ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (ORF2 Mi, 28.11.2018, 22:00)
ZIB 2

Am Beginn der Sendung steht ein massiv einseitiger Bericht über die Mindestsicherungsreformen der Regierung. Dabei wird zwar - zu Recht - detailliert und samt Zahlen gesagt, wer weniger bekommt (Menschen ohne Deutsch- oder Englisch-Kenntnisse und ohne Pflichtschulbildung). Keinerlei Zahlen und Details gibt es hingegen in einem längeren Bericht zu jenen, die künftig mehr bekommen (Behinderte, Alleinerzieher). Noch skandalöser ist, dass eine offensichtlich linksradikale Frau von einem NGO-Verband gleich zweimal als "Expertin" bezeichnet wird, die allen Ernstes eine Erhöhung der Mindestsicherung um mehrere Hundert Euro auf 60 Prozent des Durchschnittseinkommens, auf 1200 Euro verlangt. Ohne dass der ORF das auch nur mit einer Silbe als die Absurdität bezeichnet, die es ist.

Solche Betitelung als "Experte" ist eindeutiger Fake-News-Journalismus, weil dadurch Ideologen ohne jeden Nachweis des Expertentums, geschweige denn der Objektivität, auf eine solche erhöhte Stufe gestellt werden. Das macht der ORF auch ständig mit Greenpeace-Aktivisten, die von der stramm linken Redaktion ebenfalls immer als "Experten" geführt (und auch ununterbrochen vors Mikrophon gebeten) werden.

Im Gegensatz zu diesem Einstiegsbericht verlief dann das Interview des - höflich ausgedrückt: umstrittenen - Tarek Leitner mit Sebastian Kurz ziemlich ungewöhnlich. Denn Leitner hat im Gegensatz zu seinen sonstigen Auftritten Kurz kein einziges Mal unterbrochen. Da hat einer immerhin die erste Volksschulkasse in Sachen Höflichkeit und Rückkehr zur Sachlichkeit absolviert - oder hat er nur Angst davor gehabt, dass ihm Kurz in jeder Hinsicht, in Schlagfertigkeit, in präzisem Argumentieren und in Kenntnis der Materie meilenweit überlegen ist?

Wie auch immer: Auch ein kleiner Fortschritt ist ein Fortschritt. Und wir können jetzt darauf warten, ob und wann der Herr Leitner die zugegeben viel schwierigere zweite Klasse zu absolvieren schafft: nämlich Fragen präzise und ohne langes herummäandrierendes Herumgerede stellen zu können. Von den weiteren Klassen ist er freilich so wie praktisch die gesamten ORF-Redaktionen noch weit entfernt, nämlich von jenen, wo man lernt, dass man Fragen auch aus nichtlinkem Denken heraus stellen kann.

Fr, 30.11.2018, 17:12 | Die Empörung

Ist aber eigentlich bei manch Privatem nicht anders. Die ganze Woche werden wir in den Nachrichten mit unhinterfragten Behauptungen irgendwelcher Vereins- oder Sektenvertretern bombardiert..
Fr, 30.11.2018, 17:14 | Die Empörung

.. während Vertreter der Regierung vielleicht gerade einmal in einer Diskussionsrunde, ständig unterbrochen, trotz Moderators unmoderiert kaum die Möglichkeit zur Aufklärung bekommen
Fr, 30.11.2018, 13:14 | wernmannfayer

Der Rechnungshof sollte beim Rotfunk einmal prüfen was der Gebührenzahler für diese so genannten Experten monatlich abdrücken muss und ob da alles sauber abläuft. Sind ja immerhin unsere Steuermittel.
Fr, 30.11.2018, 11:41 | Wo war die Leistung des ORF??

ORF wo war die gesetzlich vorgeschriebene neutrale Leistung die die GIS-ORF Gebühr rechtfertigt??? Kennt der ORF nicht die Gesetzte?
Fr, 30.11.2018, 10:41 | jagoda

die meisten ORFler sind mit dem Linkstum in ihrem Denken so "verbandelt",daß es ihnen gänzlich unmöglich ist,objektiv zu berichten.
Ergo :Auflösung des Senders.
Fr, 30.11.2018, 11:04 | Freier Mensch

So isses !!!! Vollste Zustimmung. Danach Neustart...
Do, 29.11.2018, 18:46 | Das Expertenwesen...

Klar, ein Nazi ist ja auch Naziexperte, ein Antifant ist Experte für Linksradikalismus und ein radikaler Muslim Islamismusexperte.
Fr, 30.11.2018, 00:46 | Die Empörung

Somit wären Antifanten die echten Naziexperten.
Fr, 30.11.2018, 15:01 | astuga

Die Schnittmenge ist jedenfalls sehr groß. Und der Unterschied zwischen Nazi-Schlägertrupps und der Antifa nicht größer als der zwischen unterschiedlichen Faschistengruppen. So gesehen: Antifa = Nazi
Do, 29.11.2018, 14:49 | Öst. Patriot

Man sah Leitner direkt an, wie unwohl er sich fühlte beim Interview mit Kurz. Wohl wissend, dass Kurz mit ihm Schlitten gefahren wäre, hätte er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Grauslich....
Do, 29.11.2018, 12:43 | Freier Mensch

Guter Artikel.Bei Herrn Leitner täuschen wir uns alle.Er hat mit"Auszeichnung"maturiert:nach d.von Dr.Unterberger geschilderten 1. Klasse hat er 1Tanzstunde bei Ellmayer u.1Urlaub mit Kern absolviert.
Do, 29.11.2018, 12:39 | Macht aus dem Rotfunk ein PayTV

Sollen doch die Linksversifften für ihre Propaganda selbst aufkommen!

#LeftsAreTrash
Do, 29.11.2018, 12:25 | Cicero

Früher hat es im ORF viele Interviewer gegeben, die Fragen kurz und präzise stellen konnten. Jetzt wird nur noch herumgelabert (Leitner) oder Leute wie Armin Wolf wollen bestimmte Antworten erzwingen.



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