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Werner Reichel (Ö1 Mo, 14.10.2019, 12:00)
Mittagsjournal

Für den ORF gibt es solche und solche Skandale. Die großen Skandale, die die ganze Republik erschüttern und solche, die halb so schlimm sind, über die man nur deshalb berichtet, weil es andere Medien auch tun. Nicht, weil man sie selbst für irgendwie problematisch, relevant oder sonst wie berichtenswert hält.

Welcher Skandal in welche Kategorie fällt, hat nichts damit zu tun, worum es geht, sondern wer involviert ist. Es gilt die Faustregel: Wenn Grüne oder Rote beteiligt sind, ist es immer ein Skandal der zweiten Kategorie. Auch wenn es dabei um Millionenbeträge und schwerste Vorwürfe wie Amtsmissbrauch oder Bestechlichkeit geht. Wie in der Causa Chorherr.

Auf Antrag der Neos hat heute ein Sondergemeinderat zum Thema „Gefälligkeits-Flächenwidmungen der Ära Christoph Chorherr" stattgefunden. Darüber musste der ORF berichten. Auch im Ö1-Mittagsjournal ist man dieser Verpflichtung widerwillig nachgekommen. Dass die Oppositionsparteien einmal mehr Aufklärung verlangen und die Causa im Gemeinderat debattieren, wertet der Ö1-Moderator als Start des Wiener Wahlkampfes. Es geht der Opposition demnach nicht um die im Raum stehenden Machenschaften, sondern nur um Stimmen und Wahltaktik. Interessant. Die Wiener Wahl findet aller Voraussicht nach erst in einem Jahr statt. Dass die Skandale und Affären der Blauen mit großer Verlässlichkeit stets wenige Tage vor einer wichtigen Wahl medial aufpoppen, ist hingegen nur Zufall und wird deshalb auch vom ORF nicht thematisiert. Auch nicht, dass die selbsternannte Partei der Anständigen wenig bis kein Interesse zeigt, endlich Licht ins Dunkel dieser Affäre zu bringen.

Auch im Journal-Beitrag geht es vor allem um die angeblich bösen Absichten der Oppositionsparteien, nicht um die Chorherr-Affäre: „Dubiose Flächenwidmungen, Korruption, Mega-Skandal: Mit solchen Vorwürfen versuchen die drei Rathaus-Oppositionsparteien Neos, ÖVP und FPÖ die amtierende rotgrüne Stadtregierung politisch anzupatzen.“

Außerdem würden sie wegen der Wahl die Affäre weiter „heftig am Kochen halten“. Im ganzen Beitrag wird nicht auf die Causa Chorherr eingegangen: Wer hat wieviel gespendet, sind die Spendengelder in Millionenhöhe tatsächlich ausschließlich in zwei afrikanische Schulprojekte geflossen, gibt es Zusammenhänge zwischen Spenden und Flächenumwidmungen etc. Für investigative Journalisten ein weites Betätigungsfeld.

Doch es kommt nichts. Es geht in dem Beitrag ausschließlich darum, dass die Opposition angeblich versucht, die Grünen bzw. die rotgrüne Stadtregierung „anzupatzen“.

Das ist für den ORF der eigentliche Skandal. Mit seiner tendenziösen und lückenhaften Berichterstattung schafft es der Linksfunk, nicht von seinem simplen Links-rechts- und Gut-Böse-Schema abweichen zu müssen. Grüne und Rote sind nach dieser ORF-Erzählung nur die Opfer einer böswilligen nichtlinken Opposition.

WasChorherr seinerzeit tatsächlich so getrieben hat, will man gar nicht wissen. Vermutlich aus gutem Grund.

Di, 15.10.2019, 11:46 | Jürgen Jauch

Österrreichisch sind am ORF....die Zahler. Seine Tendenz bestimmen die ORF-Journalisten und wenn man das Ergebnis der BR-Wahl sieht...weiß man alles. JJ
Di, 15.10.2019, 12:51 | Das sind keine Journalisten...

