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ORF2Andere, So, 10.03.2019, 00:53 | Andreas Unterberger

Eine Journalistin stirbt. Das ist gewiss für Verwandte und Freunde traurig. Aber es ist völlig absurd, wenn der ORF den Tod einer seiner Mitarbeiterinnen zur minutenlangen Spitzenmeldung seiner Hauptnachrichtensendung macht. Das wäre maximal bei einem Hugo Portisch angemessen. Aber bei sonst niemandem.

Die riesig dimensionierte Meldung über den Tod der Frau Spira zeigt, wie maßlos ORF-Menschen ihre eigene Wichtigkeit überschätzen. Gerade in diesem Fall hätte der ORF noch aus einem weiteren Grund gut getan, mit Zurückhaltung vorzugehen. Denn die von Spira produzierten Sendungen waren der Inbegriff dessen, was in einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk absolut nichts verloren haben sollte.

Das waren nämlich durch die Bank Sozialpornos der untersten Schublade, in denen man sich heuchlerisch daran begeilt hat, wie peinlich sich einfach gestrickte Menschen bloßstellen. Gewiss gefällt das gar nicht so wenigen Zusehern. Deshalb produzieren ja auch viele Privatsender der unteren Qualitätsklassen solche Sozialpornos. Aber die Tatsache, dass die Bedienung voyeuristischer Gelüste ihr Publikum findet, ist noch lange kein Qualitätskriterium. Vor allem nicht, wenn man das mit Zwangsgebühren finanziert. Ein Bordell wird ja auch nicht aus Steuermitteln bezahlt.

Freilich: Frau Spira war sehr weit links. Und was links ist, ist für den ORF immer gut und toll.

Wie weit links die ZIB-Redaktion steht, hat sie auch mit sonstigen Beiträgen in dieser Sendung neuerlich bewiesen:

  • So verwendet der Christian-Kern-Freund Tarek Leitner bei der Bezeichnung von Menschengruppen jetzt offenbar nur noch die weibliche Form. Was Linksfeministinnen sehr freuen wird. Was die allermeisten sonstigen Zuseher aber nur verwirrt. Das aber wieder ist strammen Ideologen völlig wurscht. 
  • So wird der – immerhin auch von der Republik Österreich und den meisten EU-Staaten anerkannte und immerhin von der bei der letzten demokratischen Wahl zustandegekommenen Parlamentsmehrheit getragene – venezolanische Präsident Guaidó nur mit der höhnischen Bezeichnung „selbsternannt“ vorgestellt, während Diktator Maduro fast nie mehr als sozialistisch bezeichnet wird, seit er sein Land total heruntergewirtschaftet und drei Millionen darbende Bürger ins Ausland vertrieben hat.