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Nur ja verschweigen, dass Christen die Opfer sind

Online, Mo, 28.03.2016, 23:14 | Andreas Unterberger

Der grässliche Anschlag in Lahore (Pakistan) wird vom ORF in Online in einer nur noch als infam zu bezeichnenden Art vermeldet: Der Leser muss sich erst mühsam durchklicken und belangloses Zeug lesen, bis er erfährt, dass das (schon wieder) eine Massenmord an Christen gewesen ist. Im Wrabetz-ORF dürfen Christen jedoch nie die Opfer sein, sondern nur Moslems. Christen kommen im Online-Dienst des Staatsfunks in der Regel nur dann im Titel vor, wenn sie Täter sind, wenn sich etwa vor ein paar Jahrzehnten ein Erzieher in einem kirchlichen Internat unsittlich betätigt hat. Dann ist der Bär los.

Aber einen Massenmord mit 70 Toten meldet der linke Hetzsender nur unter dem verharmlosenden Titel "Selbstmordanschlag in gut besuchtem Park". Und klickt man weiter, lautet der Titel dann: "Heftige Detonation neben Kinderschaukeln". Erst im 5. (fünften!) Absatz erfährt der Leser, dass Christen dort Ostern gefeiert haben, und dass die Taliban offen erklärt haben, dass die Christen das Ziel gewesen sind. Aber der ORF schwätzt lieber etwa von Kinderschaukeln.

Wo sind die Zeiten eines Gerd Bachers, der dafür gesorgt hätte, dass der dafür verantwortliche Redakteur an diesem Tag seinen letzten Dienst gehabt hätte? Wo sind die Zeiten, da es im ORF noch irgendeine Art der Qualitätskontrolle gegeben hat? Berichte so abzufassen ist nämlich nich nur Kulturkampf der untersten Lade, sondern auch journalistisch grottenschlecht. Nicht einmal die weiland Volksstimme der KPÖ hätte das so formuliert.