ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (Ö1 Mo, 01.07.2019, 07:00)
Frühjournal

An sich eine gute Idee, den Antikorruptionsexperten und Rechtsanwalt Georg Krakow zum neuen rot-blau-grünen Entwurf eines Parteifinanzierungsgesetzes ins Studio zu bitten. Freilich birgt ein Live-Auftritt eines unabhängigen Experten für den ORF immer auch das Risiko, dass er mehr als das zu sagen versucht, was der ideologischen Linie des ORF entsprechen würde. Krakow betonte nämlich in Hinblick auf den einzigen vom ORF zugelassenen Kritikpunkt (die mangelhafte Rechnungshof-Kontrolle): "Es gibt auch viele andere". 

Ui, das klingt gefährlich, wenn der so etwas sagt. Da weiß man ja nicht, was der meint. Da stellen wir lieber gleich eine andere Frage von unserer vorgegebenen Liste. Nur ja nicht nachfragen, was denn ein - diesmal wirklich unabhängiger - Experte für "andere" Kritikpunkte an der Parteienfinanzierung hat. Eine solche Nachfrage hätte zwar jeden Zuhörer interessiert. Das wäre auch die natürliche Reaktion jedes guten Journalisten gewesen. Guter Journalismus ist aber zunehmend ein natürlicher Widerspruch zum ORF. Insbesondere im konkreten Fall könnte der Interviewgast ja etwas über die unangetastete SPÖ-Finanzierung durche die Arbeiterkammer-Zwangsbeiträge sagen. Oder über den skandalösen Griff der Parteien in die Staatskassa zur Bestechung von Medien. Oder über die weiterhin steuerbegünstigt Ideologie-Arbeit für die Grünen betreibenden NGOs.

Als dann Krakow gar auf eine positive Rolle des Freien Marktes zu sprechen versucht, der ermöglichen würde, dass sich neben den staatsfinanzierten auch neue Parteien entwickeln könnten, wird das Interview überhaupt rasch beendet. Das Wort "Freier Markt" im ORF auch nur in den Mund zu nennen, ist ungefähr so, wie wenn man in der Kirche den Satan preisen würde. Oder mitten unter Rapid-Anhängern eine Austria-Fahne schwenken würde.

Dafür hat man dann Zeit, einen skurrilen PR-Beitrag für Greenpeace abzuspielen, in dem sich die grüne Vorfeldorganisation aufregen kann, dass die Regierung nicht wie versprochen bis Ende Juni eine Liste abzuschaffender angeblicher Steuerprivilegien vorgelegt hat. Dabei wird aber mit keiner Silbe erwähnt, dass die Regierung im Mai abgeschossen worden ist und dass die amtsführende Regierung keine Gesetzesinitiativen vorzulegen angekündigt hat.

Das hätte bei jeder journalistischen Annäherung ans Thema doch wohl irgendwie dazugehört. Aber natürlich nicht im ORF, wenn dadurch ein grüner Beitrag eigentlich sinnlos würde. Einmal ganz unabhängig davon, wie begeistert man über ständige linke Steuererhöhungsprojekte sein mag ...

Mi, 03.07.2019, 07:26 | Echten Experten können sie keine ORF-Fragen aufzwingen.

Sie stellen nämlich Suggestivfragen, damit ihre linke Meinung bestätigt wird. Etwas anderes wollen sie nicht hören. Da wird der Experte gleich abgewürgt und das Gespräch beendet. Typisch links eben.
Mi, 03.07.2019, 17:08 | Freier Mensch

Drum sind Linke ja argumentationsbefreit.Weil sie das Wesen d.ltgriech.Diskurses(des anderen Meinung hören,dann replizieren,begründen,schlußfolgern)nicht mehr können!Die können kein Gespräch führen !!
Di, 02.07.2019, 12:59 | jagoda

im Fußball gibts die Ausdrücke : " den Gegner stark machen,ins Spiel bringen..."
Das ist das Wesen von Ibiza heute,danke hc.
Mo, 01.07.2019, 16:32 | Die Empörung

Solche Risiken wird man immer seltener eingehen und stattdessen irgendwelche linkskonditionierten HampelmännerInneren mit Sozialgeschwätzabschluss als ExpertenInneren präsentieren.
Mo, 01.07.2019, 14:18 | wernmannfayer

Wie man sieht ist die größte Angst der ORF Moderatoren wenn richtige Experten zu Wort kommen. Das verträgt sich näml. so gar nicht mit dem linxideologischen Schmarrn den sie permanent verbreiten.
Mo, 01.07.2019, 12:46 | Macht aus dem Rotfunk ein Pay-TV!

Die Linksversifften sollen sich ihre Propaganda selbst bezahlen!
Mo, 01.07.2019, 13:58 | ibins

Kannst du auch normal schreiben oder musst du solche Ausdrücke wie versifft verwenden.
Mo, 01.07.2019, 21:15 | Niemand zwingt dich die Wahrheit zu lesen ;o)

.. niemand!
Di, 02.07.2019, 14:27 | @ibins - Wenn Nicht-Linkeals Nazis beschimpft werden

ist das "okay"? Warum darf ein Linksversifftter nicht so genannt werden? Erkläre das mal!
Mo, 01.07.2019, 12:37 | Freier Mensch

Wie recht Sie haben,Dr.Unterberger. Die ORFler*innen haben den Beruf Journalist verlernt,ganz einfach verlernt.Kein(e) Einzige(r)dieser Steißgeburten der Schreiberzunft dürfte mehr beschäftigt werden.
Mo, 01.07.2019, 13:57 | kamamur

@FM-Sind sie sicher, dass die angespr.ORFlerinnen dieses Handwerk je im Sinne eines tats. Journalismuses beherrscht haben.Verinnerlicht aber haben diese Hinterfotzig- und Durchtriebenheit.
Mo, 01.07.2019, 14:20 | Freier Mensch

Mon dieu @kamamur,Sie denken, die"Damen"und"Herren"u.andere Geschlechter hätten sich hochgeschna..selt !??Um Gottes willen,diese spröde Option hab ich dank meiner guten Kinderstube übersehen . :-)))))
Di, 02.07.2019, 22:16 | Die Empörung

@FM, die Vorlieben, des Politoffiziers, endverantwortlich für die Aufnahme in die Volkserziehungsanstalt sieht man doch an den breiten Ärschen der ORF-Damseln. Ist sicher so eine Muttersache.



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