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Werner Reichel (ORF lll Sa, 07.03.2020, 21:05)
Der Vietnamkrieg - Gesichter einer Tragödie

Vor 65 Jahren brach der Vietnamkrieg aus. ORF lll beschäftigt sich aus diesem Anlass einen Abend lang mit diesem blutigem Konflikt, der bis zum Jahr 1975 dauern sollte. Eine der ausgestrahlten Dokus heißt „Der Vietnamkrieg - Gesichter einer Tragödie“ und ist von der deutschen Journalistin Christel Fromm. Obwohl 2015 gedreht, wirkt diese zeitgeschichtliche Dokumentation, als wäre sie noch in der DDR gedreht worden.

Das hat nicht nur damit zu tun, dass in der Doku Bilder aus der DDR-Wochenschau gezeigt und ehemalige DDR-Journalisten interviewt werden. Der Vietnamkrieg wird ausschließlich aus sozialistischer Perspektive beleuchtet. Dieser lange und vielschichtige Konflikt samt kolonialer Vorgeschichte lässt sich für die Doku-Gestalterin so zusammenfassen: Beim Kampf Gut gegen Böse haben die Guten gesiegt. Die Rollen sind klar verteilt, Zwischentöne gibt es keine: gierige Kapitalisten gegen gute Kommunisten, Freiheitskämpfer gegen Unterdrücker, ein kleines friedliches Land gegen den US-Imperialismus.

Was die Amerikaner damals verbrochen haben, wird – zu Recht – penibel aufgebarbeitet, doch am linken Auge sind Frau Fromm und der ORF blind. Man betreibt hier durch das Ausblenden vieler Fakten offen und plump Geschichtsklitterung, kommunistische Propaganda. So wird Ho Chi Minh als großer Freiheitskämpfer dargestellt.

Die Verbrechen, Massenmorde und der Terror gegen die Bevölkerung in der nordvietnamesischen Diktatur - es wurden ganze Gesellschaftsschichten eliminiert - sind kein Thema, ebenso wie die Kriegsverbrechen und Gräueltaten der Kommunisten während des Krieges. Vietnam wird gerne als der erste „Fernseh-Krieg“ bezeichnet, in Wahrheit war es ein Propagandakrieg, den die Kommunisten mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Anhänger im Westen, der Intellektuellen, der Studenten- und der 68er-Bewegung, die damals "Ho, Ho, Ho Chi Minh" skandierten, gewonnen haben. Wie nicht zuletzt diese im ORF gezeigte Doku beweist.

Gegen Ende des Filmes werden auch die sogenannten Boatpeople lapidar mit zwei Sätzen erwähnt: „Sie verließen ihr Land aus Angst vor den Kommunisten, vor Repressalien, vor dem Verlust von Grund und Boden. 40.000 dieser Boatpeople fanden in Westdeutschland ihre zweite Heimat.“ Klingt doch recht nett und harmlos.

Die Wahrheit ist, sie flohen vor Folter, Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen, Terror und todbringenden Umerziehungs- und Arbeitslagern. Die Kommunisten haben rund 2,5 Millionen „US-Kollaborateure“ in Lager gesteckt. Es reichte, für eine US-Firma gearbeitet zu haben. Zwischen 200.000 und 300.000 kamen in solchen Lagern und Sonderzonen ums Leben, viele von ihnen wurden zu Tode gefoltert. 2000.000 weitere wurden hingerichtet. Es begann eine Massenflucht mit völlig überladenen Booten. Viele Vietnamesen kamen dabei ums Leben. Rund 250.000 sollen es gewesen sein.

Doch für diese Menschen, die tatsächlich vor Folter, Mord und politischer Verfolgung übers Meer geflüchtet sind, hatten viele Linke nur wenig Mitleid. Die Tageszeitung „Die Welt“: „Aus den Reihen der Linken, die den Sieg des kommunistischen Nordvietnams über den von den USA protegierten Süden noch lange nachfeierte, kamen Stimmen, die nur so zu interpretieren waren: Kümmert euch nicht um die Seenot der Boatpeople. So tat die damals in der Szene weit verbreitete Zeitschrift ‚Konkret‘ die Flüchtlinge als Elemente ab, die es nicht wert seien, gerettet zu werden.“

An dieser linken Haltung bzw. Meinung hat sich seit den 1970ern und 80ern offenbar nicht viel geändert.

