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Vorstädte entscheiden die Midterms

Andere, So, 04.11.2018, 13:07

In der Trump-Berichterstattung findet eine einseitige Auswahl der Themen statt: Nach einer MRC-Studie sind über 90 Prozent der amerikanischen Medienberichte über Trump negativ. Schon dadurch wird Fake produziert. "Fake News" sind aber nicht nur Nachrichten, deren Inhalt teils oder ganz inkorrekt ist, sondern es zählen dazu auch Berichte, die absichtlich oder unabsichtlich ein Geschehen nicht umfassend abbilden, oder die einen notwendigen horizontalen oder vertikalen Vergleich unterlassen.

So berichtet ORF-Online über die US-Midterms und schreibt, dass Trump im Wahlkampf auch "vor einer weiteren Radikalisierung seiner Sprache und seiner Strategie nicht zurückschreckt" und behauptet, dass er mit diesen "provokanten Aussagen und Ankündigungen von unangenehmen Themen"  abzulenken versucht.

Dieser Ansicht kann man sein. Aber wenn kein Wort darüber kommt, dass bereits seit Anbeginn von Trumps Amtszeit Politiker der Demokraten und deren Fans aus der Kulturszene weitaus Schlimmeres betreiben, indem sie nämlich provokante Aussagen mit Aufforderungen verbinden, wird verzerrt!

  • Zum Beispiel Maxine Waters: "...if you see anybody from that Cabinet in a restaurant, in a department store, at a gasoline station, you get out and you create a crowd. And you push back on them. And you tell them they're not welcome anymore, anywhere". Seitdem werden Republikaner tatsächlich überall von einem Mob attackiert!
  • Obamas Justizminister(!) Holder ruft seinen Zuhörern zu: "Kick them".
  • Madonna radikalisiert nach Trumps Wahl mit der Aussage: "Yes, I have thought an awful lot about blowing up the White House".
  • Robert de Niro ebenso radikal: "I'd like to punch him in the face" (er meint damit Trump).
  • Bekannt ist auch die Darstellung von Kathy Griffin, die sich mit abgeschnittenen Kopf von Donald Trump ablichten lässt.
  • Oder ganz extrem die Frage des Broadway-Stars Carole Cook: "Where's John Wilkes Booth (Schauspieler und Mörder Präsident Lincolns), when you need him?" Womit er indirekt die Ermordung Trumps aufwirft.
  • Nicht zuletzt Hillary Clinton, die neulich der Gesellschaft "uncivility" zugesteht.

All dies ist offensichtlich für den ORF im Zusammenhang mit den Midterm-Wahlen, den Provokationen und der Radikalisierung nicht erwähnenswert, obwohl diese Radikalität "Linksliberaler" über das hinausgeht, was Trump von sich gibt.

Wenn die Lügen Trumps erwähnt werden, weshalb nicht auch jene von Obama, der derzeit ebenso intensiv im Wahlkampf tätig ist? (zu "Obamacare": “If you like your health care plan, you'll be able to keep your health care plan.”  Obamacare “will more than pay for itself” ...)

Solche Art Berichterstattung verkommt zur Karikatur und Monstrosität. Kein Wunder, dass laut Umfrage (Politico) Medien (64 Prozent) bei der Frage ihres Beitrags zur Spaltung des Landes schlechter abschneiden als Trump (56 Prozent).