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IM ZENTRUM

ORF2Andere, So, 15.01.2017, 23:26 | Andreas Unterberger

Eine neue Moderatorin ist Anlass, sich ein Sendungsformat wieder einmal genauer anzusehen. Um mit dem Positiven anzufangen: Dass nur vier Diskutanten geladen waren, hat dem Format gut getan. Positiv ist sicher auch, dass die Moderatorin nicht so wie die Vorgängerin durch ihre hektische Nervosität auch die Zuseher ständig nervös gemacht hat.

Damit sind wir schon beim Negativen: Die neue Moderatorin gleitet immer wieder in einen breiten Vorstadtslang ab. Die Vorgängerin hat wenigstens Hochdeutsch gekonnt. Nichtlinke Diskussionsteilnehmer mussten sich sogar polemische Frageformulierungen von ihr gefallen lassen, ob sie etwas "im Ernst" meinen.

Der Rest war gleich: Auch von der Neuen ist der Freiheitliche in der Runde weitaus am häufigsten unterbrochen worden. Auch diesmal war die Rolle einer "Expertin" unerträglich, die immer wieder als quasi Oberschiedsrichterin angesprochen worden ist (obwohl Wifo-Exponenten sich seit langem öffentlich immer nur so verhalten, dass sie ja keinen Auftrag verlieren). Sie wurde sogar zu Themen wie der Völkerwanderung als "Expertin" behandelt, wo sie absolut nicht zuständig ist und auch tatsächlich keine Ahnung hat.

Fassungslos machte auch, dass die Moderatorin marginale Details wie den Selbstbehalt bei der SVA lange diskutierte, aber mit keiner Silbe auf das SPÖ-Verlangen nach einem komplett neuen Wahlrecht einging.

Auch die allerwichtigste Hauptfrage ist von der Moderatorin nie auch nur indirekt angesprochen worden. Das wäre natürlich die Frage gewesen: Wie will denn die SPÖ ihr Schlaraffenlandprogramm in der gigantischen Höhe von 8,5 Milliarden finanzieren?

Aber um solche Kleinigkeiten haben sich Rotgrün ja noch nie gekümmert.