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Hillary Clinton verspottet Trump mit GIF auf Twitter

Andere, Do, 07.03.2019, 11:58

Dass man auch bei Verwendung von Fakten trotzdem nicht die ganze Wahrheit sagen kann bzw. mit Zitaten, die aus dem Kontext gerissen sind, die Wahrheit verdrehen kann, ist hinlänglich bekannt. Dass man aber auch mit einer einseitigen Auswahl das Bild von politischen Kontrahenten beeinflussen kann, dies zeigt ein aktuelles Beispiel zu Hillary Clinton in ORF-Online. Zugleich sagt dies etwas aus, ob jemand sich bei der Auswahl journalistisch oder propagandistisch betätigt.

So titelt ORF-Online heute: "Hillary Clinton verspottet Trump mit GIF auf Twitter".

Ist ja stets ein Schenkelklopfer, wenn ein politischer Gegner verspottet wird. So weit, so korrekt der Bericht, aber nicht die Auswahl, denn dass Trump in seinem Tweet von "(crooked) Hillary" schrieb, war einer davor stattgefundenen Rede Hillary Clintons zu verdanken, wo sie nicht nur ihr Nichtantreten verkündete, sondern auch Behauptungen zur Wahl in Georgia sowie Wisconsin aufstellte.

Darüber berichtet ORF-Online nicht, dies wäre aber hinsichtlich der Schenkelklopferei, aber vor allem der Glaubwürdigkeit dieser Politikerin und Trump-Gegnerin nicht unwichtig zu berichten, wenn man schon die Verspottung Trumps durch Hillary für berichtenswert hält. Vor allem wird hierzu nicht darüber informiert, dass Hillary dafür gleich mit "4 Pinocchios" bedacht wurde und diese Beurteilung nicht vom politischen Gegner kam, sondern von der "Washington Post", die die falschen Behauptungen Hillarys entlarvte!

Zudem offenbart ORF-Online, dass man auf ihrer Seite steht, wenn man so pauschal formuliert: "Nun amüsierte Clinton die Userinnen und User". Es ist nämlich anzunehmen, dass Clinton NUR ihre Anhänger bzw. die User mit linksliberaler Präferenz amüsierte, die andere Hälfte aber weniger. Hat man beim ORF dazu keine Online-Statements von Usern gefunden, die ihr Missfallen dazu zum Ausdruck brachten?