ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (Ö1 Di, 18.06.2019, 07:00)
Morgenjournal

Was für ein historisches Ereignis: Bundespräsident Van der Bellen auf Staatsbesuch in Portugal. Brisante Themen stehen an: Tourismus und Nachhaltigkeit. Das ist Ö1 einen ausführlichen Beitrag wert. Weil aber selbst den Rotgrün-Funkern wirklich nichts einfällt, was man den Hörern über diesen Besuch erzählen könnte, funktioniert man den Beitrag einfach um. Zu einer mehrminütigen Lobeshymne auf die Partido Socialista beziehungsweise auf den Sozialismus im Allgemeinen.

ORF-Korrespondent Josef Manola trägt besonders dick auf. Kein Wunder, gilt Portugal bei Linken als sozialistischer Vorzeigestaat. Auch die SPÖ-Webseite kontrast.at schwärmt: „Vom Sorgenkind zum Wunderkind“, die Süddeutsche Zeitung ist nicht minder begeistert und titelt: „Der letzte Sozi“.

Dem will Manola nicht nachstehen: Mit seiner „ruhigen Art“ sei es Regierungschef António Costa „gelungen, das Land aus den Wirren einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise zu führen.“ Alles eitel Wonne in Portugal. Manola kann seine Begeisterung für die sozialistische Regierung, die von Kommunisten und Linksblock gestützt wird, kaum verbergen. Auch ein EU-Abgeordneter der portugiesischen Sozialisten darf im O-Ton den erfolgreichen Kampf gegen die Ungleichheit loben.

Schattenseiten gibt es keine, auch keine Opposition. Zumindest kommt sie in dem Beitrag nicht zu Wort und auch nicht vor. Doch so toll ist die Lage im hochverschuldeten Portugal nicht. Die öffentlich-rechtliche Deutsche Welle: „Wer genau hinsieht, kann am 'portugiesischen Wunder' allerdings auch Zweifel anmelden. Das sei nämlich, so der Wirtschaftswissenschaftler João Duque, vor allem der guten Weltkonjunkturlage, der Nullzinspolitik der EZB und einem nie dagewesenen Tourismusboom zu verdanken." Doch für Ö1 gilt die Regel: Geht es einem konservativ-liberal regierten Land wirtschaftlich gut, liegt das an der weltweiten Konjunktur, geht es einem sozialistische Land gut, ist des immer und ausschließlich das Verdienst der roten Regierung.

Von den heftigen politischen Auseinandersetzungen vor wenigen Wochen um die Erhöhung der Lehregehälter, bei der Costas sogar mit seinem Rücktritt gedroht hatte, erfuhr der Ö1-Hörer ebenfalls nichts. Das Bild vom roten Paradies am Rande Europas sollte nicht getrübt werden. Auch der portugiesische Präsident kam gut weg, schließlich unterstützt er die sozialistische Minderheitsregierung. Deshalb steht er auch „am Höhepunkt seiner Popularität, was ihn mit dem um fast fünf Jahre älteren Van der Bellen verbindet“, so Manola fast schon überschwänglich.

Und jetzt stellen wir uns die Ö1-Berichterstattung vor, hätte Van der Bellen Ungarn oder Polen besucht.

Mi, 19.06.2019, 15:40 | Barracuda

Green and red legs goooood.
Cyan and blue legs baaaaad.
Di, 18.06.2019, 22:57 | jaguar

ad "uuups, den Namen vergessen..."
da könnte doch "Addendum" mal recherchieren...wäre ein Vorschlag! oder eine Recherche seitens "Alles Roger"!
Di, 18.06.2019, 20:10 | Der von mir nicht gewählte Präsident soll ruhig reisen, am

besten an den am weitesten entfernten Punkt auf dem Erdball. Dort soll er dann beliebig viele Lungenzüge nehmen, wie er das bekanntermaßen so liebt und woran niemand was findet. Und dort bleiben.
Di, 18.06.2019, 14:23 | wernmannfayer

Die Mehrheit der Gebührenzahler wählt konservativ u. dennoch werden in dem ach so unabhängigen ORF ausschließlich sozialistische bzw. oftmals sogar kommunistische Inhalte transportiert.
Di, 18.06.2019, 12:48 | Andreas Lindner

Meiner Erinnerung nach, hat der jetzige sozialistische Premier ein halbwegs saniertes, sagen wir stabiles Portugal von seinem konservativen Vorgänger übernommen, nachdem dieser wiederum ein praktisch
Di, 18.06.2019, 12:50 | Andreas Lindner

BANKROTTES Protugal von seinem sozialistischen Langzeit-Vorgänger hinterlassen wurde. Aber das soll ja schon öfter vorgekommen sein. Das eine und auch das andere...
Mi, 19.06.2019, 12:09 | Richtig! Und aktuell wirtschaften die Sozen Portugal

wieder runter und verkaufen EU-Aufenthaltsbewilligungen an reiche Ausländer!
Di, 18.06.2019, 12:33 | jagoda

typ.Beispiel für das :
Agenda Setting.
sie nächsten Artikel.
Di, 18.06.2019, 12:32 | axel01

Fährt der Tarek heuer mit der Päm oder mit dem Werni in den Urlaub?
Di, 18.06.2019, 12:55 | Der Tarek fahrt heuer mit der....

..ein paar mal Tanzen,nach Neu York, nach Mailand, nach Sidney usw..,damit er das Tanzen lernt. Und sich ordentlich aufführen auch. Dann macht er mit bei Dancing Stars, und GEWINNT.Is ja eh klar :-)))
Di, 18.06.2019, 12:57 | uuups.., den Namen vergessen...

...mit der Brauner Renate !! Eh scho wissen ,der ehemaligen... !! Jetzt is sie Beauftragte für Nix und Irgendwas bei Wem? und Warum??
Di, 18.06.2019, 10:43 | Nativ

Die kommende Wahl wird die derzeit bei bestimmten Grüppchen vorherrschende Hochstimmung wieder ins suizidale Gegenteil verkehren.
Di, 18.06.2019, 10:19 | Die einseitige rot-grüne Berichterstattung im ORF ist unerträgli

Wo gibt es noch einen derart einseitigen Zwangs-Funk, den die Allgemeinheit bezahlen muß? Egal ob Radio/TV/orf.news.at werden Lobenshymnen auf Rot-Grün verbreitet. Kein Wunder: C. Reiterer/Lockl usw.



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