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Stefan Beig (ORF2 Di, 25.09.2018, 19:30)
Zeit im Bild

Der neuen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner wurde Dienstagabend bei der ZIB 1 förmlich der rote Teppich ausgerollt. Dafür sorgte ein zugeschalteter ORF-Reporter, dessen Stellungnahmen genauso gut vom Pressedienst der SPÖ hätten stammen können: 

"Die Wahl ist planmäßig und problemlos über die Bühne gegangen", verkündete er zunächst begeistert, als wäre das schon eine Sensation. Und: "Das Wahlergebnis – einstimmig für Rendi-Wagner – zeigt: Die neue Parteichefin hat die volle Unterstützung des Parteivorstands." Die Querelen der vergangenen Tage sind also Schnee von gestern: alles nicht mehr der Rede wert. 

Freilich wäre alles andere als ein einstimmiges Wahlergebnis für die SPÖ höchst schädlich gewesen – gerade zum jetzigen Zeitpunkt. Dass das der Parteivorstand nicht wollte, ist verständlich. Doch zwischen einem einstimmigen Abstimmungsverhalten und „voller Unterstützung“ für die neue Parteivorsitzende besteht doch ein Unterschied. Der ORF-Reporter ergänzte: "Ob tatsächlich alle Zweifel jetzt ausgeräumt sind, das wird die Arbeit der nächsten Monate zeigen." Na immerhin ... 

Doch dann ging es noch euphorischer weiter: "Tatsächlich hat Rendi-Wagner heute auch schon Managementqualitäten(!!) gezeigt. Sie hat ihren Wunsch, nämlich Thomas Drozda zum Klubobmann zu machen, nicht durchgebracht. Hat sehr rasch reagiert und gesagt: Dann mache ich mir die Klubobfrau im Parlament eben selber und Thomas Drozda wird Bundesgeschäftsführer." 

Näher besehen lassen gerade diese Ereignisse den eben so hoch gepriesenen Zusammenhalt in der SPÖ als fragwürdig erscheinen: Wie die APA berichtete, stieß der von Rendi-Wagner gewünschte Abgang des bisherigen Klubobmanns Peter Schieder bei de facto allen Wiener Abgeordneten und auch bei Mandataren aus den Bundesländern auf Unverständnis. Dass darüber hinaus auch der von Rendi-Wagner als Schieders Nachfolger vorgeschlagene Thomas Drozda abgelehnt wurde, ist alles andere als ein Hinweis auf die ungeteilte Zustimmung, die die neue SPÖ-Vorsitzende innerhalb der Partei mit ihren ersten Entscheidungen erfährt.

Auch den Richtungsstreit in der SPÖ spielte der ORF-Reporter komplett hinunter, als er so tat, als wären alle inhaltlichen Probleme auf einmal wie mit einem Zauberstab weggezaubert worden. Er erklärte: "Programmatisch liegt Rendi-Wagner ohnehin auf Parteilinie: Chancengleichheit, Rechtstaatlichkeit, Demokratie, Gleichberechtigung von Mann und Frau. Da gibt es keine Probleme mit den anderen Persönlichkeiten in der SPÖ."

Nun: Welcher Politiker könnte da widersprechen? Kein Politiker – auch nicht einer von einer anderen Partei – würde bestreiten, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wichtig sind. Aber anscheinend ist ja alles auf einmal so einfach. Da fragt man sich nur, warum es bisher so schwer war, die verschiedenen Flügel der SPÖ zu einen.

Heiße Eisen, wie die Migration, die den Menschen nach wie vor unter den Fingernägeln brennen und in der SPÖ für starke Polarisierungen sorgen, wurden vom Reporter nicht einmal erwähnt. Sie haben sich anscheinend in Luft aufgelöst. Glückwünsch! Eine neue Parteichefin – und die Welt fängt an zu fliegen ...

PS: In der ZIB 2 war man schon deutlich zurückhaltender. So wurde auch erwähnt, dass sich Rendi-Wagner nach der Pressekonferenz Journalistenfragen nicht stellen wollte und dass es auch für den neuen SPÖ-Geschäftsführer Drozda keineswegs nur Zustimmung im Parteivorstand gab. 

Sa, 29.09.2018, 23:40 | dhmg

Ich erinnere, Martin Schulz bekam 100% Zustimmung beim SPD-Parteitag, ehe er nach 20% bei der Wahl zurückgetreten ist. Für SPÖ-nahe Parteien geht es europaweit bergab. Wegen den Migranten.
Do, 27.09.2018, 13:32 | wernmannfayer

Nach der eitlen Prinzin Kern wird mit Fr. Dr. Joy der nächste Rohrkrepierer ins Rennen geschickt. Mir ists recht u. die Regierung kann sich richtig freuen über so wenig Opposition.
Mi, 26.09.2018, 10:20 | Rendi und Drozda - das ideale Gespann.

