ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (ORF2 So, 15.01.2017, 22:00)
IM ZENTRUM

Eine neue Moderatorin ist Anlass, sich ein Sendungsformat wieder einmal genauer anzusehen. Um mit dem Positiven anzufangen: Dass nur vier Diskutanten geladen waren, hat dem Format gut getan. Positiv ist sicher auch, dass die Moderatorin nicht so wie die Vorgängerin durch ihre hektische Nervosität auch die Zuseher ständig nervös gemacht hat.

Damit sind wir schon beim Negativen: Die neue Moderatorin gleitet immer wieder in einen breiten Vorstadtslang ab. Die Vorgängerin hat wenigstens Hochdeutsch gekonnt. Nichtlinke Diskussionsteilnehmer mussten sich sogar polemische Frageformulierungen von ihr gefallen lassen, ob sie etwas "im Ernst" meinen.

Der Rest war gleich: Auch von der Neuen ist der Freiheitliche in der Runde weitaus am häufigsten unterbrochen worden. Auch diesmal war die Rolle einer "Expertin" unerträglich, die immer wieder als quasi Oberschiedsrichterin angesprochen worden ist (obwohl Wifo-Exponenten sich seit langem öffentlich immer nur so verhalten, dass sie ja keinen Auftrag verlieren). Sie wurde sogar zu Themen wie der Völkerwanderung als "Expertin" behandelt, wo sie absolut nicht zuständig ist und auch tatsächlich keine Ahnung hat.

Fassungslos machte auch, dass die Moderatorin marginale Details wie den Selbstbehalt bei der SVA lange diskutierte, aber mit keiner Silbe auf das SPÖ-Verlangen nach einem komplett neuen Wahlrecht einging.

Auch die allerwichtigste Hauptfrage ist von der Moderatorin nie auch nur indirekt angesprochen worden. Das wäre natürlich die Frage gewesen: Wie will denn die SPÖ ihr Schlaraffenlandprogramm in der gigantischen Höhe von 8,5 Milliarden finanzieren?

Aber um solche Kleinigkeiten haben sich Rotgrün ja noch nie gekümmert.

Mo, 16.01.2017, 21:32 | 1956

Anforderungsprofil Moderator ORF: Weib, vernetzt, ordinär, respektlos, nützlich liiert, links oder opportunistisch, zuseherverachtend, arrogant, eloquent, gehorsam, mittelmäßig intelligent, sehr eitel
Di, 17.01.2017, 17:15 | Eloquent?

Phrasendreschend ist wohl passender.
Mo, 16.01.2017, 11:20 | Wuzerl

also mich hat überhaupt NICHTS überrascht in dieser Sendung - ich habe mir nichts anderes erwartet - der ORF hat einfach eingespart - anscheinend gibt es keine besseren Moderatoren beim ORF....
Mo, 16.01.2017, 09:23 | Beim ORF ist

'Einiges' in der Hose. Trotzdem kann ich nicht glauben, dass R. das letzte Aufgebot sein soll. Vermutlich ist sie eine Quoten Lösung..... Abgesehen davon hätte ihr Strache 'drüber' fahren können!
Mo, 16.01.2017, 04:33 | Gibt es etwas Schöneres als breeten Dialekt?

Fro Reeetera war ebn immer scho Meesterin der Sprache der Voaschtadt. Me wundat nix mea, wann i de hear. Oba de Paddee wiad scho wissna.
So, 15.01.2017, 23:39 | Ingrid B.

Das immer wiederkehrende Unterbrechen von Strache: ich glaub, da sitzt einer in der Redaktion und über's Knopferl im Ohr hört die Moderatorin dann: es reicht, der nächste bitte. Schade um die Zeit.
So, 15.01.2017, 23:36 | Ingrid B.

Tja der Vorstadtdialekt... Aber ganz schlimm dabei fand ich, dass Madame Du und Sie nicht auseinanderhalten konnte. "Da habt ihr Euch verstanden".. oder so ähnlich, aber das geht nur
im Salzkammergut.
Mo, 16.01.2017, 00:15 | Elmar

Stimmt, als sie von "euch" sprach und damit Strache und Mitterlehner meinte, das war mehr als seltsam...
Mo, 16.01.2017, 07:23 | Seltsam?

@Elmar: Sowas nennt man nicht seltsam, sondern "authentisch".



Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Kommentar senden