regierungen gab es immer riesige Bugeterhöhungen beim Bundesheer, gell ;-)

Mir ist eine schuldenbewusste Regierung alle mal lieber wie eine schuldenmachende Regierung.
Sa, 18.08.2018, 20:18 | Die Empörung

@Rockefeller, und der linke Darabos war der beste Verteidigungsminister aller Zeiten.
Sa, 18.08.2018, 22:24 | Hercules Rockefeller

Seid ihr wirklich solche Volltrotteln, dass euch ständig nichts besseres einfällt, als dieser lächerliche " Whataboutism"? Euer Weltbild, in dem jeder Kritiker an FPÖVP ein Linker ist, ist erbärmlich.
Sa, 18.08.2018, 22:29 | @Rockefeller

Nananana, ist das Mojo gestohlen worden? Wünschen wir uns den Darabos zurück?
So, 19.08.2018, 07:21 | @Rockefeller

Dass du eine schuldenmachende Regierung mit links gleichsetzt, sagt doch alles ;-)
So, 19.08.2018, 12:28 | Die Empörung

Also in Österreich war der Erfinder der Schuldenpolitik der Kreisky. Auch unsere Goldreserven sind regelmäßig unter roten Regierungen, speziell roten FM ordentlich geschrumpft. ORF, bitte melden
So, 19.08.2018, 15:48 | boris

Jeder der zu Polizei will,muss abgeleistetes Wehrdienst
vorweisen,Darabos war Zivildienst,also mögen
bitte die Linken die goschen halten.
Sa, 18.08.2018, 15:14 | cioran

Kunasek ist ein Glücksfall für das BH! Endlich wieder ein richtiger Mann. Die ganzen vorherigen Warmduscher und Leichtmatrosen, (Klug, Darabos), waren komplett unfähig und überfordert.
Sa, 18.08.2018, 15:52 | Freier Mensch

Darabos kennt aber wahrscheinlich mehr Wein-u.Whiskeimarken als alle Verteid.minister in AUT seit 1945 :-))
Sa, 18.08.2018, 17:06 | Veritas

...sehe ich auch so! Angesichts der hinterlassenen Konkursmasse macht Kunasek seine Sache sogar sehr gut. Ein Gewinn für die Regierung!
Sa, 18.08.2018, 23:16 | wernmannfayer

Darabos war der gleiche Ischiaspatient wie Juncker. Wer eine Rauschkugel als Verteidigungsminister will kann ihn sich ja zurückwünschen



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