ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Sendungskritik Melden

Bitte um ein Stichwort, warum diese Kritik als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden


Wie orf.at über „Einzelfälle“ berichtet

Andere, Mi, 09.01.2019, 12:01 | Kurt Ceipek

„Amstetten: 40-jährige von Ehemann erstochen“ meldet orf.at gut versteckt unter zahllosen belanglosen Niederösterreich-News. Als Information zu dem aufsehenerregenden Fall wird noch hinzugefügt, dass als „Tatverdächtigter“ ein 37-Jähriger festgenommen wurde und dass es derzeit noch keine Hinweise auf das Motiv für die Tat gebe.

Von orf.at ganz bewusst verschwiegen wird der Name des Täters – er heißt Senol D. – und dass es sich bei dem Mann um einen radikalen türkisch-stämmigen Islamisten handelt, der schon seit geraumer Zeit im Visier des Verfassungsschutzes stand. Die österreichische Ehefrau war zum Islam konvertiert und der Mann sah es Nachbarn zufolge nicht gerne, wenn sie ohne Burka das Haus verließ.

Andere Medien mit weniger aufgeblähten und sauteuren Redaktionsapparaten brauchten nur ganz kurz, um die wesentlichen Hintergründe zu recherchieren und zu melden.

Auch dass die Bluttat vor den Augen der vier Kinder der Frau verübt worden ist, ist dem ORF keinen Hinweis wert. Dass der Täter in Amstetten stadtbekannt war, weil er immer wieder „Ungläubige“ bekehren wollte, wird ebensowenig erwähnt.

Aber wer erwartet von orf.at auch schon solche Informationen? Die Zwangsgebührenzahler sollen froh sein, dass so ein nebensächlicher Einzelfall eines wahrscheinlich traumageschädigten Täters von den verantwortungsbewussten Redakteuren des Staatsfunks überhaupt gemeldet wird.

Apropos Einzelfall: Im Jahr 2018 wurden in Österreich 74 Bluttaten mit Todesfolge verübt, wobei zwei Drittel der Opfer Frauen waren. Aber das waren eben alles nur bedauerliche Einzelfälle.