Mit diesen 2 Personen sind die Aussichten für die SPÖ ideal. Es wird weiter bergab gehen. Da braucht sich die Regierung nicht zu sorgen. Wen sollen diese zwei ansprechen? Arbeiter, Türken? Nur Bobos.
Mi, 26.09.2018, 14:04 | Du vergisst Muslime zu erwähnen ;-)

Und "alle" Türken stimmt sicher nicht :-)
#LeftsAreTrash
Mi, 26.09.2018, 09:10 | tomj

PRW ist eindeutig als Zwischenlösung gedacht, nach den EU-Wahlen nächstes Jahr (oder spätestens Anfang 2020) wird auch sie Geschichte sein.
Mi, 26.09.2018, 08:56 | Pilz

man muss kein prophet sein um vorauszusagen, dass nach dem inferioren, blamablen kern-debakel auch die pam-rendi-geschichte in einem veritabelen fiasko enden wird.
Mi, 26.09.2018, 09:01 | Das Fiasko wird noch größer...

..wenn erst das wahre Ausmaß des Skandales "KH Nord" bekannt und ruchbar wird. Da wird es ein Hauen u.Stechen geben, wie es unter Roten Schweinen eben üblich ist,wenns zur Schlachtbank geht :-))
Mi, 26.09.2018, 07:26 | Und in Schweden hat der schwedische Reichstag ...

... nach der Wahl eines "rechten" Präsidenten für sich selbst den amtierenden sozialistischen Regierungschef abgewählt ...

Die Schwedendemokraten haben die Abwahl ermöglicht!!!

#LeftsAreTrash
Mi, 26.09.2018, 07:32 | Freier Mensch

Leider wird das nix mehr nützen.Schweden ist verloren,60 Jahre Sozialismus sind der Untergang.Die mordenden,vergewaltigenden,drogenhandelnden Multikulti-Baden kriegen die aus d.NoGoAreas nimmer raus.
Mi, 26.09.2018, 08:32 | Anti-AntiFant

Immer einen Schritt nach dem anderen! Ein linker Schwachkopf wurde verhindert!
Mi, 26.09.2018, 08:39 | Freier Mensch

Nö@Anti-Antifant : wie wollen Sie denn die Unmengen an Kriminellen,noch dazu familien-u.berufsvernetzten, und invasorisch Geduldeten jetzt plötzlich bekehren,oder im besten Fall außer Landes bringen??
Mi, 26.09.2018, 08:42 | Freier Mensch

Dasselbe Problem haben übrigens in höchstem Maße FRA u.besonders DEU,die werden ihre Bereicherer NIE mehr los.In AUT war d.Chance 2000-2004 da,jetzt spricht eigentlich d.demograf.Entwicklung dagegen.
Mi, 26.09.2018, 14:08 | Anti-AntiFant

1492 wurde bereits in Spanien ein sehr erfolgreiches Mittel praktisch erprobt ;o)
Di, 25.09.2018, 23:37 | Obertilliach

Als Dank für die permanent niederträchtige Berichterstattung schafft es diese Regierung nicht, wie in Dänemark, uns endlich von den Strafsteuern an den ORF zu erlösen!
Mi, 26.09.2018, 06:39 | Abwählen,diese Regierung...

..beim nächsten mal !! Oder gleich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit,egal ob Land od.Gemeinde, keine Wahl von ÖVP oder FPÖ !!Ich werde das so halten, und wenn ich eine Kleinstpartei wähle...
Mi, 26.09.2018, 06:46 | boris

06:39,Vollkommen richtig,ABWÄHLEN.
Wegen unfähigkeit.Eine Regierung arroganter als
die andere.
Mi, 26.09.2018, 06:56 | boris

Bin von der jetzigen Regierung nicht entäuscht.
Habe nämlich nichts anderes erwartet.
Mi, 26.09.2018, 08:24 | Die Empörung

Keine schlechte Regierung, die wir da haben. Die Anti-Regierungs-Kampfparolen der roten Rattenfänger waren immer nur heiße und verlogene Luft. Mancher glaubts halt.
Di, 25.09.2018, 23:01 | Na dann Glückwunsch! Eine neue Parteichefin –

– und die Welt fängt an zu fliegen! Wir freuen uns schon auf die erste Bruchlandung der Neuen. Wird nicht lang dauern.
Di, 25.09.2018, 22:44 | Die Linksversifften in Extase!

Der "Pam-Hype" beginnt ...

#LeftsAreTrash
Mi, 26.09.2018, 08:27 | Die Empörung

So wie der Christian Hype. Angepriesen als Messias, abgegangen als höchst erfolgreicher Totalversager.



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