Mo, 09.03.2020, 16:49 | QED: Linksversiffte sind funktionale Analphabeten

Ihre Vorurteile verunmöglichen ihnen eine Kritik sinnerfassend zu erlesen!
So, 08.03.2020, 23:39 | D.Rollen sind klar verteilt Zwischentöne gibt es keine

Hahaha, ausgerechnet d. Hr.Reichel der jahrelang andauernd in e. strikten Schwarz-Weiß-Schema schreibt bekrittelt so etwas. Das muss man mit Humor nehmen.Reichel kritisiert seinen eigenen Schreibstil!
Mo, 09.03.2020, 01:42 | Troll dich endlich...

...linksversiffter Lügen-Blödian :-)
Mo, 09.03.2020, 16:47 | Dass Leseschwache zu dieser Konklusio kommen

verwundert nicht ..

Tu was für deine Bildung, mein lieber armer bildungsferner Linksversiffter!
So, 08.03.2020, 22:15 | Ich habe in den 70er Jahren in Asien gelebt

Ich habe selbst die verstümmelten Boatpeople gesehen und in den Lagern die Erzählungen der Menschen gehört. Die linke Ho Chi Minh Romantik ist ein Schlag ins Gesicht der toten Opfer!
So, 08.03.2020, 22:30 | Linksversiffte waren und sind Mörder!

Keine andere Ideologie hat derart massengemordet wie linke Ideologie! Und Linksversiffte massenmorden noch immer ..
So, 08.03.2020, 20:27 | Barracuda

Über das Pol Pot-Regime wird der ORF sicher nicht berichten.
So, 08.03.2020, 20:02 | Nativ

Auch nett von der Exekutive. Ein Neger als Serienvergewaltiger in Kärnten und es wird der Mantel des Schweigens darüber gebreitet.
Es sind nur kriminell Abartige die von Linxx ins Land gelassen werden
So, 08.03.2020, 19:51 | Nativ

Nun, wenn die Tageszeitung „Die Welt“ interpretiert das damals behaupten durfte, dürfen wir ebenso denken. Die subkulturellen Bootstouristen von heute interessieren Nüsse, egal was denen passiert.
So, 08.03.2020, 17:56 | astuga

Was Linke ungerne thematisieren - den Krieg zwischen Vietnam und den Roten Khmer in Kambodscha, und den militärischen Überfall Chinas auf Vietnam.
So, 08.03.2020, 17:58 | astuga

Auch wie die westdeutsche Linke gegen die Flüchtlinge aus Vietnam gehetzt hat wird gerne verschwiegen.
Denn anständige Menschen fliehen ja nicht vor dem Sozialismus...
So, 08.03.2020, 17:30 | carlos

man sollte in fankreich nachfragen,da gibt es noch augenzeugen,die erzählen was die kämpfer rund um ho chi min mit gegner gemacht haben.die letzt kugel war für einen selber,besser als gefangenschaft
So, 08.03.2020, 18:04 | astuga

Wobei die Franzosen spätestens seit dem 2.WK. dort absolut nichts verloren hatten. Das gehört auch gesagt.
Ohne Franzosen & Briten hätten sich die Vietnamesen viel. gar nicht sozialistisch orientiert
So, 08.03.2020, 15:33 | Freier Mensch

Guter Beitrag,Hr.Reichel ! Ich habe als junger Mann erlebt,wie die Kummerln weltweit Lüge u.Propaganda betrieben haben.Gut,die Allmachtsfantasien der Amis waren auch nicht ohne.
Aber ich habe mich...
So, 08.03.2020, 15:35 | Freier Mensch Forts.

..weder v.linken 68ern,noch von d.Agent-Orange-Amis verführen lassen.Ich bedaure meinen Weg nicht.Was mich stutzig macht,ist die rollende Prop-Agitation Linker Horden.
Sie sind Dreckschweine geblieben
So, 08.03.2020, 15:18 | Was muß in einem Linxhirn los sein, damit die Gräueltaten . . .

. . . der Kommunisten in Südostasien sogar heute noch in der Erinnerung lächelnd kommentiert werden? Die Kommunisten waren die widerlichsten Massenmörder in der Geschichte. Nichts weniger als das.



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