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Andreas Lindner (ORF2 Di, 04.12.2018, 22:00)
ZIB 2

Wenn Armin Wolf zur Jahresbilanz der Regierung ausgerechnet Peter Filzmaier ins Studio lädt, dann ist es in etwa so, als würde man den linksradikalen Tieraktivisten Balluch zur österreichischen Landwirtschaft befragen.

Und so kommt es, dass Wolf und Filzmaier sich nicht mit den zahlreichen und teils dringend notwendigen Reformen, Vorhaben und Beschlüssen der Regierung im vergangenen Jahr auseinandersetzen, sondern sich ausschließlich dem Gehabe und persönlichen Klima von Türkis-Blau bzw. zwischen den beiden Frontmännern widmen. Gut, könnte man einwenden, Filzmaier kennt sich mit den Inhalten der komplexen Sachthemen nicht aus, er kann immer nur über Gehabe sprechen, zumindest tut er das. Oder man könnte einwenden, natürlich, Peter Filzmaier hat schon früher die SPÖ in Fragen der Strategie beraten, weshalb sollte er ausgerechnet im ORF und ausgerechnet bei Armin Wolf versuchen, sachlich und objektiv die Reformen und Vorhaben einer bürgerlichen Regierung zu analysieren.

Aber eines ist mit Sicherheit klar, die meisten ORF-Zuseher interessiert nicht das Gerede über das Gehabe der österreichischen Regierung, sondern was für das Land weitergeht und inwieweit der einzelne Bürger (Achtung: generisches Maskulinum) davon betroffen ist.

Eine - im Vorbericht kurz eingeblendete - Meinungsforscherin darf ins ORF-Mikro sprechen, dass die neue Regierung "versucht", einen Gegenpol zu früheren Regierungen zu bilden, in denen nur Stillstand und Streit geherrscht habe, weil man eben aus Umfragen wisse, dass die Wähler das ablehnen würden.

Bloß, was kümmert diese Tatsache einen Armin Wolf vom ORF?

Wenig. Deshalb wird auch ausgerechnet zur Jahresbilanz der neuen Regierung jene durchaus spektakuläre OGM-Umfrage vom Oktober 2018 unterschlagen, welche ergeben hat, dass sich das Vertrauen der Menschen in die Politik innnerhalb nur eines Jahres von 12 Prozent auf 45 Prozent (!) erhöht hat [Quelle OGM, 900 Befragte] Ein Wunder? Faymann, Spindelegger, Leitl, Stöger mit ihren epochalen Errungenschaften wie der Registrierkassenpflicht und Rettungsgasse lassen grüßen...

Einen süffisant lächelnden Peter Filzmaier, der mit polemischen und sarkastischen Sprüchen einmal mehr seine politische Schlagseite nach außen trägt und dem ein Armin Wolf seine Gefälligkeitsfragen zuwirft, ja das wollen die Menschen sicher sehen. Zumindest jene, die den ORF noch aus purer Überzeugung einschalten, um in ihrem Hass auf alles Bürgerliche noch bestätigt zu werden.

So, 09.12.2018, 12:18 | Öst. Patriot

Ich hab ja die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass unsere Regierung den roten Sumpf ORF endlich austrocknet. Begonnen werden muss unverzüglich mit Wrabetz, egal wie lange sein Vertrag noch läuft....
Do, 06.12.2018, 08:10 | Rainer Freund

Der ORF zahlt und zeigt aktuell nur regierungskritische "Experten" und die liefern was nachgefragt wird vom ORF.
Do, 06.12.2018, 11:23 | Freier Mensch

Das sind größtenteils keine Experten.Sie werden dem zahlenden Volk bloß als Experten verkauft, um dasselbe zu belügen und zu manipulieren. Wäre Gott gerecht, würde er die Todesstrafe erlauben...
Mi, 05.12.2018, 21:57 | jagoda

ich schwöre.Beim abendl. durchzappen bin ich auf die beiden Meister der Verdrehkunst gestossen und ich blieb auf Sendung,weil ich von den Inhalt total überwältigt wurde.Perplex,wie gelähmt war ich.
Mi, 05.12.2018, 17:58 | astuga

Beim "Institut für Strategieanalysen" dessen geschäftsführender Gesellschafter er ist handelt es sich um ein Institut für Meinungsmache und Politpropaganda.
Mi, 05.12.2018, 18:02 | astuga

Von deren Webseite: "Strategiepapiere zur öffentlichen Positionierung von Politakteuren/Unternehmen"
Meinungsforschung als Deckmantel... Silberstein & Co machen ja im Grunde auch nichts anderes.
Mi, 05.12.2018, 19:14 | Die Empörung

Ärgerlich ist, dass auch die linken Socken von den Reformen und Steuererleichterungen dieser Regierung und damit der Verbesserung des Wirtschaftsstandorts profitieren.
Mi, 05.12.2018, 17:00 | Antr

In der Presse gibts dazu auch einen Artikel. War wohl sehr offensichtlich:Harmonische Koalition im ORF: Darf die Regierung das denn?
Mi, 05.12.2018, 16:20 | Erich von Schwediken

Habe gerade das Pressefoyer mit Kurz und Strache geschaut. Kurz merkt man den Maturanten zu 100 % an, sobald er englisch reden muss. Wobei schon auch ein Witz ist, das englisch gefragt werden darf.
Mi, 05.12.2018, 17:19 | Freier Mensch

Also das stört mich bei Kurz nicht die Bohne.Seit ich den EU-Öttinger gehört habe "We are all sitting in one boat" oder "everything hangs together" ,ist mir gelinde gesagt jeder Furz von Kurz lieber!!
Mi, 05.12.2018, 17:21 | Freier Mensch

Und was den Maturanten Kurz betrifft : ich weiß nicht,mit wie vielen Maturanten sie zuletzt zu tun hatten.Aber ganz sicher ist,daß nur ein Bruchteil dieser einen geraden Satz in Deutsch herausbringt!!
Mi, 05.12.2018, 17:50 | DieEmpörung

Aber irgendeinen Grund muss es ja geben, dass wir lauter hochbezahlte Dolmetscher in Brüssel und sonstwo mit unserem Steuergeld finanzieren dürfen. Wie gut kann Messias Macron Deutsch? Putin kanns.
Mi, 05.12.2018, 17:56 | Freier Mensch

Richtig@Empörung,Putin ist trotz geringer Herkunft immerhin ein gebildeter Mann geworden.Kann man z.B. in unserem Land auf d.polit.Linken Seite wenig bis gar nicht erkennen,die Bildung.Grüne Bildung??
Mi, 05.12.2018, 19:12 | Die Empörung

Zusammenfassend ist mir ein guter Politiker, der nur eine Sprache kann und dafür für s(m)ein Land arbeitet lieber, als einer, der alle kann und dafür sein Land in Grund und Boden regiert.
Mi, 05.12.2018, 16:14 | sokrates9

Was soll sich ändern nachdem Strache öffentlich Wolf für einen TOp - Journalisten hält? Alles OK, bitte weitergehen...
Mi, 05.12.2018, 16:07 | kamamur

Ist A. Wolf nicht der höchst korrekte,hervorragende Journalist/HC. Also dann, beendet diese niederträchtigen Anspielungen bei einem solch tollen Hecht im roten Teich.Ehrt und lobpreiset ihn gebührend



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