...das sind Lügner und Steuergeld-Veruntreuer, bzw-verschwender. Untersuchungsausschuß ORF wäre ein tolles Ding : die Regierung könnte 800 Mio.einsparen, per anno ,oder !? Schneebrunzer,grauslige....
Di, 15.10.2019, 10:01 | Schaltet den linksversifften Propagandasender ab!

Die Ewiggestrigen sollen sich als Ersatz die Prwada oder eben den Stürmer kaufen, aber uns mit ihrer Propaganda verschonen!
Di, 15.10.2019, 09:18 | Redneck72

2015 hieß es beim Orf: wie viele von den Illegale Frauen und Kinder sind bestimmen wir!
Und heute halt: was ein Elefant ist bestimmen wir.
Di, 15.10.2019, 08:50 | Hoffentlich

Hoffentlich wird dem ORF in kürze der Strom abgeträt!!!!!

Dieser korrupte Sozialisten-Kommunisten Propagandasender ist nicht mehr akzeptabel!!!
Mo, 14.10.2019, 23:35 | Sandwalk

In den ORF-Redaktionen hat das große Arschflattern begonnen. Nicht zu übersehen! Die nächsten Monate werden lustig.
Mo, 14.10.2019, 19:22 | Mainstream

Nur bei der FPÖ wird alles hochstilisiert, aus Mücken(Liederbuch, Rattengedicht etc.)entstehen Elefanten. Wird das kritisiert ist man entweder ein Nazi und/oder Verschwörungstheoretiker. Pharisäer!!
Di, 15.10.2019, 22:31 | Wie man die Straches diffamiert, ist ein echter Skandal.

Sowohl vom ORF, wie auch von der FPÖ. Sippenhaftung, keine Unschuldsvermutung, erfolgreiche Parteiführung wird negiert. Wird die Spesenabrechnung bewußt verzögert? FPÖ mit Hofer wird unwählbar.
Mo, 14.10.2019, 19:17 | Erich von Schwediken

Ein Brandaktuelles Video: So ähnlich funktioniert auch die Nachrichtengestaltung beim ORF, wetten?!
Mo, 14.10.2019, 19:19 | Erich von Schwediken

Video: youtube.com/watch?v=m7XZmugtLv4
Mo, 14.10.2019, 19:34 | antony

Wenn man auch nur dieses allgegenwärtige mediale "Strache-Bashing" aus allen Rohren mitbekommt, sich antut ...???
Abscheuliche grausige Drecksbande ... schämt euch und pfui; ihr...!
Mo, 14.10.2019, 19:06 | fr

Der ORF wird in kommenden Prozessen,und die werden kommen, als leidenschaftlicher Mittäter, wenn nicht Haupttäter zu bewerten sein. Es ist mittlerweile eine fast faschistisch angehauchte Kampftruppe !
Di, 15.10.2019, 11:24 | Vergessen Sie es!

Es wird keine Prozesse geben. Niemand wird das heiße Eisen ORF anfassen und sich die Finger verbrennen.
Di, 15.10.2019, 12:53 | fr

Vielleicht machts der Musel. Dann wirds ordentlich krachen im Gebälk. Aber 10 Jahre hält es eh noch an, dann ist 1.001 Nacht :-)))
Mo, 14.10.2019, 18:24 | Linxlinkes ORFloch

Wundert das? Sind doch die linksradikalen ORFlöcher mindestens genauso korrupt und verkommen wie die roten und grünen Polit-Verbrecher. Hoffentlich wird das Verbrecherpack lebenslänglich eingeknastet.
Mo, 14.10.2019, 18:20 | Simon Kräuter

Indem das Thema bereits jetzt abhakt, NACH der NR-Wahl aber lang genug VOR der Wien-Wahl, sodaß das Thema rechtzeitig uninteressant wird, kann man elegant der lästigen Informationspflicht nachkommen.



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